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Gesellschaftliche Themen treffen auf Kunst

Carmen Schlund (l.) und Sabrina Ferwagner stellen erneut im Hoha7 aus. Die jetzige Ausstellung zeigt Acrylcollagen und einfarbig blaue Bilder in Goldrahmen.

Schmidt

Carmen Schlund (l.) und Sabrina Ferwagner stellen erneut im Hoha7 aus. Die jetzige Ausstellung zeigt Acrylcollagen und einfarbig blaue Bilder in Goldrahmen.

Bildhauerin Sabrina Ferwagner und Malerin Carmen Monika Schlund luden ein zur Vernissage ihrer Ausstellung „unity of opposites“ ein. Die Künstlerinnen möchten mit ihren Werken eine Vereinigung und Harmonie zwischen scheinbaren Gegensätzen schaffen. Mutig greifen die Künstlerinnen außerdem gesellschaftspolitische Themen auf. Es treffen lebensbejahende, farbenfrohe Bilder auf schlichte, oft monochrome Werke – beispielsweise farbexplosive Acrylcollagen auf einfarbig blaue Cyanotypien. Bei Letzteren handelt es sich um ein altes fotografisches Edeldruckverfahren in Blautönen. Diese Eisenblaudruckwerke sind in sich ebenso voller Gegensatz: um die Antlitze der reduziert ausdrucksstarken Obdachlosen schmiegen sich opulente, barocke Goldrahmen. Gegensätze in Sinn und Ausdruck und doch vereint. Die Werke in den Prunkrahmen regen zum Nachdenken an. Gibt es nicht bisweilen maßlose Fülle in unserer Gesellschaft? Verbirgt sich nicht Leere hinter Fülle? Was, wenn sich hinter scheinbarer Leere echte Fülle verbirgt?

 

 

Und schließlich treffen im Dorfgemeinschaftshaus Hoha7 auch zwei sehr unterschiedlich arbeitende Künstlerinnen aufeinander, die sich mit ihren Werken in wundersamer Weise zu einem lebendigen und herausforderndem Ganzen verbinden und deren Quell der Inspiration im Grunde der gleiche ist: die übergroße Liebe zur Kunst. Der Abend wurde musikalisch umrahmt von der Sängerin Magdalena Schaust, das Team Hoha7 verwöhnte die Gäste mit Sekt und selbstgemachten Snacks.

Die Ausstellung ist noch bis 19. Juli zu sehen, mittwochs von 15 bis 18 Uhr und jeden Freitag ab 19 Uhr. Der Eintritt ist frei! (I.Sch)