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Neues digitales Format startet!

Digitaler Prolog zu Beyond States.

Das debatorial zu Beyond States im Zeppelin Museum

Zeppelin Museum

Der digitale Prolog zu Beyond States im Zeppelin Museum

ERÖFFNUNG, DISKUSSION UND VORSTELLUNG des debatorial®: Donnerstag, 24.09.2020, 18.30 Uhr, online mit Live-Übertragung, u.a. mit Dr. Daniel Dettling vom Zukunftsinstitut Berlin und Lea Beckmann, Gesellschaft für Freiheitsrechte. Moderation Susanne Koelbl, Korrespondentin Der Spiegel

In den vergangenen Wochen der Corona-Pandemie wurde produktiv darüber diskutiert, wie Museen und Ausstellungshäuser ihre digitalen Angebote ausbauen könnten. Aber nur wenige Häuser haben sich so substanziell mit der Frage beschäftigt, welche Potenziale digitale Kanäle bieten wie das Zeppelin Museum in Friedrichshafen.

Hier herrscht Aufbruchstimmung, denn während der Zeit des Lockdowns wurde ein ganz neues Format entwickelt: das debatorial®. Es handelt sich hier um einen digitalen Prolog zur Ausstellung „Beyond States. Über die Grenzen von Staatlichkeit“. Eine Debattenplattform, die sich vom bisher bekannten musealen Rahmen löst und die Rolle des Museums als Ort der Bildung, Forschung und demokratischen Partizipation neu schreibt.

Das Sujet der bereits vor Corona konzipierten Schau ist brennend aktuell. Die Themenbereiche – Staat und Grenzen, Staat und Nation, staatliche Souveränität und Staatsversagen, Staatsgewalt und Staatssymbole sowie Staatsbürgerschaften und Staatenlosigkeit – zeigen in der globalen Krise wie durch ein Vergrößerungsglas die Konflikte der Gegenwart.

„Das debatorial® regt zum Mitdiskutieren und Reflektieren an“, so Dr. Claudia Emmert, Direktorin des Zeppelin Museums: „Wir laden die breite Öffentlichkeit ein, sich zu beteiligen und verbinden gesellschaftliche Fragestellungen mit wissenschaftlicher Analyse. Im Rahmen der Ausstellung ‚Beyond States‘ setzen wir dieses Konzept zum ersten Mal um. Das klassische Format einer ‚Ausstellung‘ wird sich verändern: weg von einer Ergebnispräsentation hin zu einem transparenten Prozess, der sich über drei Akte erstreckt: debatorial®– Ausstellung – Epilog.“

Neben den Kurator*innen, hochkarätigen Expert*innen wie beispielsweise Herfried Münkler, Politikwissenschaftler, Wilhelm Heitmeyer, Soziologe, Mattea Weihe, sea watch oderMiro Dittrich, Plattform „de:hate“, Amadeu Antonio Stiftungund Künstler*innen wie das Peng! Kollektiv, James Bridle oder Henrike Naumann können sich auf der öffentlichen Plattform alle Interessierte austauschen: Jeder und jede ist eingeladen, sich zu beteiligen. Die Ergebnisse des debatorial® fließen in die Ausstellung mit ein, die ab Januar 2021 im Zeppelin Museum zu sehen sein wird.

„Das debatorial® wird kontinuierlich von uns und der Öffentlichkeit mit Texten, Videos, Fotografien, Grafiken, Umfragen, Podcasts, animierten Karten und Hintergrundinformationen erweitert. Unser Museum wendet sich mit diesem innovativen Format an ein breites Publikum und leistet mit dessen Einbindung einen notwendigen Beitrag zur Veränderung von Institutionen“, so Ina Neddermeyer, Leiterin der Abteilung Kunst.

Das debatorial® ist das erste von drei Kapiteln der Ausstellung „Beyond States. Über die Grenzen von Staatlichkeit“. Das zweite Kapitel, die Ausstellung im Museum, speist sich u.a. aus dem Material des debatorial®. Im dritten Kapitel wird der gesamte Prozess als Epilog verarbeitet – und abermals digital zur Verfügung gestellt.

Weitere Informationen zum debatorial® finden Sie unter: https://www.debatorial.de

Kurator*innen: Dr. Claudia Emmert, Direktorin, Ina Neddermeyer, Leiterin der Abteilung Kunst, Jürgen Bleibler, Leiter der Abteilung Zeppelin, Dominik Busch, Leiter der Abteilung Diskurs & Öffentlichkeit, Felix Banzhaf, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung Zeppelin und Caroline Wind, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung Kunst im Zeppelin Museum.

Mit Arbeiten von: Nevin Aladağ, James Bridle, Simon Denny, Vera Drebusch & Florian Egermann, Forensic Oceanography / Forensic Architecture, Jacob Hurwitz-Goodman & Daniel Keller, Peng! Kollektiv, Christopher Kulendran Thomas, Henrike Naumann, Jonas Staal