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Verantwortlich auch beim Umweltschutz

Schutzgemeinschaft Deutscher Wald ehrt Klaus Nussbaum

Preisübergabe bei Nussbaum Medien St. Leon-Rot: Klaus Nussbaum erhält den Ehrenpreis der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald

Tanja Dammert

Minister Peter Hauk MdL (CDU), SDW-Geschäftsführerin Nicole Fürmann, MdL Karl Klein (CDU) und Ulrich Kienzler (SDW) (v.l.) überreichen Klaus Nussbaum (Mitte) Urkunde und Ehrenpreis.

„Sie gehen mit Mut in die Zukunft“, griff Peter Hauk zu Beginn seiner Laudatio genau den Leitspruch auf, den sich das Unternehmen von Klaus Nussbaum, Nussbaum Medien, zum 60. Jahr des Bestehens gewählt hat.

Premiere

Der baden-württembergische Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz hatte am vergangenen Donnerstag die Einladung gerne angenommen, den 2020 erstmals verliehenen Ehrenpreis der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) für besondere Leistungen im Wald- und Naturschutz zu überreichen. Zwar musste die Übergabe coronabedingt in kleinem Kreis stattfinden, die Botschaft kam dennoch an: „Die Bedeutung des Waldes als die natürliche Lebensgrundlage sowie nicht zuletzt auch für den weltweiten Klimaschutz immer im Blick zu haben, ist Ihre unternehmerische Grundhaltung“, so Hauks Lob an Klaus Nussbaum.

Preisübergabe in St. Leon-Rot

Tanja Dammert

MdL Peter Hauk, Klaus Nussbaum und Ulrich Kienzler (SDW)

Untrennbar verbunden

Mit dem erstmals verliehenen Ehrenpreis würdigt die SDW künftig jährlich Personen oder Unternehmen im Land, die sich in besonderem Maße um den Wald verdient gemacht haben. Auf Klaus Nussbaum und damit untrennbar auch auf Nussbaum Medien trifft dies gleich mehrfach zu.

2011 gründete Klaus Nussbaum die Nussbaum Stiftung, u.a. mit dem Ziel, benachteiligten Kindern und jungen Menschen durch Bildung bessere und langfristige Perspektiven zu ermöglichen. So entstand 2020 die Idee, das WaldMobil der SDW zu unterstützen. Bereits seit 25 Jahren ist dieses unterwegs im ganzen Land, bringt die Schulen zum Wald und den Wald in die Schulen. Doch nicht genug: Mit „WaldMachtMut“ entwickelten die Nussbaum Stiftung und die SDW noch im selben Jahr ein maßgeschneidertes Projekt, das vor allem Schulklassen von Haupt- und Gemeinschaftsschulen über geschulte Waldpädagog*innen den Zugang zum Wald vermittelt.

Auch mit der eigens konzipierten Spendenplattform gemeinsamhelfen.de fördert die Nussbaum Stiftung regelmäßig Projekte der SDW: „500 Bäume für Egenhausen“ waren das Ziel einer Aktion, die auf der Plattform für Spenden zur Pflanzung eines Klimawaldes in der Schwarzwaldgemeinde warb – mit Erfolg. „Ein echtes Vorbild“, meint auch der Minister, das inzwischen landesweit schon einige Nachahmer gefunden habe.

Nachhaltige Produktion

Aber auch bei der Produktion setze Nussbaum Medien auf Nachhaltigkeit, und zwar nicht nur, weil, wie Peter Hauk feststellte, die Verbindung wortwörtlich auf der Hand liege: Schließlich verwende der Verlag für seine knapp 400 wöchentlich erscheinenden Amts- und Mitteilungsblätter zertifiziertes Papier, das zu einem Viertel aus Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Dauerwäldern besteht und von einem Papierhersteller stammt, der selbst SDW-Mitglied ist. Aber auch, weil die Verarbeitungskette mit recycelbaren Druckplatten, Strom aus Wasserkraft sowie effizienter Servernutzung auch in anderen Bereichen nachhaltig umgesetzt wird. "Wir brauchen Aktivisten wie Sie, weil die Wälder vor dramatischen Herausforderungen stehen“, so das Fazit des Ministers, das dieser mit der Hoffnung verband, „dass Ihr Ideenreichtum, wie man Wald und Gesellschaft etwas Gutes tun kann, nicht versiegen wird und wir auf weitere Projekte in diesem Bereich gespannt sein dürfen.“

 

Ehrenpreis der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald für Klaus Nussbaum

Tanja Dammert

Der Ehrenpreis: eine vom Künstler Peter Wagensonner gestaltete Kugel aus Nussbaumholz.

Lob vom Fachmann

Auch Ulrich Kienzler, der als Vertreter der SDW an diesem Abend Klaus Nussbaum den Ehrenpreis – eine vom Künstler Peter Wagensonner gestaltete Kugel aus Nussbaumholz - überreichte, dankte dem Unternehmer: Die SDW als eine der ältesten Bürgerinitiativen setze sich bereits seit über 70 Jahren für den Erhalt des Waldes, aber auch für dessen nachhaltige Nutzung ein. Kienzler, im Hauptberuf Leiter des Karlsruher Forstamts, weiß, wovon er spricht: Schließlich kennt er aus eigener Erfahrung die Wichtigkeit des Waldes als CO2-Speicher, Wirtschaftsfaktor und Naherholungsgebiet. Gerade deshalb sei es wichtig, diese bei nachfolgenden Generationen zu verankern, was mit Projekten wie „WaldMachtMut“ und dem Waldmobil auch hervorragend gelänge.

