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Stadtwerke bieten Energeiberatung

„Kosten und Nutzen müssen immer im Verhältnis stehen“

Stadtwerke

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Im Keller der Stadtwerke: Markus Link (l.) und Sascha Gräter

Gerade in dieser Krisenzeit müssen viele Menschen mehr auf den Geldbeutel schauen als sonst. Denn viele sind in Kurzarbeit und müssen Gehaltseinbußen hinnehmen. Aus diesem Anlass haben die verantwortlichen der Stadtwerke zu einem Pressegespräch geladen, um auf die Energieberatung hinzuweisen. Werksleiterin Martina Schleicher schaute auf die Entwicklung der Energieberatung bei den Stadtwerken zurück und erläuterte, wie sich diese bis heute verändert hat. Markus Link, Abteilungsleiter Vertrieb bei den Stadtwerken hat im Unternehmen im Jahr 2000 angefangen und hat seitdem die Energieberatungen im Haus angeboten. Da aber bestimmte Qualifikationen fehlten, holte man sich die Expertise der Firma Gräter mit dazu. Ferdinand Gräter war über 30 Jahre als Kreisschornsteinfeger tätig und befindet sich nun in Rente. Die Energieberatung bietet er aber weiterhin an. Im Jahr 1999 hat er sich zum Energieberater ausbilden lassen. „Als einer der Ersten in Baden-Württemberg“, wie Gräter betont. Auch sein Sohn Sascha Gräter.

Kostenlose Beratung

Nach Vereinbarung eines Termins kommt der Kunde oder die Kundin in die Stadtwerke und erhält eine kostenlose Beratung. Dabei wird vor allem der Bedarf der Kunden ermittelt. Denn das Thema Energieberatung ist durchaus komplex, da aktuelle Gesetzeslage eine große Rolle spielt. Sollte ein Vor-Ort-Termin als sinnvoll erachtet werden, wird dieser im Anschluss vereinbart. Dieser ist dann allerdings kostenpflichtig. „Nicht alles lässt sich am Schreibtisch klären“, erläutert Sascha Gräter. Der Vorteil der Energieberatung liegt für dir Experten auf der Hand: „Wir wollen nichts verkaufen, sondern eine unabhängige und ganzheitliche Beratung anbieten“, so Ferdinand Gräter. Dieser kann sich dann auch mit Verträgen der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) auseinandersetzen, wenn das geboten ist. „Wir versuchen zu klären, was ist am günstigsten und am sinnvollsten“, sagte Ferdinand Gräter.

Gesetze

Immer im Blick haben die Experten dabei das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und das Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG). Allerdings seien die Gesetze von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich, was sich schon bei einer Fahrt über die Rheinbrücke bemerkbar mache, so Ferdinand Gräter. Ob CO2-Einsparung, KfW-Förderprogramme oder Energieeinsparungsverordnungen, Altbau oder Neubau – die Energieberater sind auf eine Fülle von Themen vorbereitet, wenn die Kunden zum Gespräch in die Stadtwerke kommen. Im Schnitt sind das zurzeit etwa ein bis zwei pro Woche. Erste Anlaufstelle ist Markus Link, der den weiteren Gesprächsbedarf dann abklärt. Am häufigsten werden den Experten Fragen nach dem Verbrauch von Gas, Wasser und Strom gestellt. Auch die Energieeffizienz bei Neuanschaffungen spielt bei den Kunden eine große Rolle. „Es ist immer gescheiter, sich im Vorfeld damit auseinanderzusetzen“, machte Ferdinand Gräter deutlich.

Kosten und Nutzen

Und im Vordergrund stehe bei allen Beratungen: „Kosten und Nutzen müssen im Verhältnis stehen“. Martina Schleicher schätzt vor allem die „Beratung mit Praxisnähe“, die man durch die Firma Gräter erhält. Da man schon lange in der Region beruflich unterwegs sei, habe man auch einen guten Draht zu den Behörden, wie Ferdinand Gräter erzählte. Vor allem das Stadtbauamt spielt als zuständige untere Verwaltungsbehörde in der Energieberatung oft eine große Rolle. Veränderungen habe es in den vergangenen Jahren auf jeden Fall gegeben, wie die Experten feststellten. Vor allem die Umstellung von Öl auf Gas habe sich auf dem Markt bemerkbar gemacht. Von 10 Ölkesseln würden 9 auf Gas gewechselt.

Terminvereinbarung

Wer Interesse an der Energieberatung hat, meldet sich unter Tel. 062 05/28 55 5 14 und bekommt dann entsprechend eine Terminvereinbarung.