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Hockenheimer Marketing Verein

Francine Etienne-Naimi und Gisela Späth stellen aus

Die Hockenheimer Künstlerin Gisela Späth

Hockenheimer Marketing Verein

Gisela Späth, eine engagierte Förderin der Kunst in Hockenheim

In die Pop-up-Galerie, die der Hockenheimer Marketing Verein (HMV) seit November letzten Jahres ins Leben gerufen hat, um leerstehende Geschäfte in der Innenstadt attraktiver zu machen, kommt wieder bildende Kunst. „Wir freuen uns, dass es so eine große Nachfrage von Seiten der Hockenheimer Künstler und Künstlerinnen, aber auch Institutionen und Gewerbetreibenden gibt, die hier für gut drei Wochen mit viel Engagement ihre Arbeiten ausstellen möchten. Dies ist aber auch nur möglich, weil die Stadtwerke Hockenheim sich für diese Pop-up-Idee begeistern ließ und ihr Schaufenster und den dahinterliegenden Ladenbereich unentgeltlich zur Verfügung stellt. Es sollte viel mehr Eigentümer von leerstehenden Immobilien geben, die diesem Vorbild folgen,“ so Birgit Rechlin, Geschäftsführerin des HMVs.

So wurde am Montag die Fairtrade-Ausstellung der Stadt Hockenheim von Elke Schollenberger und ihrem Team, die viele Interessierte an das Schaufenster der Oberen Hauptstraße 10 lockte, abgebaut, um für deutsch-französische Kunst mit Gisela Späth, sowohl im Schaufenster als auch im Innenraum, eine neue Ausstellungsperspektive zu bieten.

Gisela Späth

Seit Mai 2020 stehen Bilder von Francine Etienne-Naimi im Atelier Späth. Francine war viele Jahre Vorsitzende und jetzt 2. Vorsitzende von Les Amis des Arts, dem Kunstkreis in Commercy. Ihre Arbeiten sollten in einer Mitgliederausstellung des Kunstvereins Hockenheim gezeigt werden, welche zweimal durch die Pandemie ausgefallen ist. Gisela Späth, Vorsitzende des Kunstvereins bis 2020, freut sich über die Gelegenheit, diese Arbeiten jetzt in der Pop-up-Galerie in der Oberen Hauptstraße 10 zeigen zu können. „Die Kontakte und freundschaftlichen Verbindungen zu Commercy dürfen nicht abbrechen. Sie sind der Humus für ein friedliches Zusammenleben“, so Gisela Späth.

Solche grenzüberschreitenden Verbindungen sind wichtiger denn je. Eine engagierte Gruppe in Hockenheim setzte sich bald nach dem 2. Weltkrieg dafür ein, einen intensiven Austausch mit Frankreich bzw. mit Commercy aufzubauen und bis heute zu pflegen.

Städtepartnerschaft Hockenheim-Commercy

Neben dem politischen Austausch, den gemeinsamen sportlichen, musikalischen Veranstaltungen hat auch die Bildende Kunst seit 1978 einen wesentlichen Beitrag zum Austausch zwischen Hockenheim und Commercy geleistet. Zunächst gab es „Kunstaustausch“ unter der Federführung des damaligen Verkehrsvereins und der Stadt, seit 2002 durch den Kunstverein und dem Kunstkreis Les Amis des Arts mit Unterstützung der jeweiligen Stadtverwaltungen Hockenheim und Commercy. So können sich sicher einige Hockenheimer an Namen von Künstlern aus Commercy erinnern, die in Hockenheim ausgestellt haben. Dazu gehören Jean-Jaques und Francoise Jofa, Yves Rouleau, Christiane Béroux, und später Kursleiter und Mitglieder von Les Amis des Arts wie Jean Forget, Alix Beauseigneur, Philip Schwarz, Marie-Christine Dietrich, Marie-José Bouteille, Veronique Götzmann und Maryse Lésage. 

Francine Etienne-Naimi

Mit der Ausstellung der Arbeiten von Francine Etienne Naimi möchte der Kunstverein, über die universale Sprache der Kunst, die Kontakte mit Commercy wieder ins Bewusstsein rücken. „Diese müssen trotz Pandemie lebendig bleiben“, betont Gisela Späth. Viele Bürger in Hockenheim haben sich nach dem 2. Weltkrieg für ein friedliches Zusammenleben engagiert. Freundschaftliche Verbindungen sind entstanden und ein großes Engagement besteht bis heute. Der Freundeskreis Hockenheim-Commercy gehört zu den ambitionierten Vereinen Hockenheims im Sinne des friedlichen Zusammenlebens in Europa mit einer inzwischen über 50jährigen Geschichte.

Gisela Späth hat sich seit 1978 für diesen Kunstaustausch engagiert, zunächst im Vorstand/ Beirat des Verkehrsvereins, später für den Kunstverein. Sie ergänzt die Ausstellung von Francine Etienne Naimi mit einigen Werken der oben genannten Künstler und Künstlerinnen aus Commercy und eigenen Arbeiten. Gerne können Bildbesitzer von Künstlern aus Commercy diese Arbeiten mitbringen, als Ausstellungsergänzung oder für den Dialog.

Arbeiten von Gisela Späth in dieser Ausstellung beschäftigen sich im weitesten Sinn mit dem Thema „Schöpfung“, abstrakte Arbeiten mit Symbolkraft. Der Titel eines Bildes ist „Gefangen oder beschützt?“.

Vernissage

Die Vernissage ist am Samstag, 5. März 2022 von 16:00 - 19:00 Uhr. Es gelten die aktuellen Corona-Maßnahmen, FFP2 Masken sind im Innenbereich des Ladens erforderlich. Dauer der Ausstellung: Sa. 05.03. bis So 27.03.2022. Öffnungszeiten: Mi 16:00-18:00 Uhr (9., 16. und 23. März), Sa 11:00-13:00 Uhr (12., 19. und 26. März) und nach Vereinbarung, gerne auch sonntags. Telefon 06205 2557868 auch Anrufbeantworter oder E-Mail gisela.spaeth@freenet.de