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Spatenstich für neue Kindergarten

"Eine Bereicherung für die Wohngegend"

Spatenstich

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Stadträte Michael Sauter (Freie Wählervereinigung Hockenheim), Helmut Kief (FDP), Willi Keller (SPD), außerdem Stefan Lenz (Geschäftsführender Vorsitzender des Postillion-Vereins), Oberbürgermeister Marcus Zeitler; ganz rechts: Jürgen Roth (Architekt)

„Es ist immer etwas Besonderes, wenn ein neuer Kindergarten an den Start geht“, freut sich Hockenheims Oberbürgermeister (OB) Marcus Zeitler am 17. August, Tag des Spatenstichs für den neu geplanten Kindergarten, am Eckgrundstück Hubäckerring/Albert-Einstein-Straße. Die Fertigstellung ist für Ende 2021 geplant.

„Wir sind bereit, Geld in die Hand zu nehmen, für die Bildung und Betreuung der Kinder“, erzählt Zeitler. Der Bedarf an Plätzen ist in Hockenheim jedenfalls gegeben. Deshalb entstand in Kooperation zwischen dem Verein Postillion und der Stadtverwaltung Hockenheim das Vorhaben, eine neue Kindertageseinrichtung zu bauen. Diese wird später auch selbst vom Postillion betrieben.  „Kinder haben in Hockenheim eine hohe Bedeutung und stehen bei den Vorhaben des Gemeinderats ganz weit oben“, betont der OB.

Der ideale Standort

Mit dem Eckgrundstück Hubäckerring/Albert-Einstein-Straße sieht der Oberbürgermeister auch den idealen Standort für das Projekt gefunden. Befindet sich der geplante Kindergarten doch inmitten einer großen Wohnsiedlung, inklusive direkt benachbarten Spielplatz. Auch eine Grundschule ist in der Nähe: „Der Standort liegt zentral, aber auch in einem Gebiet, das viele Kinder auffangen kann und bereits über eine gute ÖPNV-Verbindung verfügt“, sagt Zeitler.

Mehr Verkehrsentlastung durch ÖPNV-Anschluss

Diese ÖPNV-Verbindung hat zudem aus Sicht Zeitlers einen großen Vorteil: „Die Kinder können hier auch nach einiger Zeit lernen, selber mit dem Bus zu kommen“, meint der OB. „Bei uns ging das schon im ersten Jahr los, dass die Kinder selber mit dem Bus zum Kindergarten gefahren sind“, scherzt der OB. Stefan Lenz, Geschäftsführender Vorsitzender des Postillion, hofft für die Zukunft, dass auch noch die Verbindung nach Heidelberg besser ausgebaut wird. Das könnte seiner Ansicht nach vor allem beim Thema Fachkräftemangel helfen. 

„Eine Bereicherung für die Wohngegend“

In die umliegende städtische Landschaft passe der Kindergarten nach Ansicht Jürgen Roths, Architekt des Bauprojektes, recht gut. Zwischen den großen Wohnkomplexen wird der Kindergarten eher ein kleineres Gebäude sein. Auf diese Weise soll es in der Siedlung „luftiger“ werden, meint Roth und ergänzt: „Ich denke, der Kindergarten wird eine Bereicherung für die Wohngegend.“

Sechs Gruppen geplant

Für die neue Kindertageseinrichtung sind nach aktuellem Stand vier Kindergartengruppen für die älteren Kids sowie zwei Krippen geplant. Das sei allerdings nicht endgültig, wie Lenz erklärt: „Eine genaue Planung ist schwierig. Sollte der Bedarf an einer Stelle größer sein, können wir das auch noch ändern und zum Beispiel je drei Gruppen anbieten.“

An Kindern wird es nicht fehlen

Zur Befüllung der Gruppen ist wohl nach Auskunft Lenz‘ auch vorgesehen, dass Gruppen aus der ebenfalls vom Postillion betriebenen Einrichtung in der Heidelbergerstraße in das neue Gebäude umziehen. „Wir sind guter Dinge, dass wir die Einrichtung auch gut füllen können“, so Lenz weiter.

Nicht das einzige Kindergartenprojekt

Das neue Bauprojekt ist nicht das einzige bildungstechnische Vorhaben der Stadt: „Wir setzen nicht nur hier mit dem Postillion den Spatenstich, sondern wir setzen auch zusammen den Waldkindergarten um“, verspricht Zeitler am Rande des Spatenstichs am Hubäckerring. Für diesen soll ein größerer Bauwagen hinter der Grillhütte im Stadtwald aufgestellt werden.

Eine andere Zielgruppe

Zunächst steht jedoch noch die Baugenehmigung für das Aufstellen des Bauwagens aus. Wenn alles klappt, wird der Postillion den Waldkindergarten am Donnerstag, 1. Oktober, in Betrieb nehmen. Dadurch sollen auch andere Zielgruppen angesprochen werden. „Das ist für Hockenheim etwas Neues. Denn ein Waldkindergarten hat sein ganz eigenes Publikum“, erklärt Zeitler.

Baukosten

Doch zunächst geht es mit dem Bau am Eckgrundstück Hubäckerring/Albert-Einstein-Straße vorwärts. Die veranschlagten Kosten belaufen sich nach Aussage Stefan Lenz aktuell  auf etwa 3,88 Millionen Euro. Ende 2021 soll die neue Kindertageseinrichtung des Postillion bezugsfertig sein. „Wenn der Kindergarten dieselben Sonnenstrahlen abbekommt, wie wir heute beim Spatenstich, dann wird das alles gut funktionieren“, zeigt sich OB Zeitler zuversichtlich.