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Regeln Gastronomie und Co.

Public Viewing bei der Fußball EM: Wo man schauen kann

Public Viewing zur Fußball EM ist in diesem Jahr oft nicht möglich. Dennoch muss auch nicht ganz darauf verzichtet werden. Es gilt jedoch einiges zu beachten.

Jens Zehnder - pixelio.de

Public Viewing zur Fußball EM ist in diesem Jahr oft nicht möglich. Dennoch muss auch nicht ganz darauf verzichtet werden. Es gilt jedoch einiges zu beachten.

Die Fußball-Europameisterschaft ist in vollem Gange. Hunderte oder Tausende Menschen stehen eng an eng zusammen und jubeln, kreischen, schimpfen diskutieren. Alle mit abwaschbaren Tattoos und Co geschminkt, Fanschals um den Hals und Fahnen in der Hand. Vor ihnen eine große Leinwand. So kennen wir normalerweise das Bild solcher Fußballturniere. Doch seit einem Jahr ist alles anders.

Auch wenn inzwischen Lockerung um Lockerung kommt, die Fallzahlen weiter sinken, so gibt es noch viele Regeln und Verordnungen zu beachten. Da stellt sich die Frage, was ist eigentlich erlaubt? Darf es überhaupt Public Viewing geben?

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In Fan-Outfit gemeinsam Fußball schauen, das wollen sich auch in diesem besonderen Jahr viele nicht nehmen lassen.

RGStudio/E+/Getty Images

In Fan-Outfit gemeinsam Fußball schauen, das wollen sich auch in diesem besonderen Jahr viele nicht nehmen lassen.

„Klassisches Public Viewing, wie wir es kennen, kann bei der anstehenden Fußball-EM aufgrund der Pandemie leider nicht stattfinden“ heißt es vonseiten des Landesministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration in Baden-Württemberg. In der Gastronomie sei das Übertragen von Spielen – etwa in Biergärten – jedoch unter den allgemein geltenden Regeln möglich, heißt es weiter.

Geselliges Beisammensein möglich

In überschaubarer geselliger Runde zusammensitzen, etwas essen und trinken, und dabei Fußball schauen, diese Möglichkeit bieten vielerorts die inzwischen wieder offenen Lokale. Doch auch hier gilt es einiges zu beachten. Fußball geschaut werden kann unter denselben Bedingungen, die auch sonst für den Besuch des Gastgewerbes gelten. „Die sind ziemlich kompliziert“, wie Daniel Ohl, Pressesprecher des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Baden-Württemberg (DEHOGA BW) mitteilt.

Problem ist oft die fehlende Planungssicherheit zum Beispiel wegen plötzlich steigender Inzidenzen. Aktuell dürfen die Gaststätten vielerorts bis 1 Uhr nachts geöffnet bleiben. „Sobald aber die Inzidenz wieder 3 Tage über 50 steigt, müssen die Betriebe in den betreffenden Kreisen nach aktuell geltender Verordnung um 22 Uhr schließen. Spiele, die um 21 Uhr beginnen, könnten dann nicht mehr komplett gezeigt werden“, schildert Ohl.

Große Leinwände werden oft fehlen, doch vor allem in Biergärten dürften sich Fußball-Fans oft zum gemeinsamen Schauen treffen.

delectus/iStock/Getty Images Plus

Große Leinwände werden oft fehlen, doch vor allem in Biergärten dürften sich Fußball-Fans oft zum gemeinsamen Schauen treffen.

Fehlende Planungssicherheit

Laut Ohl werde die Möglichkeit von Fußballübertragungen im Gastgewerbe zwar durchaus genutzt, aber aufgrund der fehlenden Planungssicherheit bezüglich der Inzidenzentwicklung und der strengen Auflagen vermutet er, dass es „weniger Angebote zum Fußball-Schauen in der Gastronomie gibt als in 'normalen Jahren' “.

Außerhalb der Gastronomie sind laut Landesministerium für Soziales, Gesundheit und Integration auch Konzepte denkbar, die einem Open Air-Kino nahe kommen. Werden gewisse Regeln eingehalten, können also auch Public Viewings vor einer großen Leinwand auf öffentlichen Plätzen stattfinden. Dann zählen sie zum Bereich der Kulturveranstaltungen.

Die Fußball EM zieht wieder viele in ihren Bann.

Foto: TuiPhotoengineer / iStock / Getty Images Plus / gettyimages

Die Fußball EM zieht wieder viele in ihren Bann.

Hierzu müssen aber unter anderem Ordner für die Einhaltung der Abstandsregeln Sorge tragen. Das bedeutet natürlich einen gewissen Aufwand. Zudem müssen feste Sitzplätze vorhanden sein, Kontaktdaten aufgenommen und die Personenanzahl klar reguliert werden. Das bloße Aufstellen einer Leinwand an einem öffentlichen Platz ohne Zugangskontrollen durch Ordner reicht also nicht aus.

Wenig große Leinwände

Die meisten Landkreise im Ländle liegen inzwischen unter der 35er Inzidenz (alle aktuellen Werte der Kreise gibt's tagesaktuell hier). Bleibt dieser Wert stabil für mindestens fünf Tage unter 35, sind Kulturveranstaltungen mit bis zu 750 Menschen im Freien möglich. Außerdem gilt überall eine Maskenpflicht. Die Maskenpflicht entfällt nur bei Veranstaltungen im Freien, und auch nur am Sitzplatz. Grundsätzlich gelten laut Sozial-Ministerium die 3Gs (genesen, getestet, geimpft).

„Bei Inzidenzen unter 35 kann bei Veranstaltungen, die ausschließlich im Freien stattfinden, auf den Test-, Impf- oder Genesenennachweis verzichtet werden“, so das Landesministerium für Soziales, Gesundheit und Integration.

Public Viewing wie 2014 wird es nicht geben

In Stuttgart beispielsweise gibt es die Möglichkeit, die deutschen Spiele in einer Art Open Air-Kino im Mercedes Benz Museum zu verfolgen. Insgesamt bleiben solche Übertragungen an öffentlichen Plätzen jedoch die Ausnahme. Denn vielen Kommunen scheint  der Aufwand, mit Ordnern die Umsetzung der Abstandsregeln und die festgeschriebenen Personenzahlen zu kontrollieren, zu groß.

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Alles ist dieses Jahr anders

Im Heidelgarden in Heidelberg gibt es normalerweise eine große Leinwand. Diese Jahr ist das jedoch nicht der Fall. Zumindest aber im Heidelbeach sollen Fernseher aufgestellt werden und für bis zu 250 Menschen eine kleines Public Viewing-Feeling bieten.

In diesem Jahr ist also vieles anders und komplizierter. Möglichkeiten zum Fußballschauen gibt es aber dennoch. Vieles wird sich aber vor allem auf die Gastronomie begrenzen.

Alle Infos zur EM und den Spielplan zum Ausrucken gibt's hier