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Hebel-Gymnasium

Discover Industry... Wenn der Roboter sich ärgert

Nicht zu übersehen: der „Discover Industry"-Truck

Schillinger

Das gefällt dem Roboter aber gar nicht: Er schüttelt den Kopf, seine Nase läuft vor Zorn rot an. Die Aufgabe, den Roboterarm so zu programmieren, dass er bestimmte Punkte abarbeitet, ohne an eine Wand zu stoßen, ist gar nicht so einfach. Aber es macht den Schülern Spaß, hier ein überschaubares Programmierproblem lösen zu können.

Spielerische Einblicke

Der Truck „Discover Industry“ machte drei Tage am Hebel-Gymnasium Station. Die Acht- und Neuntklässler kamen in den Genuss, durch spielerische Aufgaben und Workshops einen Einblick in die digitalisierte Berufswelt zu bekommen. Gemeinschaftskunde-Lehrer Hans Schreiner, BOGy-Beauftragter des HGS‚ hat das Roadshow-Fahrzeug mit knapp 100 m² Ausstellungsfläche auf zwei Ebenen eingeladen und das Programm koordiniert.

Mit der 3D-Kamera scannt Tom Faller das Gesicht von Cheyenne van den Berg.

Schillinger

Theorie und Praxis

Von der Idee bis zum Vertrieb – Welche Stationen durchläuft ein Produkt, bis es industriell hergestellt wird. Fünf Stationen können in dem Innenraum des riesigen Trucks experimentell ausprobiert werden. Am Anfang steht das Design, dann kommen die ersten Prototypen, die hier beispielsweise in einem kleinen Windkanal getestet werden können. Der Roboter hilft später bei der Produktion – wenn seine Schritte von Schülern in der richtigen Reihenfolge programmiert werden. Auch bei der Logistik-Station kommt es auf die clevere Anordnung an. In einem Praxis-Workshop durften die Neuntklässler ein Objekt am Computer konstruieren: Sie sollten einen Fidget-Spinner (einen Handkreisel) entwerfen. Das beste Design wurde am 3D-Drucker umgesetzt. Die Achtklässler programmierten hingegen eine App für ihr Handy.

Lust wecken

Der Erlebnis-Lern-Truck wird finanziert von der Bundesagentur für Arbeit, der Baden-Württemberg-Stiftung und von Südwestmetall. Mit dieser interaktiven Entdeckungsreise durch den industriellen Entstehungsprozesses will Baden-Württemberg für die MINT-Disziplinen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) werben und Lust auf ein entsprechendes Studium machen. „Erstaunlich, wie viel MINT in jeder Produktion drinsteckt“, meinte eine Achtklässlerin beeindruckt.