Zukunftssignal

Umso größer sei die Freude, dass mit Klaus Nussbaum ein Unternehmer ausgezeichnet wird, der mit seiner Philosophie dieses Engagement umfassend umsetze. Bei einer gemeinsamen Baumpflanzung im März im Garten des Oswald-Nussbaum-Kinderhauses wolle man das symbolisch weiterführen  – als Signal für eine weitere erfolgreiche Zusammenarbeit.

Minister Peter Hauk bei der Laudatio für Klaus Nussbaum anlässlich der Ehrenpreisverleihung der SDW

Tanja Dammert

Peter Hauk MdB, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz hielt die Laudatio.
Ulrich Kienzler von der SDW bei seiner Ansprache anlässlich des Ehrenpreises für Klaus Nussbaum

Tanja Dammert

Ulrich Kienzler von der SDW würdigte das Engagement von Klaus Nussbaum in seiner Grußbotschaft.
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100.000 Bäume für Baden-Württemberg

„Ich sehe uns auch stellvertretend für viele Unternehmen, die sich für Klimaschutz stark machen“, erläuterte Klaus Nussbaum sein Engagement.  Er sehe den Preis vor allem als Verpflichtung, dem eingeschlagenen Weg treu zu bleiben. Wichtig sei für ihn vor allem, dass Dinge „zu Ende gedacht“ würden. So kündigte er an, dass die Nussbaum Stiftung in den kommenden 10 Jahren jährlich 10.000 Bäume pflanzen wolle. „100.000 Bäume in 10 Jahren – das ist nachhaltig!“ Im Sinne des Umweltschutzes zu handeln sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, ist der Geehrte überzeugt. „Davon Teil zu sein, macht mich stolz und das ist das Fundament dafür, das Geld, das wir als Unternehmen generieren, auch wieder nachhaltig zurückgeben zu können.“ Gemäß der Kernwerte von Nussbaum Medien, zuverlässig, verantwortlich und ehrlich zu handeln, langfristig zu denken, Bildung zu fördern sowie Gemeinwohl und Demokratie zu stärken. „Es ist noch nicht zu spät, wir müssen einfach handeln“, ist Klaus Nussbaum überzeugt.

Rotary Award 2020

Schuster

Das Gemeinschaftsprojekt "WaldMachtMut" von SDW und Nussbaum Stiftung war dem Rotary Club Schwetzingen - Kurpfalz 2020 die Auszeichnung mit einem Award wert.
WaldMachtMut in Brackenheim

sdw

Wie hier in Brackenheim arbeiten seit 2020 geschulte Waldpädagog*innen mit Schulklassen beim Projekt "WaldMachtMut"
Übergabe des SDW-Ehrenpreises an Klaus Nussbaum

Tanja Dammert

In kleinem Kreis und unter Einhaltung der Corona-Regeln fand die Preisübergabe statt.
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Infos zur Schutzgemeinschaft Deutscher Wald

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) wurde 1947 gegründet und ist damit eine der ältesten Bürgerinitiativen in Deutschland. Ziel der Gemeinschaft von engagierten Waldschützern, ist es laut eigenen Angaben, unter Befürwortung einer schonenden Nutzung die Schönheit und Gesundheit des Waldes zu erhalten. Die SDW ist ein gesetzlich anerkannter Naturschutzverband. Sie darf deshalb in allen Planungen mitwirken, die Wald und Natur beeinflussen. In fundierten Stellungnahmen werden waldschonende Lösungen erarbeitet. Eine weitere Aufgabe ist die konstruktive Mitarbeit zum Wohl des Waldes in vielen wichtigen Gremien, so Naturschutz-, Landschaftsschutz- und Jagdbeiräten. Die SDW hat 15 Landesverbände, die die Arbeit der Kreis- und Ortsverbände koordinieren und landesweite Projekte für den Wald durchführen. 25 000 Mitglieder organisiert in ca. 350 SDW-Gruppen, führen die aktive Naturschutzarbeit vor Ort durch, mit dem Ziel, Menschen Wald und Umwelt näher zu bringen und damit das Umweltbewusstsein zu stärken. Die Kinder und Jugendlichen stehen hier besonders im Mittelpunkt des Engagements.


Was mit Waldjugendeinsätzen und der Einrichtung von Schulwäldern begann, hat heute zu einem vielfältigen und lebendigen Angebot in der Wald- und Umweltpädagogik geführt. So zählen unter anderem Jugendwaldheime, Waldjugendspiele, Waldschulen, Waldkindergärten, Patenforste, Waldlehrpfade und mobile Waldschulen zu den waldpädagogischen Aktionen der SDW. Auch durch Informationsmaterialien, Exkursionen, Veranstaltungen und Aktionen zum Wald, Holz und Umwelt wird der Wald den Bürgern nähergebracht.

Infos zum Landesverband Baden-Württemberg gibt es hier.