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Sanierung in der Mannheimer Straße

Gremium stimmt gegen Empfehlung der Sachverständigen

Das Gebäude Mannheimer Straße 14-20 (hinten) wird ab 2019 saniert.

cs

Das Gebäude Mannheimer Straße 14-20 (hinten) wird ab 2019 saniert, für die Mannheimer Straße 22-24 (vorne) gibt es noch keine Entscheidung.

Die Rede ist von der Abwägung über Sanierung oder Abriss der Gebäude 14-20 und 22-24 in der Mannheimer Straße. Damit stellte er sich gegen die Empfehlung der Vertreter der aenergen GmbH, die die Alternativen untersucht hatten und zu einem anderen Ergebnis kamen.
Danach wäre der Abriss des Gebäudes Mannheimer Straße 14-20 und die Sanierung des Gebäudes der Nummern 22-24 vor der Zusammenfassung aller Betrachtungspunkte inklusive der kalkulierten Kosten die günstigere Alternative. Dem folgte aber der Gemeinderat nicht. Constantin Görtz (SPD) zweifelte dabei die Zahlen der Abrisskalkulation für das Gebäude 14-20 an. Wenn er den Planern auch eine professionelle Ermittlung bescheinigte, so sei der Abriss des Wohnblocks durch die zwei Kellergeschosse mit einer entsprechenden Tiefe von fünf Metern wohl teurer als kalkuliert. Die Sachverständigen sprachen das nicht ab: Die Tiefbaukosten seien bei der Kalkulation nicht berücksichtigt, hieß es. Görtz sah zudem Schwierigkeiten einer Neubebauung auf dem Areal. Holger Haring (CDU) präferierte die Sanierung, weil das Häuserensemble ein Stück Weinheimer Entwicklungsgeschichte sei. Auch Dr. Andreas Marg (GAL) betonte die Prägung des Stadtbilds, an dem die Gebäude Anteil hätte. Derweil äußerte Dr. Günter Bäro (Freie Wähler) Bedenken gegen die Sanierung. Ein Neubau sei besser kalkulierbar, der Bestand pflegeintensiv. „Wir müssen sie durch neue ersetzen“, so sein Fazit. Auch für die Weinheimer Liste war ein Neubau für das Gebäude 14-20 die präferierte Lösung. „Das Haus 22-24 hat einen wesentlich besseren Eindruck hinterlassen“, wünschte Karl Bär dessen Sanierung für seine Fraktion mit Blick auf die im Vorfeld der Entscheidung stattgefundene Begehung der Häuser. Für Dr. Carsten Labudda (LINKE) war die Möglichkeit der Fördergelder das ausschlaggebende Argument für eine Sanierung.

Förderung bei Abschluss bis Ende 2022

Die Fördergelder seien kein grundsätzlicher Anspruch und müssten mit dem zuständigen Regierungspräsidium (RP) abgestimmt werden, hatte der Vertreter der aenergen GmbH in seinen Ausführungen verdeutlicht. Doch die Chancen stehen scheinbar gut, die Stadt sieht Möglichkeiten für eine Förderung mit einer Obergrenze im mindestens höheren sechsstelligen Bereich. Insgesamt sind für die Sanierung des Gebäudes 14-20 Kosten in Höhe von knapp 5,3 Mio. Euro zu erwarten, für das Gebäude 22-24 würden sie bei knapp 4 Mio. Euro liegen. Ein Knackpunkt: Will man Fördergelder seitens des RP, müssen Maßnahmenende und Abrechnung bis zum 31. Dezember 2022 erfolgen. So war schon nach der Vorberatung im ATU klar, dass mit Blick auf diese Zeitschiene nicht beide Häuser gleichzeitig saniert oder abgerissen und neugebaut werden könnten. Zumal die Mieter in den Häusern für den Zeitraum anderweitig untergebracht werden müssen. Das ist schon für die Anzahl der Personen im Haus 14-20 mit insgesamt 26 Wohnungen nicht möglich. „Es ist mir ein großes Anliegen, dass wir die Mieter adäquat unterbringen“, hatte Dr. Fetzner im Zuge der Diskussion verdeutlicht.

Schrittweise Sanierung

So stimmte der Gemeinderat mit den Gegenstimmen von Freien Wählern und Weinheimer Liste letztlich für eine Priorisierung des Gebäudes Mannheimer Straße 14-20 und dessen schrittweiser Sanierung. Die ermöglicht, Mietern in den ersten zu sanierenden Wohnungen anderweitigen Wohnraum im Stadtgebiet anzubieten, um nach Fertigstellung die Mieter der dann noch nicht sanierten Wohnungen in die neuen Wohnräume einziehen zu lassen. Dass die Wohnungen gemacht werden müssen, daran ließen die Sachveständigen keinen Zweifel: Sie seien in einem „schlechten bis akzeptablen“ Zustand. Weitere Arbeiten werden die Erneuerung des Daches samt Dämmung sein, aber auch energetische Maßnahmen an der Fassade, die Verbesserung von Komfort und Funktionalität und die Anpassung von Brandschutz und Gebäudetechnik an aktuelle Standards. Nach der Sanierung soll der Wohnraumpreis mit sechs Euro pro Quadratmeter gering bleiben, um den sozialen Aspekt zu bewahren, wie er auch von den Fraktionen teils gefordert wurde.

Zeitschiene

Um die Fördergelder zu erhalten, soll die Vergabe zur Sanierungsplanung im Mai 2019 erfolgen, so dass mit den Ausschreibungen bereits im Juli begonnen werden kann. Der Auszug der Mieter der Wohnungen 14-16 soll nach der Zeitschiene der aenergen GmbH bis Juli 2020 erfolgen, der Umzug der Mieter der Wohnungen 18-20 in die dann bereits sanierten Wohnungen im Juni 2021. Im März 2022 können dann auch die Mieter der Wohnungen 14-16 in neuen Wohnraum zurückkehren.
Es gehe nicht nur um eine Baumaßnahme, es gehe auch um Menschen, hatte Dr. Fetzner zu Bedenken gegeben. Daher wolle er möglichst bald eine Mieterversammlung einberufen, um den Betroffenen in einem geschützten Raum Möglichkeit zur Äußerung zu geben. Auch Gespräche mit dem Mieterverein kündigte der Erste Bürgermeister an.
Für das Haus in der Mannheimer Straße 22-24 bleibt hingegen vorerst alles beim Alten. Ob an dieser Stelle letztlich auch eine Sanierung stattfinden oder Abriss und Neubau erfolgen soll, wird der Gemeinderat erst zu einem wesentlich späteren Zeitpunkt entscheiden.