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Barockschloss Mannheim

Innovative Technik für den Hofmusikraum in Schloss Mannheim

Schloss Mannheim

Marco Verdana

Die Arbeiten im Hofmusikraum schreiten stetig voran.

Zur Zeit ist Schloss Mannheim wegen der Corona-Pandemie für Besucher nicht zugänglich – doch hinter den Kulissen geht die Arbeit der Staatlichen Schlösser und Gärten zur Einrichtung des neuen Hofmusikraums weiter. Eine innovative Technik der Medienstationen, die sich durch Nachhaltigkeit und kontaktlose Funktionen auszeichnet, ist Teil des Konzepts der Präsentation, die momentan im Schloss eingerichtet wird.

Minimaler Energieverbrauch

Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Kriterium der Arbeit der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg. Das gilt insbesondere für Neuinstallationen: An die technische Ausstattung der Medienstationen des neu konzipierten Hofmusikraumes im Schloss Mannheim wurde die Anforderung eines minimalen Energieverbrauchs gestellt. Der sparsame Umgang mit Ressourcen wurde vom Unternehmen clip.trix umgesetzt: Der Player, mit dem der Gast Beispiele der Mannheimer Hofmusik hören kann, benötigt nur etwa ein Tausendstel der Energie, die ein kleiner PC verbrauchen würde. Alle 37 Audioplayer, zwei Bildschirme und drei Mini-PCs benötigen zusammen so viel Energie wie eine einzige Glühbirne – etwa 60 Watt.

Modernste Technik im Hofmusikraum

Im Fokus der Ausstellungspräsentation der Staatlichen Schlösser und Gärten in Zusammenarbeit mit der Agentur space4 und clip.trix steht neben höchsten Hygienestandards durch kontaktlose Funktionen die exzellente Qualität der Audio-Wiedergabe der berühmten Klänge der „Mannheimer Schule“ – zu hören werden außergewöhnliche Einspielungen von Anne-Sophie Mutter, Cecilia Bartoli oder dem Kurpfälzischen Kammerorchester sein. Hohe Hygienestandards und eine ebenso hohe Audio-Qualität wird an den Medienstationen im Raum umgesetzt: Jeder Gast erhält seinen persönlichen Kopfhörer, mit dem er sich – geleitet durch Bodenmarkierungen – an die jeweilige Medienstation begibt. Neben dem Sitzplatz befinden sich kleine Tafeln mit einer kurzen Erklärung und Audiobuchsen, in die der Kopfhörer eingesteckt wird. Der Audio-Player erkennt den Steckvorgang und startet die Wiedergabe. „Mit dem hier umgesetzten Konzept verbinden wir dank modernster Technik Nachhaltigkeit im Energieverbrauch mit höchster Audioqualität und hohen Hygienestandards“, erklärt Dr. Uta Coburger, Konservatorin von Schloss Mannheim. „Unsere Gäste werden einen sensationellen Eindruck der berühmten Mannheimer Hofmusik erhalten.“

Historische Klänge am historischen Ort

Unter der Herrschaft von Kurfürst Carl Theodor spielte eine der größten, besten und zugleich innovativsten Hofkapellen Europas in der Kurpfalz. Musikliebhaber aus ganz Europa kamen damals nach Mannheim, um die Aufführungen des Hoforchesters mitzuerleben. Um einen annähernd authentischen Höreindruck des 18. Jahrhunderts wieder erlebbar zu machen, konzipierten die Staatlichen Schlösser und Gärten den „Hofmusikraum“, der im sogenannten Trabantensaal des Kurfürstlichen Appartements eingerichtet wird. Neben neun kostbaren originalen Streichinstrumenten der Hofkapelle werden Gemälde, Grafiken und ein Bühnenmodell der Hofoper zu sehen sein. Hörstationen und Filme erschließen eindrucksvoll die musikalische Glanzzeit.