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Freiwillige Feuerwehr Hockenheim

"Die Vielfalt macht den Geist der Feuerwehr aus"

Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Hockenheim

Dominic Manuel

Kommandant Franz Sommer (l.) stellte Christoph Schwegler (r.) als Nachfolger von Jugendwartin Kathrin Manser vor.

Denn neben dem Stadtjubiläum steht auch das Jubiläum der Feuerwehr an. Das 150-jährige Bestehen soll mit diversen Veranstaltungen gebührend gefeiert werden. Darüber sprach auch Kommandant Franz Sommer bei der Jahreshauptversammlung im katholischen Gemeindezentrum St. Christophorus am vergangenen Freitag. Im gut gefüllten Veranstaltungsaal verfolgten die Angehörigen der Feuerwehr die Reden, in denen auf ein ereignisreiches Jahr 2018 zurückgeblickt wurde und auf die Herausforderungen im laufenden Jahr eingegangen wurde. Neben den Reden bot die Jahreshauptversammlung wieder die Plattform für zahlreiche Ehrungen und Beförderungen.

Stadtkapelle

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung wie gewohnt von der Stadtkapelle. Deren 1. Vorsitzende Gabi Christ legte den Tätigkeitsbericht für 2018 ab. Das war wieder geprägt von zahlreichen Auftritten zu denen unter anderem die Einweihung der renovierten evangelischen Kirche gehörte. Ein Höhepunkt in diesem Jahr wird die Veranstaltung „Symphonic Rock on Fire“ am 29. Juni auf dem Marktplatz werden, wie Gabi Christ ausführte. Dafür werde bereits fleißig geprobt.

Jugendfeuerwehr

Fleißig war auch die Jugendfeuerwehr, für die Jugendwartin Kathrin Manser den Tätigkeitsbericht ablegte. Mit diesem Jahresbericht endete für Manser diese Tätigkeit (seit 2011), da sie auf eigenen Wunsch aufhört. Der Aktiven Wehr bleibt sie aber auch weiterhin erhalten. Ihr Nachfolger wurde mit Christoph Schwegler an dem Abend vorgestellt und mit warmem Applaus bedacht. Als einen wichtigen Erfolgsfaktor für das vergangene Jahr machte Kathrin Manser das Jugendleiterteam aus, dem auch Christoph Schwegler bisher angehörte. Das Jahr 2018 war für die Jugendfeuerwehr vom 50-jährigen Bestehen geprägt. Viele besondere Aktivitäten wie das Bereichszeltlagerwaren Teil der Feierlichkeiten. Diese stehen der Aktiven Wehr in diesem Jahr bevor. Zum 150-jährigen Bestehen wird es unter anderem einen Tag der offenen Tür geben, der vom 19. bis zum 21. Juli stattfinden wird.

Hockenheimer Mai

Der Hockenheimer Mai wird mit einer historischen Übung am 18. Mai einen weiteren Höhepunkt darstellen, wie Franz Sommer informierte. Der Kommandant sprach von einem besonderen Jahr für die Feuerwehr. Ein Anliegen von Franz Sommer war es, auf die steigende Zahl von Störern bei Einsätzen der Feuerwehr hinzuweisen. Er appellierte, diese Störung zu unterlassen und rief stattdessen zur Mitarbeit auf. Außerdem sprach Sommer über die Problematik von „unmöglichen Schriftwechseln“, wenn Kameraden nach Einsätzen verletzt wurden und sich mit den Versicherungen auseinandersetzen müssen. Hier sei der Kreisverband gefordert. Eine Herausforderung stellt für die Feuerwehr die Einsatzstärke an Werktagen dar. 14 Kameraden habe man für die Tagesverfügbarkeit. Vier davon werden in den nächsten zwei Jahren in Rente gehen. Dieses Problem müsse angegangen werden, so Sommer.

Tätigkeitsbericht

98 Menschen verrichten zurzeit ihren Dienst bei der Aktiven Wehr. Über ihre Tätigkeit berichtete der stellvertretende Kommandant Steffen Christ. Das Jahr 2018 war geprägt von 382 Einsätzen (minus 28) mit 10.350 Einsatzstunden (plus 6 %). Die Feuerwehr war bei sieben Groß- und Mittelbränden sowie 17 Verkehrsunfällen gefordert. Im Rahmen von Sicherheitswachen auf dem Hockenheimring wurden 73 Dienste geleistet. Auch in diesem Jahr werde man bei Großveranstaltungen wie der Formel 1 oder Konzerten im Einsatz sein. Auf einen historischen Höchststand verwies Steffen Christ auf die 71 Fehlalarme (63) im vergangenen Jahr. Und kritisch merkte er an, „dass die Feuerwehr von der Bevölkerung mittlerweile als Mädchen für alles angesehen“, wird. Umfangreiche Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen seien notwendig, um der Vielfältigkeit an Aufgaben gerecht zu werden. Diese Vielfalt mache aber auch den Geist der Feuerwehr aus.

Dank der Stadt

Für den unermüdlichen Einsatz sprach Bürgermeister Thomas Jakob-Lichtenberg den Dank der Stadt aus. Die Feuerwehr spiele in Hockenheim eine besondere Rolle. Schließlich sei sie auch die älteste Einrichtung im Ort. Das Jubiläumsjahr sieht Thomas Jakob-Lichtenberg als Chance für die Feuerwehr, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren. Und für ihre Arbeit zu begeistern.