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Hockenheimer Frühling

Mit der Sonne kamen die Besucher

Marktschreier

Dominic Manuel

Marktschreier beim Hamburger Fischmarkt

Während es am Freitag und Samstag regnete und für wenige Besucher sorgte, war es am Sonntag deutlich freundlicher. Und so konnten sich die Veranstalter über eine gute Resonanz in den Hotspots freuen.

Hamburger Fischmarkt

Das war diesmal unter anderem der Zehntscheunenplatz, der mit einer Neuerung aufwartete. Der Hamburger Fischmarkt lockte mit seinen Marktschreiern viele interessierte Besucher an. 25 Händler waren vor Ort, sechs davon boten ihre Waren lautstark über Mikrofone an. Diese Marktschreier hatten so illustre Namen wie „Käse Rudi“, „Wurst-Herby“ oder „Bananen-Fred“. Was einen guten Marktschreier ausmacht, weiß Dirk Willi Rösgen. Er organisierte den Hamburger Fischmarkt. „Ein Marktschreier muss spontan und lustig sein“, so Rösgen. Und er muss Ausdauer haben. Schließlich preisen die Händler ihre Waren den ganzen Tag lang an.

Marketing Verein

Das erste Mal überhaupt machte der Hamburger Fischmarkt Halt in Hockenheim. Und wenn es nach Rösgen geht, kommt der Tross gerne wieder. Die Zusammenarbeit mit dem Hockenheimer Marketingverein, der das Frühlingsfest wieder veranstaltete, lobte Rösgen ausdrücklich. Schade war für die beteiligten lediglich, dass die beiden Wettbewerbe „Bierkrugstemmen“ und „Nachwuchs-Marktschreien“ mangels Teilnehmer ausfallen mussten. Das war aber vielleicht auch dem schlechten Wetter am Freitag und Samstag geschuldet.

Verkaufsoffener Sonntag

Beim verkaufsoffenen Sonntag durften sich die zahlreichen Einzelhändler und Gastronomen über viele Besucher in der Innenstadt freuen. Viele nutzten die Gelegenheit, um mit besonderen Aktionen, Rabatten und Verlosungen auf sich aufmerksam zu machen. Da machten auch Iris Schlampp und Eva Ciuman von der Steuerungsgruppe Fairtrade-Town. Die Zertifizierung der Stadt Hockenheim zur Fairtrade-Town ist auf den Weg gebracht. Die Steuerungsgruppe, die unter anderem Events plant und Öffentlichkeitsarbeit zum Thema leistet sucht weiterhin Mitstreiter.

Sonntag

Am Stand auf der Fortuna-Kreuzung, passend neben dem des Weltladens Arche platziert, gab es Infos über die Aktivitäten der Gruppe. Ein paar Meter weiter parkte am Sonntag der Hoffexpress, ein Fanmobil der TSG Hoffenheim. Mit einem Tischkicker, einem Buzzerquiz, der 1899 Wissensmeisterschaft und einer Reaktionswand, mit der schon Torwart Oliver Baumann trainierte, wurde vor allem jüngeres Publikum angesprochen. Nach den Mittagsstunden füllten sich die Straßen und Plätze am Sonntag zusehends, so dass auch die Händler zufrieden sein konnten. Eine Ahnung, wie sich ein Ausflug nach Italien anfühlt, konnte man beispielsweise beim Modehaus „Stiletto“ bekommen.
Wie in den vergangenen Jahren luden zahlreiche Sitzgelegenheiten zum Verweilen ein. Und das wurde mit selbstgemachten Cocktails sowie Snacks von der „Italiano Bar“ belohnt. Alles natürlich ganz mit italienischer Geschmacksnote. Der Alleinunterhalter Matteo Di Maggio fuhr musikalisch ebenfalls die „italienische“ Schiene, wie er selbst sagte. Als Höhepunkt bei Stiletto winkte für die Besucher eine Gutscheinverlosung.

Stadthalle

Dass in den Nachmittagsstunden sich immer häufiger die Sonne zeigte, sorgte auch dort vor Ort für beste Stimmung. Die gab es auch im Innenhof der Stadthalle. Dort fand erstmals ein Jazz-Frühschoppen statt. Die SRH-Bigband aus Heidelberg sorgte für schmissige Töne und eine entspannte Atmosphäre. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, zu verweilen und verwöhnte die Zuhörer mit Swing, Funk, Soul und Latin. Für eine kulinarische Besonderheit hatte das Stadthallenrestaurant Rondeau sich die Ochsenbraterei Fessler aus Odenheim als Partner mit ins Boot geholt. „In der Spitze saßen draußen bis zu 350 Leute“, freute sich Rainer Weiglein, Geschäftsführer der Stadthalle.
Mit dem Angebot im Innenhof sieht man sich als gutes „Bindeglied zum Marktplatz“ mit seinem Rummel. Dort gab es die üblichen Fahrgeschäfte, die vor allem Kinder und Jugendliche in ihren Bann zogen. Neben dem obligatorischen Autoscooter gab es diesmal einen sogenannten Scheibenwischer namens „Shock“, der seine Fahrgäste in luftige Höhen schaukelte. Etwas ruhiger ging es am Boden zu, wo Wurf- und Schießbuden auf Teilnehmer warteten. Essensstände lockten mit süßen und deftigen Speisen.
Bis in die Abendstunden lockte der Trubel die Menschen zu den Plätzen. Am Montag und Dienstag stand dann wieder der Rummel auf dem Marktplatz ganz im Fokus des Geschehens. Die Marktschreier vom Hamburger Fischmarkt waren da schon wieder auf Tour zu ihrer nächsten Station in Boppard. Vielleicht sieht und hört man sich im nächsten Jahr wieder in Hockenheim.