Merken

Mehr Radwege, mehr Sicherheit – weniger CO2!?!

Fünf Sitzungen des Mobilitätsbeirates, drei Veranstaltungen der Bürgerbeteiligung, zahlreiche Expertisen und Untersuchungen – nach rund einem Jahr konzentrierter Arbeit in verschiedenen Gremien hat der Gemeinderat am vergangenen Dienstag das Radverkehrsprogramm mit den drei Stimmen unserer Fraktion verabschiedet. Wir sind froh, dass dieses große Projekt über die Ziellinie gelangt ist, nachdem im Technischen Ausschuss am Dienstag der Vorwoche noch zwei Fraktionen einigen Nachbesserungsbedarf und Umformulierungen im Beschlusstext gefordert hatten. Die Fraktion L.E.Bürger/DiB begrüßt den nun getroffenen Beschluss, weil er hilft, unsere Stadt verkehrsfreundlicher zu gestalten, weil gute, sichere Radverbindungen bislang noch nicht erschöpfend die Landkarte von Leinfelden-Echterdingen durchziehen – auch wenn 200 Kilometer Befahrungsnetz nach ziemlich viel klingen. Wir hoffen, dass diese Maßnahme dazu beiträgt, die Zieldefinition des Mobilitätskonzepts der Stadt Leinfelden-Echterdingen zu erreichen, die Steigerung des Radverkehrsanteiles im Modal Split der Verkehrsarten von 12 Prozent im Jahr 2014 auf 17 Prozent anno 2030 zu steigern.

Im Beschluss werden vier Maßnahmen benannt, die sofort angegangen und deshalb detailliert geplant werden sollen. Einen Radweg in der Friedrich-List-Straße bauen, eine Einbahnstraßen-Regelung in der Bahnhofstraße/Stuttgarter Straße einrichten, den Knotenpunkt Rohrer Straße/Hans-Holbein-Straße umzubauen und die Route Untertorstraße-Hinterhofstraße-Langwiesenstraße (bis an den Parkplatz der Goldwiesenschule) zur Fahrradstraße umgestalten. Grundsätzlich begrüßen wir diese Projekte, wenngleich bei Teilen unserer Fraktion auch eine gewisse Skepsis über die Umsetzbarkeit der einen oder anderen Maßnahme besteht. Aber die detaillierte Planung sollte diese Fragen (hoffentlich) in Überzeugung auflösen, Diskussionen mit den Betroffenen und in den Gremien werden den Weg weisen. Sämtliche Einzelmaßnahmen müssen vor Baubeginn von den zuständigen Gremien beschlossen werden. Wir wollen dabei darauf achten, das große Ganze nicht aus den Augen zu verlieren, also den Verkehrsmix ganzheitlich zu denken und nicht ein Verkehrsmittel (Fuß/Rad/ÖPNV/PKWs) gegen das andere auszuspielen. Wer pro Radwege ist, muss nicht grundsätzlich gegen den motorisierten Individualverkehr und mögliche Umgehungsstraßen arbeiten, wer die Wege für Fußgänger attraktiv und sicher gestalten will, kämpft nicht gegen den Radverkehr. Die L.E.Bürger/DiB-Fraktion wünscht sich ein LE, das alle Verkehrsarten adäquat berücksichtigt, das aber gleichzeitig darauf setzt, die umwelt- und klimaschonenden Verkehrsmittel zu fördern.

Wir haben uns, das sei abschließend betont, sehr darüber gefreut, wie dieser Prozess durchgeführt wurde – in einer Offenheit, der allen Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt und jeder Interessensgruppe die Möglichkeit geboten hat, aktiv am Maßnahmenkatalog mitzuarbeiten.