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Handball

imagean/iStock/Thinkstock

Tatsächlich gibt es wohl wenige Handballer, die während ihrer Profikarriere ohne Verletzungen auskommen. Es ist und bleibt eine intensive Sportart und deshalb vielleicht auch so beliebt im Südwesten.

Ticketerlöse als wichtige Einnahmequelle

In der vergangenen Handball-Bundesliga Saison strömten insgesamt bis zu 20.000 Zuschauern pro Heimspiel in die Arenen der Proficlubs aus Baden-Württemberg. Spitzenreiter sind die Rhein-Neckar Löwen mit knapp 8.000 Fans im Schnitt. Begünstigt durch eine nach heutigen Maßstäben moderne SAP Arena, die dem Verein zur Verfügung steht. In diesem Bereich werden die großen Unterschiede zwischen den einzelnen Vereinen am deutlichsten sichtbar. Nur wenige Kilometer entfernt spielen die Eulen Ludwigshafen vor einer mindestens ebenso euphorischen Kulisse, nur eben nicht in einer großen Arena, sondern in einer Mehrzweckhalle.

Das wirkt sich auf die Zuschauerkapazität aus und damit auf eine der wichtigsten Einnahmequelle.  Mit einem Etat von 1,2 Millionen Euro sind die Ludwigshafener Schlusslicht der Liga. Unübersehbar ist die Dichte an Profivereinen im Südwesten, die sehr stark ausgeprägt ist. Mit den Rhein-Neckar Löwen, FRISCH AUF! Göppingen, HBW Balingen-Weilstetten und dem TVB Stuttgart spielen vier Bundesligisten in der Beletage des Handballsports. Dazu befinden sich die Eulen Ludwigshafen im Grenzgebiet und mit der SG BBM Bietigheim kommt ein weiterer Verein hinzu, der regelmäßig zwischen Bundesliga und 2.Bundesliga pendelt. 

Handball-Regionen

Damit stellt Baden-Württemberg gemeinsam mit Nordrhein-Westfalen die meisten Vereine in der Handball-Bundesliga. Wirft man einen Blick auf die Landkarte, fällt auf, dass die Profivereine im Wesentlichen aus zwei Regionen kommen. Die schwäbischen Clubs aus Stuttgart, Balingen, Göppingen und Bietigheim trennen lediglich wenige Kilometer. Da sind heiße Derbyspiele in der Saison garantiert! 
Auch wenn es nicht für die vorderen Plätze reicht, haben sich die schwäbischen Teams mittlerweile fest in der Liga etabliert. Eine beachtliche Leistung vor dem Hintergrund, dass es mit den Fußballern des VfB Stuttgart einen starken Zuschauermagneten in der Region gibt. Nimmt man zusätzlich die Damenmannschaften (Metzingen, Bietigheim, Göppingen, Neckarsulm) aus deren Handball-Bundesliga hinzu, ergibt sich ein noch dichteres Bild. 

Ebenfalls stark vertreten im Profisport ist die Kurpfalz. Mit den Rhein-Neckar Löwen und den Eulen aus Ludwigshafen spielen zwei Vereine in der nach eigener Bezeichnung "besten Handball-Liga der Welt". Hinzu kommen die Damen von den Kurpfalz Bären aus Ketsch. Zusammengerechnet kommt man in Baden-Württemberg auf die beachtliche Anzahl von 10 Profivereinen, wobei Göppingen und Bietigheim jeweils eine Profimannschaft im Herren- und Damenbereich stellen. Geht man eine Etage tiefer in den Amateursport erkennt man nachwievor eine breite Basis. Im badischen Raum waren im letzten Jahr 66.000 Mitglieder gemeldet. Diese Vereine sind ein wichtiger Bestandteil im Handball-Ökosystem, bilden Sie doch zumeist die Talente aus, die später in den Profivereinen Karriere machen.