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Richtfest zum Sanierungsgebiet

Im Frühjahr 2019 können die ersten Mieter einziehen

Die Baugenossenschaft feierte in der Händelstraße Richtfest.

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Die Baugenossenschaft feierte in der Händelstraße Richtfest.

Am Montag lud die Baugenossenschaft Weinheim (bgw) zum Richtfest in den Rohbau ein und kündigte an, dass bereits im März oder April 2019 die ersten Mieter einziehen können.
Zimmermann Ralf Albrecht sprach den Richtspruch, der insbesondere wegen der drei Gläser Wein, mit denen er die Bauherrschaft, den Architekten und die Zimmerleut‘ hochleben ließ, für Lacher sorgte. Zum Schluss flog das leere Glas zu Boden und verursachte die gewünschten Scherben, die Glück und Segen bringen sollen. Glück hatten die ausführenden Arbeiter bereits während der bisherigen Bauphase gehabt: Der Kran hatte sich gesenkt und musste neu aufgebaut werden - und überraschenderweise saß die Tiefgaragenabfahrt nicht dort, wo sie ursprünglich geplant war.

Neubau statt Sanierung

Architekt Martin Hallmann fasste schmunzelnd zusammen: „Es hat zum Glück am Ende alles geklappt - bis auf die Fußabdrücke im Beton.“ Er berichtete, dass die Handwerker es geschafft hatten, innerhalb von nur drei Wochen das Dach komplett zu decken. Bürgermeister Dr. Fetzner dankte allen Beteiligten für die erfolgreiche Durchführung des Projekts. „Ich muss gestehen, ich war erschrocken, als wir erfahren hatten, dass nicht saniert werden kann“, erzählte er. Ursprünglich war der Plan, die Bestandsgebäude umfassend zu sanieren. Doch nach einer Analyse der Gebäudesubstanz entschied man sich für den Abriss. Und doch, so Dr. Fetzner, hätten sich seine Bedenken, etwa ob sich der Neubau gut in das Stadtbild fügen würde, in Luft aufgelöst. Der Aufsichtsratsvorsitzende der bgw, Jörg Soballa, erläuterte, das Gebäude der zweiten Bauphase befinde sich gerade im Abriss. Für die Mieter der Wohnungen des dritten Bauabschnitts sei damit begonnen worden, alternativen Wohnraum zu finden.

1.938 m² Wohnraum

Lorenz Freudenberg, Vorstandsvorsitzender der bgw, stellte die entstandenen Wohnungen im Detail vor: „Wir haben uns bewusst entschieden, kleinere Zweizimmerwohnungen zu bauen, um Menschen mit geringem Einkommen oder geringer Rente ein Zuhause bieten zu können.“ Darüber hinaus gebe es auch Drei- und Vierzimmerwohnungen, im folgenden Bauabschnitt seien sogar Fünfzimmerwohnungen geplant. Die neuen Gebäude seien in bewährter Ost-West-Ausrichtung erbaut, sodass die Wohnungen mit Tageslicht versorgt würden. Die aktuellen Wohnungen sind alle mit Fahrstuhl erreichbar, der sogar Überbreite habe, um den Transport von Fahrrädern zu ermöglichen. Für diese sei ein gesonderter Stellplatz in der Garage vorgesehen.

9 Euro pro Quadratmeter

Die 24 Wohnungen teilen sich wie folgt auf: eine Zweizimmerwohnung mit 44 m², neun Zweizimmerwohnungen mit 60-64 m², sechs Dreizimmerwohnungen mit 81 m² und acht Vierzimmerwohnungen mit 96 m². Darüber hinaus haben einige Wohnungen Terrassen, andere Balkone. Die großen Wohnungen, so betonte Freudenberg, sollen vorzugsweise an Familien mit Kindern vergeben werden, Spielplätze seien für die Hinterseite der Gebäude geplant. Alle Wohnungen seien zudem barrierefrei und könnten später auch für Rollstuhlfahrer nachgerüstet werden. Der kalkulierte Mietpreis von 9 Euro pro Quadratmeter kann ermöglicht werden, da das Grundstück bereits der Genossenschaft gehörte.
Die Gäste hatten dann Gelegenheit, das Gebäude zu begehen und sich selbst ein Bild vom Rohbau zu machen.

Information

Für die Wohnungen kann man bereits jetzt sein Interesse bekunden. Dazu setzen sich potenzielle Mieter mit der Geschäftsstelle der Baugenossenschaft 1911 Weinheim e.G. in Verbindung, Tel. 2591-30, E-Mail: info@bg-weinheim.de.