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Proteen

N.Weiß

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

seit etwas mehr als 2 Monaten arbeite und lebe ich nun hier in Pfalzgrafenweiler. Und was soll ich sagen - meine Familie und ich wurden herzlich aufgenommen und wir fühlen uns nach so kurzer Zeit schon richtig angekommen.

Zu Beginn meiner Tätigkeit investiere ich viel Zeit ins Kennenlernen, Hinhören und Hinschauen. Ich durfte schon mit einigen leidenschaftlich engagierten Ehrenamtlichen sprechen und viele fröhliche Kinder und Jugendliche (vor allem Konfis) kennenlernen. Außerdem versuche ich, über den Tellerrand der Kirchengemeinde hinauszuschauen und suche Kontakte zu anderen Gemeinden (z.B. Missionsgemeinde), zum ejw Freudenstadt, aber auch zum Bürgermeister und der Schulleitung der Grund-, Werkreal- und Realschule Pfalzgrafenweiler. Dadurch hat sich relativ schnell ergeben, dass ich regelmäßig donnerstags in der langen Mittagspause die Schulsozialarbeiterin Jennifer Schilling unterstütze und so schnell Kontakt zu Schülerinnen und Schülern bekomme.

Darüber hinaus bin ich im Konfiunterricht dabei, arbeite bei der Trainee-Mitarbeiterschulung mit und gestalte den monatlich stattfindenden Godi Young mit.

Ein erstes Highlight war das Mitarbeiterfest, das am 21. Oktober mit ca. 50 Mitarbeitenden im Saal des Gemeindehauses stattfand. Nachdem es schon länger keinen solchen Abend mehr gegeben hatte, war im Vorfeld nicht klar, wie viele Mitarbeitenden sich würden einladen lassen. Dass es dann so viele waren, freute den Jugendvorstand und mich sehr. Gemeinsam hatten wir ein leckeres Essen, liebevolle Deko und ein abwechslungsreiches Programm organisiert, um den Mitarbeitenden für ihren Einsatz in den vergangen Coronajahren zu danken.

Neben allen Begegnungen ist natürlich eine wichtige Frage, die alle Beteiligten und mich sehr beschäftigt, wie die neuen Wege in der Jugendarbeit konkret aussehen werden. Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich da natürlich nur erste Eindrücke und Gedanken weitergeben.

Mit der Entscheidung, vom 27.02.-04.03.2023 eine Truestory-Jugendwoche durchzuführen, haben wir ein erstes konkretes Projekt ins Auge gefasst, das Jugendliche anziehen und begeistern soll. Bei dieser Eventwoche, in der wir das Evangelische Gemeindehaus in das größte Wohnzimmer verwandeln wollen, das Pfalzgrafenweiler je gesehen hat, wird niederschwellig und jugendgemäß über Glaube und Jesus gesprochen. Ich erhoffe mir, dass unter den teilnehmenden Jugendlichen eine Dynamik entsteht, sodass wir im Anschluss an die Woche einen Jugendkreis/ Jugendtreff gründen können.

Ein weiterer Schwerpunkt wird die Zielgruppe der jungen Erwachsenen sein. Viele junge Menschen, die jahrelang Teil der Jugendarbeit waren und nach und nach "rausgewachsen" sind, fragen sich, wo ihr Ort in der Kirchengemeinde sein kann.

Ich kann noch nicht genau sagen, wie ein Angebot aussehen könnte, denn dafür möchte ich mich noch bis Ende des Jahres mit Interessierten zusammensetzen und ins Gespräch kommen.

Abschließend möchte ich ausdrücklich betonen, wie dankbar ich über die Möglichkeiten und offenen Türen bin, die ich hier im Ort und in der Evangelischen Kirchengemeinde vorfinde. Das macht richtig Lust, mit den jungen Menschen etwas zu entwickeln und ihnen eine geistliche Heimat zu schaffen.

Mit freundlichen Segensgrüßen,

Alfred Heß