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Herzkrankheit Vorhofflimmern

Gesundheitsprojekt ARENA in der Nordstadtapotheke

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Von li : Sascha Spataru von ARENA, Apothekenleiter Harlan Köhler, Dr. Hans-Jürgen Scholz vom Schwetzinger Ärztenetz, Apotheken-Inhaber Dr. Jürgen Sommer, Bürgermeister Matthias Steffan. Sascha Spataru und Dr. Scholz haben zwei der ARENA-Sticks in Händen.

 Vor einigen Tagen wurde in der Nordstadt-Apotheke in der Friedrich-Ebert-Straße 76 ein neues medizinisches Früherkennungssystem vorgestellt, welches sich wirkungsvoll mit der Herzkrankheit Vorhofflimmern befasst. Es handelt sich um das „ARENA-Vorhofflimmer-Projekt" das die gemeinnützige Stiftung für Herzinfarktforschung Ludwigshafen als regionale Initiative ins Leben gerufen hat. An dieser Aktion beteiligen sich kardiologische und neurologische Kliniken aus Ludwigshafen, Mannheim, Heidelberg, Schwetzingen, Speyer und Sinsheim, niedergelassenen Ärzte sowie Apotheken im Rhein-Neckar-Raum.

Einfache Vorgehensweise

Die Anwendung, Handhabung und Methodik des ARENA-Systems verläuft erstaunlich einfach: Mit einem EKG-Stab, dem „Diagnose-Stick", wird eine Minute lang der Herzrhythmus überprüft. Sollte eine Unregelmäßigkeit erkennbar werden, wird eine eingehendere Untersuchung und gegebenenfalls eine Therapie beim Arzt empfohlen. Der kurze und vollkommen schmerzlose Check ist übrigens kostenlos.

50.000 Menschen betroffen

Zu der Präsentation der Methode waren auch der Schwetzinger Mediziner Dr. Hans-Jürgen Scholz vom hiesigen „Ärztenetz", ARENA-Medienberater Sascha Spataru und Bürgermeister Matthias Steffan zu Apotheker Dr. Jürgen Sommer in die Nordstadtapotheke gekommen. Dabei wurde auch erläutert, dass es sich beim Vorhofflimmern um die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung handelt und in unserer Region rund 50.000 Menschen davon betroffen sind. Insbesondere ältere Menschen leiden darunter. Die Krankheit äußert sich meist durch Herzstolpern und Herzrasen. Oft treten zunächst keine Beschwerden auf, sodass eine Diagnose unterbleibt oder verspätet gestellt wird. Hierbei besteht die Gefahr und das erhöhte Risiko, dass es zu einem folgenschweren Schlaganfall kommen kann. Mit einer gezielten Behandlung kann dieses Risiko reduziert werden. Die Altersgruppe ab 65 Jahren gehört zum am meisten gefährdeten Personenkreis. „Es ist gut, dass das Bewusstsein für diese Krankheit in der Bevölkerung geweckt und geschärft wird um die drohenden Gefahren und gesundheitlichen Folgen einzuschränken", sagten alle Beteiligten. Bürgermeister Steffan dankte Dr. Sommer, dass er diese großartige Möglichkeit der Prävention den Schwetzinger Bürgern möglich macht und verlieh seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Bevölkerung rege Gebrauch davon macht.