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Parkfest der Musikschule Schwetzingen

Ein klingender Schlosspark mit Musik nonstop

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Unter der Leitung von Georg Schmidt-Thomée präsentierte sich die Junge Philharmonie Schwetzingen einmal mehr in Topform

Was sagt ein waschechter Schwetzinger, wenn ihm die Darbietung eines großen instrumentalen Klangkörpers ganz besonders gut gefallen hat? Er sagt: „Die kenne aa Musik mache!“ Genau mit diesem Lob bedachte ein Zuhörer den schon fast umjubelten Auftritt der Jungen Philharmonie Schwetzingen zum Auftakt des Parkfestes der Musikschule Bezirk Schwetzingen.

Musik kennt keine Grenzen

In den Worten von Oberbürgermeister Dr. René Pöltl, der auch in seiner Eigenschaft als Vorstandsvorsitzender das Parkfest eröffnete, hörte sich das dann aber doch ein Stückchen euphorischer an. „Die Junge Philharmonie“, gratulierte er dem Dirigenten Georg Schmidt-Thomée und dessen gut 60 Elevinnen und Eleven, „wird unüberhörbar immer besser, es ist großartig, was ihr leistet.“ Zugleich wollte er festgehalten wissen, dass „Musik in dieser Welt keine Grenzen kennt“. Eben dies, spielte er auf eine aktuelle politische Debatte an, gelte auch für den Freistaat Bayern, weshalb er froh sei, dass „wir Freunde aus Bayern haben“. Genauer: aus der neuen Partnerstadt Schrobenhausen, die zum ersten Mal mit einer Delegation ihrer Musikschule beim Parkfest Präsenz zeigte.

Servus aus Bayern

Vor dem Stadtoberhaupt hatte auch Musikschulleiter Roland Merkel die 12 Schrobenhausener Musikschülerinnen und -schüler, deren Lehrer Markus Freund und Friedrich Halbleib sowie sein Pendant Rainer Maier willkommen geheißen. Und dabei hervorgehoben, dass „Musik wieder einmal das Medium war, das Menschen zusammengeführt hat. Nicht unerwähnt ließ er, dass beim nunmehr 26. Parkfest mitten im Jubiläumsereignis „40 Jahre Musikschule Bezirk Schwetzingen“ über 1000 Schülerinnen und Schüler unter der Leitung von 50 Lehrerinnen und Lehrern auf sieben Bühnen aufspielen. Mit Blick auf die drei anwesenden Schwetzinger Landtagsabgeordneten Daniel Born, Manfred Kern und Klaus-Günther Voigtmann zog er überdies das Fazit, dass „wir mehr Landesmittel brauchen“. Denn schließlich leiste die MBS in Sachen Inklusion, Integration und Sprachförderung „viele Aufgaben, die eigentlich das Land leisten müsste“.

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Blasmusik vom Feinsten gab es von den Bläsern der Musikschule.

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Das Gitarrenensemble erwies sich als vielseitig vielsaitig

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Gerald Weiser-Haensch oblag die Organisation der Bühne 4 und damit der Darbietungen der Gitarren- und E-Gitarrenspieler.

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Eine wunderschöne Interpretation des Songs „River flows in you“ gelang diesem Harfenisten

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Auf der von Barbara Obert (l.) organisierten Bühne 1 erklangen neben Oboen, Saxofonen, Klarinetten und Querflöten auch Blockflöten zuhauf.
Zarte Klaviertöne unter schattigen Bäumen: Der Schlosspark bietet eine tolle Kulisse für Musikgenuss.

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Zarte Klaviertöne unter schattigen Bäumen: Der Schlosspark bietet eine tolle Kulisse für Musikgenuss.

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In Keyboardtönen ließ diese junge Nachwuchsinstrumentalistin Lady Gagas Hit „Applause“ erklingen und erntete hierfür in der Tat viel Beifall
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Dankesreigen

Danach war es Roland Merkel ein Anliegen, sich ausdrücklich bei jenen zu bedanken, die zum Gelingen des Parkfestes einen Beitrag geleistet haben. Beispielsweise beim städtischen Bauhof, „ohne dessen Unterstützung das gar nicht funktionieren würde“. Gleichfalls in seinen Dankesreigen einbezogen wurde zum einen die Verwaltung, der er eine Superarbeit bescheinigte, und das Organisationsteam des Café Wildnis mit Edith Schönfelder an der Spitze, das aus seiner Sicht eine „großartige Truppe“ ist, die „alle Jahre dafür sorgt, dass wir immer wieder neue Instrumente anschaffen können“. Nicht ohne ein Dankeschön weg kamen zum anderen die Sparkasse und der dm-Markt, die das Parkfest mit Spenden bedacht hatten. Last but not least nutzte Roland Merkel seine Eröffnungsansprache auch dazu, der Kurt Waibel-Schule Schwetzingen und der Humboldt-Realschule Eppelheim dafür zu danken, dass „wir eine sehr schöne Kooperation leben“.

Gemeinsamkeiten

Namens der seit sogar schon 44 Jahre existierenden Musikschule Schrobenhausen, an der aktuell 550 Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden, freute sich Rainer Maier darüber, dass „uns nicht nur der Spargel gemeinsam ist, sondern auch die Musik“. Und auch er kam zu dem Schluss, „um jeden Euro froh zu sein, der uns guttut“. Denn ansonsten müsste man die Musikschulen schließen.

Ehrenamt

Von Edith Schönfelder war zu erfahren, dass es sich bei den 32 Aktiven der Café-Wildnis-Crew nahezu ausschließlich um Mütter und Väter von derzeit lernenden Schülerinnen und Schülern der MBS handelt. „Nahezu“ deswegen, weil eine Mitwirkende im Grunde nichts mit der MBS zu tun, jedoch schon so viele Konzerte genossen habe, dass diese in Form ihrer Mitarbeit im Café Wildnis „etwas zurückgeben wollte“. Dann waren der Worte freilich genug gewechselt und das, was Roland Merkel mit „Klingender Schlosspark mit Musik nonstop“ auf den Punkt gebracht hatte, konnte beginnen. Als da war ein Parkfest an einem, so der OB, „wunderschönen Tag mit geradezu perfektem Wetter“. Weshalb sich der akkurate „Bei Regen-Alternativspielplan“ gottlob als Makulatur erwies.