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Zum 200. Geburtstag

Festtag auf dem Württemberg: Feiern an der Grabkapelle

Stuttgart: Grabkapelle auf dem Württemberg

Kathrin Stocker/SSG

Malerisch über Stuttgart Rotenberg gelegen wurde die Grabkapelle auf dem Württemberg am 9. Juni zum Besuchermagnet.

Die Grabkapelle auf dem Württemberg thront inmitten der Weinberge oberhalb des Neckars. Das „Denkmal ewiger Liebe“ zählt zu den Wahrzeichen der Landeshauptstadt – die tragische Geschichte, die sich hinter dem Mausoleum verbirgt, bewegt Menschen weit über die Region hinaus. Nach dem offiziellen Festakt für geladene Gäste am 4. Juni mit Dr. Danyal Bayaz stand am vergangenen Sonntag das 200. Jubiläum der Fertigstellung des Kleinods ganz im Fokus eines großen Festtags.

Vollendeter Festtag

Christiane Grau, Monumentsverwalterin der Grabkapelle auf dem Württemberg, zieht ein positives Fazit der Jubiläumsfeier – und nimmt Anregungen für die Zukunft mit. „Von unseren Gästen gab es jede Menge Lob, weil sie von unserem innovativen Vermittlungskonzept so begeistert waren“, erklärt die Monumentsverwalterin. Lara Koch, wissenschaftliche Mitarbeiterin bei den Staatlichen Schlössern und Gärten, fügte an: „Wir sind erfreut, wie viele Gäste den Gipfel des Württembergs erklommen haben, um mit uns und unseren Kooperationspartnerinnen und -partnern dieses Jubiläum gemeinsam zu feiern.“ Die Lego-Workshops der Klötzlebauer Ulm und Ludwigsburg stießen am Aktionstag bei Jung und Alt auf großes Interesse. Das Angebot des 1819 Bistros mit erfrischenden Getränken sowie süßen und herzhaften Speisen mit einem atemberaubenden Blick auf das Neckartal rundete den Tag zudem kulinarisch ab.

Stuttgart: Grabkapelle auf dem Württemberg

Kathrin Stocker/SSG

Spannende Exkursionen in die Geschichte waren Teil des Jubiläumsprogramms

Geschichte erwacht zum Leben

Zahlreiche Besuchende nutzten den Festtag zudem, um die Grabkapelle bei einer Führung oder beim digitalen Rundgang mit der App „Monument BW“ zu entdecken. Das Programm – insbesondere die ‚Living-History‘-Führung – ließ Groß und Klein zurück in die Zeit reisen. „Die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg bereiten derzeit einen neuen Rundgang ohne ‚Living History‘-Elemente, aber dafür mit jeder Menge neuem Wissen für die Aufnahme in unser Standardprogramm vor“, verrät Christiane Grau.

Mit den „Living History“-Führungen wurde am Festtag die Geschichte der Grabkapelle zum Leben erweckt. Dabei begegneten die Gäste historischen Personen aus der Zeit 1819 bis 1824, die über ihre Begegnungen mit der Grabkapelle und dem Königspaar sprachen. Darunter unter anderem die Kammerzofe Therese, die bestürzt vom überraschenden Tod ihrer Majestät erzählte oder einem Hausierer, der singend Andenken an die verewigte Königin verkaufte. Die Schauspielenden wurden durch Angela Pfenninger von Museum-Theater-Events angeworben. Sie selbst übernahm die Rolle der trauernden Kammerzofe. Auch der Abschluss der Führung begeisterte: Das Gesangsquartett „Ton-in-Ton“ sang im lichtdurchfluteten Kapellenraum und nutzte die einzigartige Akustik.

Stuttgart: Grabkapelle auf dem Württemberg

Kathrin Stocker/SSG

Zum Jubiläum gab es neue Produkte.

Medaille zum Jubiläum

Auch die neuen Artikel im Shop der Grabkapelle erfreuten sich großer Beliebtheit: Magnete mit dem berühmten Zitat „Die Liebe höret nimmer auf“, die praktischen und zeitlosen Notizhefte mit Katharina oder Wilhelm auf dem Cover und ein Stift mit einer Samenkapsel – die Samen befinden sich auf der Verpackung und können am Ende eingepflanzt werden – erweitern seit Kurzem das Angebot im Priesterhaus. Ebenso neu im Shop sind drei Weine vom Collegium Wirtemberg, die das Jubiläum der Grabkapelle feiern: Unter dem Namen „200 Jahre Grabkapelle“ wecken der Rot- und Weißwein sowie der Rosé Neugierde auf das Königspaar und die Grabkapelle. Der Rebensaft hat die bekannte und geschätzte Qualität des Collegiums. Die Staatliche Münzen Baden-Württemberg hat zudem ein besonderes Sammelobjekt herausgegeben: Eine exklusive Medaille aus echtem Gold ist ab diesem Freitag direkt bei den Staatlichen Münzen Baden-Württemberg beziehbar. Das Sammlerstück zeigt auf der Vorderseite die Büste der jung verstorbenen Königin und auf der Rückseite ist die Grabkapelle abgebildet. Die Medaille wurde – passend zum Tag der Beisetzung von Königin Katharina am 5. Juni – in einer Auflage von 56 Stück geprägt.