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BI Pro Stadtwald C4

Erste Details der Rastanlagenerweiterung

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BI Pro Stadtwald C4

Geplante Erweiterung der Rastanlage „Am Hockenheimring West“.

Die Vertreter der Bürgerinitiative (BI) hatten zum ersten Mal Gelegenheit, sich beim Regierungspräsidium Karlsruhe über den bisherigen Stand der Planung bezüglich der Rastanlagenerweiterung „Am Hockenheimring West“ zu informieren. Die gezeigten Unterlagen wurden der BI nicht zur Verfügung gestellt und durften nicht fotografiert werden. Die folgenden Informationen basieren auf Mitschriften der BI.

Details

Die Rastanlage soll auf der bereits vorhandenen Fläche erweitert und neu gebaut werden. Hierfür wären eine Rodung des im Besitz des Bundes befindlichen Waldes und eine großflächige Rodung des Stadtwaldes im Bereich C4 erforderlich. (Auf dem Foto umrandet). Die Kapazität der Stellflächen für PKW soll wie bisher 70 betragen. die für LKWs von 50 auf 140 erhöht werden und zusätzlich 8 Stellplätze für Busse eingerichtet werden. Hauptsächlich zum Schutz der LKW Fahrer wird eine Lärmschutzwand zwischen Autobahn und Rastanlage errichtet. Ein Sichtschutzwall von ca. 4 Metern Höhe soll die Rastanlage zu den Anliegern hin begrenzen. Sollte diese Form der Rastanlagenerweiterung Wirklichkeit werden, betragen die Abstände bis zum nächsten Wohngebiet ca. 180 Meter und zu einem der Sportplätze nur ca. 10 Meter.

Alternativstandort

Es gibt einen Alternativstandort. Dieser befindet sich auf einer bisher landwirtschaftlich genutzten Fläche außerhalb Hockenheims. Bei der mit Hockenheim vergleichbaren Planungsvariante würde der Abstand zu dem nächsten Wohngebiet ca. 1.100 Meter betragen. Allerdings ist die Planung für diesen Standort noch lange nicht so weit gediehen, wie die vom Regierungspräsidium bevorzugte Erweiterung der bereits bestehenden Rastanlage. Sollte dieser alternative Standort gebaut werden, soll die Rastanlage ‚Am Hockenheimring West‘ zu einem Parkplatz zurückgebaut werden, d.h. die Tankstelle und das Rastanlagengebäude werden abgerissen. Diese Planungsvariante würde insgesamt 180 LKW Stellplätze  zur Verfügung stellen. Dies berechnet sich aus 130 neuen LKW Stellplätzen am Alternativstandort und 50 LKW Stellplätzen in der zum Parkplatz zurückgebauten Rastanlage “Am Hockenheimring West“. Für alle in der Planung enthaltene Standorte ist ein flächenoptimiertes LKW-Parkkonzept geplant (Rückwärtsparken, Kompaktparken).

Ähnliche Kosten

Laut Regierungspräsidium haben die Kosten für diese Planungsvariante des  Alternativstandorts eine ähnliche Größenordnung wie die Kosten für den Ausbau von ‚Am Hockenheimring West‘. Deshalb ist es auch nicht nachvollziehbar, dass der Ausbau der bestehenden Rastanlage bevorzugt wird. Folgende Kriterien sprechen eindeutig für den Alternativstandort:

  • keine Waldrodung
  • vermutlich weniger betroffene Tierarten
  • erheblich größere Entfernung zum nächsten Wohngebiet
  • in Summe mehr LKW-Stellplätze
  • 50 LKW-Stellplätze könnten während der Bauzeit weiterhin verfügbar sein

Gemeinsame Erklärung der Fraktionen am 2. Juli

Um der Bürgerinitiative den Rücken zu stärken und um deutlich zu machen, dass die Stadt geschlossen hinter ihr steht, haben sich alle Fraktionen des Gemeinderats auf eine gemeinsame Erklärung geeinigt, die von den fünf Fraktionsvorsitzenden unterschrieben wurde. Alle Fraktionen des Gemeinderats der Stadt Hockenheim sind sich einig, dass eine Rodung des Waldes im Bereich C4 nicht infrage kommt und werden gegebenenfalls rechtliche Schritte dagegen einleiten lassen.