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Rathaus Hockenheim

50 Jahre Städtepartnerschaft mit Commercy

Hockenheim-Commercy

Stadtverwaltung Hockenheim

„Die Jugend ist die Grundlage für die Städtepartnerschaft zwischen Hockenheim und Commercy“: Aus diesem Grund besuchen regelmäßig Austauschschüler aus Commercy die Stadt Hockenheim, zuletzt im Dezember 2019. Die Austauschschüler aus Commercy mit Bürgermeister Thomas Jakob-Lichtenberg (2. von links), Fachbereichsleiterin Natascha Spahn (1. von links) und den Lehrern Eric Beauchard (4. von links), Géraldine Fuseau (4. von rechts) Anja Kaiser (2. von rechts) und Elke Lorenz (ganz rechts) im Bürgersaal des Rathauses Hockenheim.

In diesem Jahr besteht die Städtepartnerschaft zwischen Hockenheim und dem französischen Commercy seit 50 Jahren. Im Jahr 1970 wurde die Städtepartnerschaft durch die Unterzeichnung der gemeinsamen „Jumelage“ feierlich in Commercy besiegelt.

Am Anfang war ein Brief

Wie kam es eigentlich, dass Hockenheim und Commercy Partnerstädte wurden? Der Anfang lag in einem Brief, der am 19. Juli 1957 anlässlich des Wunsches einer Kontaktaufnahme von jungen Hockenheimern, allesamt Mitglieder der Jungen Union, verschickt worden war. Die Intention der jungen Hockenheimer war der europäische Gedanke um eine friedliche Zukunft. Geprägt von den Schrecken des Krieges wollten sie anstelle des Hasses die Liebe setzen.

Adolf Stier

Die Briefe gingen mit einem Empfehlungsschreiben des Hockenheimer Stadtpfarrers an die Pfarrämter von vier Städten: Toul, Luneville, Commercy und St. Nicolas du Port. Bereits am 23. Juli 1957 bestätigte der Pfarrer von Commercy den Eingang des Schreibens und teilte mit, dass er den Brief an interessierte Junge Leute weitergegeben hat. Eine Antwort traf am 9. August 1957 bei Adolf Stier, dem damaligen Vorsitzenden der Jungen Union Hockenheim und heutigen Ehrenbürger Hockenheims ein. Der Absender: Pierre Malard aus Commercy. Die Junge Union schrieb noch am gleichen Tag zurück und am 28. September 1957 kam eine Delegation bestehend aus Walter Dietrich, Wolfgang Döring, Bernhard Eustachi, Heinrich Eustachi, Heinrich Neuberger, Hermann Orians, Heinrich Schmeckenbecher und Adolf Stier in Commercy an.

Ein gutes halbes Jahr später konnte die Junge Union im Mai 1958 vierzehn junge Menschen aus Commercy in Hockenheim begrüßen. Um die persönlichen Kontakte zu vertiefen, traf man sich bald auch auf halbem Weg. Der Anfang war gemacht.

Völkerkreuz

Bereits vor der Unterzeichnung der offiziellen Partnerschaftsurkunde 1970 durch Bürgermeister Dr. Kurt Buchter und seinem französischen Kollegen Pierre Santoni kam die Idee auf, in den beiden Städten ein Monument als Zeichen für den gemeinsamen Willen der deutsch-französischen Verständigung und länderübergreifenden Freundschaft zu errichten. Daraufhin wurden in m Jahre 1961 die Völkerkreuze in Commercy und auch in Hockenheim feierlich eingeweiht.

Freundeskreis Hockenheim-Commercy

Von damals an sind Verbindungen gewachsen. Aus den gemeinsamen Zusammenkünften entstand 1976 der Freundeskreis Hockenheim-Commercy. Dieser füllt die städtepartnerschaftlichen Beziehungen durch regelmäßige gegenseitige Besuche und Veranstaltungen. Es finden jährlich über 20 Begegnungen auf schulischer-, Vereins- und Verwaltungsebene statt, bei denen der Freundeskreis immer aktiv beteiligt ist. Eine besondere Bedeutung kommt dabei dem Schüleraustausch statt. Die Jugend ist nämlich die Grundlage für eine lebendige Städtepartnerschaft in der Zukunft.