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Neue Benutzerordnung erst Ende 2019

Hauptausschuss beriet über Stadthallensituation

Die Stadthalle in Weinheim

cs

Die zukünftige Ausrichtung der Stadthalle war Thema im Hauptausschuss.

Dabei ging es vorwiegend um die Konstellation in Sachen Catering. Der Pachtvertrag des Caterers war im September 2018 ausgelaufen. Seitdem kann jeder Veranstalter seinen Caterer frei wählen. Dabei verbuche man steigende Anfragezahlen, hieß es seitens der Verwaltung. Die SPD sah es trotzdem als dringlich an noch vor der Sommerpause zu entscheiden, ob in der Stadthalle auch zukünftig die Eigenbewirtung maßgeblich sein soll. Das gebe Vereinen und Veranstaltern Planungssicherheit, so die SPD. Die Stadt wollte sich derweil noch nicht festlegen. Für eine umfassende Beurteilung der Situation benötige man weitere Erfahrungen, so die Begründung. Derzeit justiere man etwa an den Preisen, erklärte Christine Ertelt vom Amt für Immobilienwirtschaft. Man brauche ein Zeitfenster bis Ende des Jahres, um ein strukturiertes Konzept zu erarbeiten, aufgrund dessen die Benutzerordnung angepasst werden könne, so Ertelt weiter. Die Bedenken, dass Veranstalter mit Eigencatering buchen und sich später mit einem festen Caterer konfrontiert sehen, räumte sie aus dem Weg: Wenn ein Veranstalter zu den jetzigen Konditionen buche, werde er sie auch bekommen. Lediglich die Preise seien variabel.
Erfreut reagierte das Gremium auf die vorgestellten Nutzungszahlen der Stadthalle. Laut Verwaltung liegen die Veranstaltungen um 36 Prozent höher als 2013, bei den Besuchern wurde 2018 ein Plus von 40 Prozent gegenüber 2013 verzeichnet. Positiv sei auch die Verbesserung des Kostendeckungsgrads auf knapp 50 Prozent, was annähernd eine Verdoppelung zum Vergleichsjahr bedeute.
Hinsichtlich der ansteigenden Veranstaltungen müsse man sich in Zukunft Gedanken über die personelle Situation machen, bestätigte Christine Ertelt eine Frage aus dem Gremium. Zum einen gilt es Überbeanspruchung von Mitarbeitern vorbeugen, zum anderen könne man mit mehr Köpfen die Logistik rund um eine Veranstaltung straffen, sprich: An-/Abbau und Neubestuhlung, schneller bewerkstelligen, um so die Belegungsmöglichkeiten zu erhöhen. Derzeit übersteigen die Anfragen die Kapazitäten. Um die Attraktivität zu erhöhen, hat die Stadt die Studiobühne reaktiviert, in Möglichkeiten zur kleinräumigen Abteilung der Foyers sowie Mobiliar und Medientechnik investiert. Die Kosten für die Medientechnik, so Stimmen aus dem Ausschuss, sollten kleingehalten werden, da Technik zu schnell veralte. Hier finde immer häufiger ein „Outsourcing“ statt, so dass Veranstalter ihre benötigte Technik selber mitbrächten oder anmieteten.