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Neue Verordnung für Naturdenkmäler

Bäume werden unter Schutz gestellt

Stadt Mosbach

Die Linden am Mosbacher Kirchplatz gelten als Naturdenkmal.

2005 hat die Stadt Mosbach vom Landratsamt Neckar-Odenwald die Zuständigkeit für Naturdenkmäler im Bereich Mosbach übernommen. Die aus den 80er-Jahren stammenden Verordnungen werden für diesen Bereich nun grundlegend überarbeitet. Mit der Verordnung werden Bäume unter Schutz gestellt mit dem Ziel, diese zu erhalten und nachhaltig zu sichern. Der Entwurf der Verordnung zum Schutz von Naturdenkmälern liegt bis zum 24. Juli öffentlich aus.


Viele der in der alten Verordnung aufgelisteten Bäume existieren heute nicht mehr - sie sind Schädlingen, Sturmwurf oder dem Alter zum Opfer gefallen. Gleichzeitig gibt es etliche Bäume, die mittlerweile zu großen, prächtigen Bäumen herangewachsen sind und unter den Status „Naturdenkmal“ fallen können. Sie prägen nun deutlich ihr Umfeld, sind Blickfang, Orientierungspunkt, spenden Schatten im Sommer und bieten Lebensraum für eine kleine „Baumlebewelt“. Sie sind auf dem besten Weg, inmitten bewohnter Umgebung, aber auch in der freien Landschaft ein Stück Heimat zu repräsentieren. Die Unterschutzstellung soll solchen Bäumen ein sichereres Dasein bieten.

Naturschutzgesetzgebung

„Naturdenkmal“ ist ein juristisch definierter Begriff aus der Naturschutzgesetzgebung, unter den sowohl Bäume in öffentlichem als auch in privatem Besitz fallen können. Nicht jeder Baum kann die Kriterien erfüllen. Daher war der erste Schritt der Verwaltung, in Frage kommende Bäume zu identifizieren und zu untersuchen, ob sie an ihrem Standort Bedingungen haben, die ihnen ein möglichst langes Leben sichern. Manch imposanter Baum, der es wert wäre, in der Liste aufgenommen zu werden, hat leider aufgrund äußerer Umstände eine verringerte Zukunftsfähigkeit. Nachdem die schutzwürdigen Bäume aufgelistet wurden, mussten ein Verordnungsentwurf und Karten erstellt werden, um die Bäume eindeutig zu identifizieren und den Umgang mit ihnen zweifelsfrei festlegen zu können. Nach diesen verwaltungsinternen Vorgängen kann nun das Verfahren gestartet werden.

Wichtig ist dabei, dass Behörden, die sogenannten „Träger öffentlicher Belange“ und die Öffentlichkeit gehört werden; Privateigentümer werden zusätzlich einzeln benachrichtigt. Zu deren Unterstützung begutachtet die Stadt einmal jährlich die Verkehrssicherheit und finanziert diejenigen Maßnahmen, die zur Verkehrssicherung über einer öffentlichen Fläche durchzuführen sind.

Verordnungsentwurf

Die Ergebnisse der Begutachtung werden zudem den Privateigentümern mitgeteilt, so dass diese bei Bedarf auf ihrem Grundstück tätig werden können. Damit unterstützt die Stadt Eigentümer, die einen Baum von öffentlichem Interesse dulden, erhalten und pflegen.
Der Verordnungsentwurf mit den entsprechenden Anlagen und Karten liegt bis zum 24. Juli 2018 zur Einsichtnahme im Foyer des Technischen Rathauses öffentlich aus. Darüber hinaus sind die Unterlagen über www.mosbach.de/naturdenkmale einzusehen. Die in der Offenlegungsphase von der Öffentlichkeit eingehenden Anregungen und Bedenken werden gesichtet, bewertet und gegebenenfalls in den Verordnungsentwurf eingearbeitet.