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Wachsende Gemeinde

Gemmrigheim investiert in Infrastruktur

Blick auf Gemmrigheim im Winter

Gemeinde Gemmrigheim

Ob Ausbau der Kinderbetreuung, Stärkung des ehrenamtlichen Engagements, Straßenbau oder Starkregenschutz – in Gemmrigheim bewegt sich vieles.

Wenn die Kommune mit neu zugezogenen Einwohnern wächst, sind Verwaltung und Gemeinderat gefordert, im gleichen Maß auch die Infrastruktur zu erweitern. Damit sie weiterhin prächtig gedeiht, befasste sich die Gemeinde Gemmrigheim letztes Jahr mit zahlreichen Planungen, „die wir in diesem Jahr verwirklichen können“, sagt Bürgermeister Dr. Jörg Frauhammer. Ob Neubau eines Kindergartens, Sanierung der Schule, Straßenbau, Starkregenschutz oder bürgerliches Engagement, in Gemmrigheim ist vieles in Bewegung.

Von März 2017 bis 2019 kamen 500 Neubürger in den Ort. Mehrere hundert neue Einwohner im Neubaugebiet Neckarlust bringen ein entsprechendes Mehr an Betreuungsbedarf für Kinder mit sich. „So bald wie möglich“, hofft der Verwaltungschef kann die geplante Naturgruppe Krabbenrain mit 20 Betreuungsplätzen für den Nachwuchs in Betrieb gehen, sobald die Genehmigungsphase den Weg für das Vorhaben freigemacht hat. Auch das Baugesuch für den Neubau der Kindertagesstätte am Holzplatz im Wohngebiet Neckarlust ist bereits in der Genehmigungsphase. Bürgermeister Dr. Jörg Frauhammer rechnet damit, dass die dort geplanten 70 Betreuungsplätze in gut zwei Jahren in Betrieb gehen können. Der Planer hat dort auch eine Option zur Erweiterung eingeplant.

Im Lauf des Jahres wird zudem die Schule saniert und umgebaut, damit sie auf dreizügigen Betrieb umgestellt werden kann. Des Weiteren wird sich der Gemeinderat mit dem Flächennutzungsplan befassen und weitere Perspektiven entwickeln. Die Waldstraße wird heuer saniert und der Rad- und Fußweg am Ortsaugang an der Forststraße soll umgestaltet werden. Ebenso will die Kommune ein Rückhaltebecken für den Starkregenschutz bauen und für den Ort ein Parkkonzept erarbeiten.

Um das bürgerschaftliche Engagement weiter zu stärken, werden die Aktiven in der Initiative „Mein Gemmrigheim“ ein gemeinsames Dach bekommen. „Wir sind im Ehrenamt gut aufgestellt“, freut sich Bürgermeister Frauhammer. Ob Seniorenbesuchsdienst, Arbeitskreis Asyl oder Markungsputzete, die Bürger bringen sich rege ein fürs Gemeinwohl. Auch weitere Ideen und Initiativen sind in „Mein Gemmrigheim“ willkommen und geben Raum für eine intensivierte Mitwirkung der Bürgerschaft. Gut aufgestellt ist die Kommune auch finanziell. Insgesamt hat der Kämmerer im Haushalt 2020 eingeplant, 5,6 Millionen Euro für die Vorhaben aus den Rücklagen zu entnehmen. Bis die Ausfahrsituation an der Neckarbrücke Richtung Kirchheim für die staugeplagten Gemmrigheimer mit dem lang ersehnten Kreisverkehr besser wird, dauert es noch bis 2022.