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Landgericht Memmingen

Doppelmord in Altenstadt: Angeklagte legen Revision ein

Ein Absperrband der Polizei hängt am Hoftor des Einfamilienhauses in Altenstadt, wo die Tat begangen wurde.

Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild

Ein Absperrband der Polizei hängt am Hoftor des Einfamilienhauses in Altenstadt, wo die Tat begangen wurde.

Nach der Verurteilung zu lebenslangen Haftstrafen wegen eines Doppelmordes in Altenstadt (Landkreis Neu-Ulm) hat das beschuldigte Ehepaar Revision eingelegt. Wie das Landgericht Memmingen am Mittwoch berichtete, hat auch der dritte Angeklagte, ein Freund des Paares, einen entsprechenden Rechtsmittelantrag gestellt. Der 33-Jährige aus Albstadt in Baden-Württemberg (Zollernalbkreis) soll dem Ehepaar ein Alibi besorgt und für die Tat ein Auto zur Verfügung gestellt haben. Er wurde wegen Beihilfe zu drei Jahren und zehn Monaten Gefängnis verurteilt.

Wegen Mordes verurteilt

In der vergangenen Woche waren ein 38-Jähriger und seine 33 Jahre alte Ehefrau jeweils wegen zweifachen Mordes zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt worden. Nach Überzeugung der Strafkammer hatten die Eheleute aus Altenstadt im Nachbarhaus aus finanziellen Motiven gemeinschaftlich eine 55 Jahre alte Frau mit zahlreichen Stichen erstochen und einen 70-Jährigen erstickt.

Tat eingeräumt

Der verurteilte Mann ist der Sohn des getöteten Rentners, er hatte die Tat grundsätzlich eingeräumt. Die Verteidigung hatte für den 38-Jährigen jedoch nur zwölf Jahre Haft verlangt, die Anwälte plädierten bei den zwei weiteren Angeklagten auf Freisprüche. Nun müssen die Verteidiger in der vorgesehenen Frist die Revision noch begründen, dann wird der Fall dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe vorgelegt. Die Richter dort würden das Memminger Urteil in diesem Fall auf Rechtsfehler überprüfen.

Lebenslange Haft für Hauptangeklagte in Doppelmord-Prozess