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Schwetzingen erweitert Testkapazität

Nur ein Puzzlestein, aber ein enorm wichtiger

dm-Mitarbeiterin Monika Strasser führte bei OB Dr. René Pöltl den Testabstrich durch und konnte 15 Minuten später mit ihrer Kollegin Lara-Sophie Peter das Resultat „Negativ!“ verkünden.

„Ich kann nur Danke sagen, denn es ist nicht selbstverständlich, dass die freie Wirtschaft bereit ist, so in die Pflicht zu gehen!“ Mit diesen Worten kommentierte Oberbürgermeister Dr. René Pöltl die Neueröffnung eines auf dem Parkplatz vor dem dm-drogerie markt in der Hockenheimer Landstraße 4-8 eingerichteten Corona-Schnelltest-Zentrums. In der Tat befindet sich dieses Zentrum nicht nur in enger räumlicher Nähe zu einer der bundesweit 2040 Filialen der Drogeriekette. Nein, das Zentrum wird sogar von Mitarbeiterinnen des 1973 in Karlsruhe von Professor Götz Werner aus der Taufe gehobenen Unternehmens betrieben. Am Tag der Eröffnung waren dies Monika Strasser und Lara-Sophie Peter.

Negativ

Letztgenannte war für die Laborauswertungen zuständig, wohingegen die Erstgenannte die Testabstriche vornahm. So auch beim Stadtoberhaupt, dem damit sozusagen die Testzentrum-Premiere vorbehalten blieb. Nach gut viertelstündiger Wartezeit lag das Ergebnis des oberbürgermeisterlichen Tests vor. Und es lautete wie folgt: „Negativ!“

Daumen drücken

In Zeiten, in denen ein solcher Befund ja etwas überaus Positives ist, kam Dr. Pöltl zudem zu dem Schluss, dass es besonders mit Blick auf die sehr viel ansteckenderen Virusvarianten enorm wichtig sei, Infektionsketten zu unterbrechen. Hierbei seien Teststationen ein entscheidender Faktor. Was obendrein bewirke, dass die Wirtschaft wieder stärker öffnen könne. Nicht minder wichtig ist für den OB, dass direkt am neuen Testzentrum ausreichend Parkplätze vorhanden seien. Nun, so sein Fazit, drücke er „alle Daumen, dass wir die Ziellinie sehen“. In diesem Zusammenhang wollte er nicht außen vor lassen, dass Deutschland inzwischen unter den großen Nationen der Welt bei der Impfquote auf dem vierten Platz liege.

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Gemeinsam gaben Christiane und Gerald Moll von der Moll-Grundstücksverwaltung GmbH & Co. KG, Oberbürgermeister Dr. René Pöltl, die Leiterin der Schwetzinger dm-Filiale Ulrike Elm, dm-Gebietsverantwortliche Petra Schindler-Schwind und Frederik Adam vom Ortsverein Schwetzingen des das Projekt unterstützenden Deutschen Roten Kreuzes (v.l.) den symbolischen Startschuss für den Betrieb des neuen Corona-Schnelltest-Zentrums vor dem dm-drogerie markt in der Hockenheimer Landstraße 4-8.

Enge Zusammenarbeit

Gerald Moll von der Moll Grundstückverwaltung GmbH & Co. KG, der das Gesamtareal gehört, verwies darauf, dass der Mensch nicht nur in der Unternehmensphilosophie der dm-drogerie märkte ein wichtiger Teil sei. Sondern auch für seine Firma. Aus seiner Sicht ist das neue Testzentrum jedoch nur ein „Puzzlestein von vielen“. Denn im Sommer werde beispielsweise der Schwetzinger dm-drogerie markt erweitert. Und zwar so, dass es breitere Gänge und damit größere Abstände zwischen den Kunden gebe. Gleichfalls eine Erwähnung wert war Gerald Moll, wie eng die Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Betreiber des Testzentrums bisher verlaufen sei.

Ein Test pro Woche

Im Testzentrum einmal pro Woche kostenlos auf das Coronavirus testen lassen können sich Bürger*innen von Montag bis Samstag von 9 bis 17 Uhr. Bei Vollauslastung wären dies in Schwetzingen 88 Kund*innen pro Tag. Nach der Durchführung des Antigen-Schnelltests werden die Getesteten nach rund 15 Minuten per E-Mail über die natürlich zertifizierten Test-Ergebnisse benachrichtigt.

Online anmelden

Zu diesem Testergebnis kommt man in vier Schritten. Erstens: Online unter untenstehendem Link oder über die „Mein dm“-App das gewünschte Schnelltest-Zentrum aussuchen und einen Termin für den kostenlosen Test wählen. Der zweite Schritt besteht darin, symptomfrei mit medizinischer oder FFP2-Maske, Terminbestätigung sowie gültigem Ausweisdokument pünktlich zum Testzentrum zu kommen. Minderjährige benötigen obendrein eine ausgefüllte Einwilligungsbestätigung der Erziehungsberechtigten. Drittens klärt geschultes Personal über das Testverfahren auf und entnimmt für den Test aus dem vorderen Bereich der Nase einen Abstrich. Viertens und letztens erhält der Getestete nach etwa 15 Minuten per E-Mail das zertifizierte Ergebnis.

Möglichkeit schafft Sicherheit

Auf den Weg gebracht hat dm das „Projekt Corona-Schnelltest-Zentren“ Anfang März gemeinsam mit der Landesregierung. Damit sollen die Bundesregierung und die Länder bei der Bewältigung der Pandemie unterstützt werden. „Je mehr Teststationen es gibt“, sagte hierzu dm-Gebietsverantwortliche Petra Schindler-Schwind, „desto besser für die Gemeinschaft, weil kontrollierte Schnelltests für mehr Sicherheit sorgen.“

Normalität

Langfristig verfolge man das Ziel, dass die Menschen in ihrem Alltag wieder ein Stück Normalität erleben und zum Beispiel Bildungs- oder Kultureinrichtungen wieder besuchen sowie andere Einzelhandels- und Dienstleistungsangebote nutzen könnten. Im ganzen Bundesgebiet liefen derzeit die Vorbereitungen auf Hochtouren. Alles in allem gehe man davon aus, dass schon in den nächsten Tagen weitere Standorte für die dm-Corona-Schnelltest-Zentren öffnen werden. Bis voraussichtlich Ende April sollen dann 500 Schnelltest-Zentren bundesweit aktiv sein. Geplant sind insgesamt mindestens 1000 solcher Zentren.

Eine Übersicht der bisher geöffneten Schnelltest-Zentren gibt es hier.