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Stadtbibliothek zieht Bilanz

Knapp 125.000 Besucher im Jahr 2018

Stadtbibliotheksleiterin Stephanie Koch ist zufrieden mit den guten Nutzerzahlen.

Haltbar ist in jedem Fall die Bücherei selbst. Mit fast 125.000 Besuchern im Jahr 2018 ist die Bibliothek die am meisten genutzte außerschulische Bildungs- und Kultureinrichtung der Stadt. Das sind durchschnittlich 500 Besucher an jedem Öffnungstag. „Die Bürgerinnen und Bürger schätzen die angenehme Atmosphäre, das aktuelle und vielfältige Angebot und das freundliche Fachpersonal“, so fasst es Bibliotheksleiterin Stephanie Koch in ihrem Jahresbericht zusammen.
4.803 aktive Nutzer leihen regelmäßig Medien aus, Kinder bis zwölf Jahren machen davon 28 Prozent aus. Der Anteil der Senioren über 60 Jahren liegt bei 18 Prozent. Der jüngste „Leser“ wurde mit drei Wochen angemeldet, der älteste ist 93. Jeder Nutzer nimmt im Jahr durchschnittlich 42 Medien mit, dazu kommen sieben heruntergeladene E-Books. Obwohl über 4.000 Medien meist aus Altersgründen die Bibliothek verlassen mussten, ist der Bestand gewachsen, sodass nun rein rechnerisch für jeden Einwohner ein Medium zur Verfügung steht.

Bibliothek als Lernort

Nicht alle Besucher leihen aus. Viele lesen vor Ort die Tageszeitungen oder aktuelle Zeitschriften, surfen im Internet, kopieren oder treffen sich zu Kaffee und Tee und einem Gespräch. Die monatlichen Treffen der Origami-Gruppe laden zum kreativen Entspannen ein. Darüber hinaus hatte die Bibliothek 2018 zu vielen verschiedenen Veranstaltungen eingeladen.
Die Bibliothek ist aber auch Lernort: Konzentriertes Lernen und Arbeiten, einzeln oder als Gruppe, werden ermöglicht durch zahlreiche ruhige Arbeitsplätze, freies WLAN und drei PC-Arbeitsplätze mit Internet. Dieses Angebot werde nicht nur in Prüfungszeiten rege genutzt, berichtet Stephanie Koch. Lernhilfen in Buchform und die Munzinger-Datenbanken liefern zuverlässige und geprüfte Informationen für Schüler. Was die Bibliothek nicht vorrätig hat, kann über Fernleihe von anderen Bibliotheken besorgt werden, 225-mal konnten so Wünsche erfüllt werden.

Internationale Angebote

2013 ist die Stadtbibliothek dem Verein „Metropolcard-Bibliotheken Rhein-Neckar e.V.“ beigetreten und bietet ihren Nutzern somit Zugriff auf die Onleihe und das großes Zeitschriftenportal Pressreader. Unter der Adresse www.metropolbib.de greifen 792 Weinheimer Nutzer regelmäßig auf fast 55.000 Medien aus den Sparten E-Book, E-Paper und E-Audio zu. Der Pressreader umfasst beinahe 7.000 Zeitschriften und Zeitungen aus aller Welt in vielen Originalsprachen. Beide Angebote sind auch über je eine App für Android und iOS verfügbar.

Beliebt bei Kindern

Sehr gut erreicht die Bibliothek Kinder zwischen drei und neun Jahren. Hier zahlt sich die Zusammenarbeit mit Kindergärten und Schulen aus. Neben herkömmlichen Klassenführungen bietet die Bibliothek viele spielerische Einführungen zum Kennenlernen an. 62 Mal besuchten Klassen und Kindergartengruppen die Bibliothek und erlebten so den einfachen Zugang zu Bildung und Unterhaltung. Die Bibliothek unterstützt nicht nur das Bemühen der Grundschulen, sondern auch das der weiterführenden Schulen die Lese-, Informations- und Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler zu fördern und hat dafür diverse neue Angebote entwickelt.
Sommerferienspiele, Comic-Workshop in Kooperation mit der VHS, Sommerleseclub und Lesespaziergang zur Weihnachtszeit, dazu 28 Kindernachmittage für kleinere, 14-mal Lese- und Rätselspaß für größere Kinder, drei Vorstellungen des Figurentheaters Winter, dazu monatlich das mehrsprachige Vorlesen in Zusammenarbeit mit dem Bildungsbüro, Lesenächte und der Spieletreff, betreut vom Kinderschutzbund, bieten ein buntes Programm rund ums Jahr.
Schmökern, spielen und entleihen - 135 Spiele zum Ausleihen wurden neu angeschafft, ebenso neu sind PS4 und andere Games. Insgesamt 1361 Kinder bis 12 Jahre und 531 Jugendliche bis 18 Jahre besuchen die Bibliothek und entleihen durchschnittlich je 28 Medien. Stephanie Koch fasst zusammen: „Wir freuen uns, ein wichtiger Baustein einer kinder- und familienfreundlichen Kommune zu sein und einen grundlegenden Beitrag zur Bildung, zur politischen Teilhabe und zur Orientierung im täglichen Leben bieten zu können.“

Neben dem Buch bietet die Stadtbibliothek auch zahlreiche Online-Angebote an.