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Veranstaltungen der Hospizgruppe

Den letzten Weg gemeinsam gehen

Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Hospizgruppe Bönnigheim

Sylke Lieberherr

Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Hospizgruppe Bönnigheim, Erligheim und Kirchheim/N. unterstützen Angehörige und Sterbende am Lebensende.

Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hospizgruppe Bönnigheim, Erligheim und Kirchheim am Neckar haben im vergangenen Jahr 29 sterbende Menschen begleitet.

„Viele dieser Begleitungen haben wir für die Gruppe in Ludwigsburg durchgeführt, wo es eine sehr große Nachfrage gibt. Gerne würden wir mehr Menschen hier bei uns begleiten“, sagt die Leiterin der Hospizgruppe der Sozialstation Bönnigheim Anita Ereth. „Wir sind auch in einer ‚Krisensituation‘, also zum Beispiel beim Erhalt der Diagnose einer unheilbaren Krankheit für die Betroffenen da“, betont sie. Ob sich aus einem ersten Gespräch eine dauerhafte Begleitung ergibt, zeigt sich dann. „Auch Angehörigen bieten wir unsere Unterstützung an – wenn gewünscht auch bei einem Gespräch am Telefon unter (0173) 8272111“, so die Leiterin der seit fünf Jahren bestehenden Hospizgruppe.

Die Veranstaltungsreihe, die die Hospizgruppe jedes Jahr für die Öffentlichkeit anbietet, beginnt am 22. Januar 2020 mit einer Autorenlesung in der Bücherei in der Storchenkelter in Kirchheim/N. Um 19 Uhr liest die Autorin und SWR-Hörfunkjournalistin Christina Erdkönig aus ihrem Buch „Loslassen und Leben aufräumen“. Die Autorin will mit ihrem Buch Orientierungshilfen geben, wie man nach dem Tod der Eltern mit den Dingen, die die Eltern ein Leben lang begleitet haben, umgehen kann. Beim Auflösen der elterlichen Wohnung stehen die Kinder vor einem Berg von Dingen und müssen in einem oft schwierigen und schmerzhaften Prozess Abschied nehmen.

Im Gemeinschaftsraum Betreutes Wohnen in Bönnigheim informiert der Referatsleiter am Ministerium für Soziales und Integration in Stuttgart, Walter Fessel, am 26. Februar um 19 Uhr über das baden-württembergische Bestattungsrecht in seinem Vortrag „Bestattungskultur – Neuer Raum für kulturelle Vielfalt“. Zum einen setzt dieses Recht einen Rahmen, der berücksichtigt, was in der Bevölkerung mehrheitsfähig ist und lässt zum anderen den Hinterbliebenen einen gewissen Spielraum für die individuelle Gestaltung von Bestattung und Grabkultur.

Carola Fromm, M.A. Angewandte Ethik im Sozial- und Gesundheitswesen informiert am Mittwoch, 25. März um 19 Uhr im Dietrich-Bonhoeffer-Haus in Erligheim zum Thema „Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht“.

Die Sozialwirtin und Leiterin der Hospizgruppe Anita Ereth bietet gemeinsam mit der Palliativ Care Fachkraft Ursula Heilgeist am 30. Januar 2020 von 18 bis 21.30 Uhr wieder einen „Letzte-Hilfe-Kurs“ im Gemeinschaftsraum Betreutes Wohnen der Sozialstation Bönnigheim an. Im Kurs wird Basiswissen für den angstfreien Umgang mit Sterben, Tod und Trauer vermittelt. Eine Anmeldung unter (0173) 8272111 oder anita-ereth@gmail.com ist unbedingt erforderlich.