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Urgestein der Stadtverwaltung geht

Schwetzinger Hauptamtsleiter Jürgen Feilhauer verabschiedet

Yvonn Rogowski, Dr. René Pöltl (v.l.) und BM Matthias Steffan verabschiedeten Jürgen Feilhauer (2.v.r.) in den wohlverdienten Ruhestand.

Stadt/ab

Yvonn Rogowski, Dr. René Pöltl (v.l.) und BM Matthias Steffan verabschiedeten Jürgen Feilhauer (2.v.r.) in den wohlverdienten Ruhestand.

„Ein wahrhaftiges 'Urgestein' der Stadt Schwetzingen geht jetzt in den wohlverdienten Ruhestand“, so resümierte Oberbürgermeister Dr. René Pöltl bei der Verabschiedung des langjährigen Hauptamtsleiters Jürgen Feilhauer dessen berufliche Laufbahn bei der Stadt. Bereits seine Ausbildung im gehobenen Verwaltungsdienst absolvierte er bei der Stadtverwaltung Schwetzingen und kam - nach Stationen im Landratsamt und einem Studium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl - im Jahr 1983 als Stadtinspektor zur Ausbildung wieder ins Schwetzinger Rathaus zurück. Seine Ausbildung hatte er noch unter Bürgermeister Kurt Waibel begonnen, und er hat seither alle Oberbürgermeister und somit "prägende und spannende Jahre in der Stadt" miterlebt, so Pöltl.

Erste Amtshandlung mit Folgen

Gleich seine erste Amtshandlung, die Umstellung der Registratur auf ein zeitgemäßes Aktensystem, hat noch heute weitreichende Folgen für die Verwaltung, da dieser Aktenplan nun die Grundlage des neu eingeführten e-Akten-Systems „enaio“ bildet. Am 1. Januar 1988 übernahm Jürgen Feilhauer dann die Leitung der Personalabteilung. Zusätzlich steuerte er im Auftrag des damaligen Bürgermeisters verschiedene Projekte aus allen Bereichen der Verwaltung.

Schulentwickler

Seit dem 1. Januar 1990 leitete er dann das Hauptamt, so dass er neben der Personalwirtschaft, der allgemeinen Verwaltung und den Gemeinderatsangelegenheiten auch für den Bereich Schule, Sport und Kultur zuständig war. Unter seiner Leitung entstanden die ersten Schul- und Kindergartenentwicklungspläne.

Digitalisierer

Ein weiterer Bereich, der sich stetig vergrößerte und dem immer mehr Bedeutung und damit einhergehend mehr Personal zukam, war die EDV-Abteilung, die ebenfalls dem Hauptamt zugeordnet ist. Auch die Verwaltung und viele Behördenprozesse werden zunehmend digitaler und die Arbeit in der Behörde unterlag in den vergangenen Jahren einem rasanten Wandel.

Austauschförderer

Auch im Bereich der Städtepartnerschaften war er stets sehr aktiv und engagiert. So war er federführend bei der Städtepartnerschaftsbegründung mit Pápa beteiligt und organisierte hierfür die der Vorbereitung dienende Fahrt nach Ungarn. Des Weiteren organisierte er am 7. Mai 2006 den ersten, und bis heute einzigen, „Tag des offenen Rathauses“, bei dem die Stadtverwaltung ihre Türen für interessierten Bürger*innen öffnete und diesen einen „Blick hinter die Kulissen“ ermöglichte.

Herzensangelegenheit

Jürgen Feilhauer lag Schwetzingen, das er nicht nur in beruflicher Hinsicht, sondern auch privat sein Zuhause nennt, immer sehr am Herzen. „Die Begegnungen und der Austausch mit den Menschen in der Verwaltung, in der Stadt oder auch in den Partnerstädten waren mir immer am wichtigsten“, betont Jürgen Feilhauer. Das kam ihm im Personalbereich, in dem es immer auch ein bisschen „menschelt“ und der immer in Bewegung ist, zugute.

Mustergültige Karriere

Auf 38 bewegte Jahre im Schwetzinger Rathaus und eine mustergültige Karriere könne er zurückblicken, wenn er am 31. Mai in den Ruhestand gehe, so Oberbürgermeister Dr. Pöltl, der diese Verabschiedung gerne im größeren Rahmen gebührend  gefeiert hätte. Aber das geht in diesen schwierigen Zeiten leider nicht, und so hoffen derzeit alle Beteiligten auf eine dann mögliche größere Verabschiedung im Kollegenkreis im Sommer.