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Bilanz zum Auftakt von „Maria 2.0“

Sie alle eint die Liebe zur Kirche

"Maria 2.0": Aus Wünschen entstanden Schwerpunktthemen.

pr

Die Teilnehmer des ersten Treffens der Bewegung „Maria 2.0“ hielten ihre Gefühle und Wünsche fest. Daraus entstanden Schwerpunktthemen.

Das erste Treffen vor knapp zwei Wochen erfuhr gute Resonanz. Daraus entstandene Ideen sind in kürzester Zeit umgesetzt worden. Die Bilanz der drei Initiatorinnen fiel entsprechend positiv aus.
Gut 30 Männer und Frauen informierten sich bei der Auftaktveranstaltung zu „Maria 2.0“, „mehr als wir erwartet hatten“, zeigt sich Dr. Anne Ebert angetan von der Resonanz. Sie arbeiteten in Kleingruppen an verschiedenen Fragen, in denen es um die ganz persönlichen Gefühle, Bedürfnisse und Hoffnungen der einzelnen Personen ging. Als sehr lebhaft bezeichnen  die Initiatorinnen Anne Ebert, Manuela Makabe und Marie Mayer  die Diskussion, die viele Überschneidungen in Beiträgen wie Ideen zeigte. Am Ende entwickelten sich Schwerpunkte, die die Basis für den weiteren Weg der Bewegung in Weinheim sein sollen. Einer konnte bereits den ersten Schritt verbuchen.
„Nicht draußen bleiben, sondern hineingehen und aus der Mitte heraus bewegen“ war ein Impuls des Abends. Gemeint war dabei statt eines Streiks, wie er im Mai in Gemeinden stattgefunden hatte und der vereinzelt als „radikal“ angesehen wurde, in der Kirche aktiv zu werden, Präsenz zu zeigen etwa in den Gottesdiensten. Das nahm Manuela Makabe direkt auf: Zusammen mit Pfarrer Schrimpf gestaltete sie am Sonntag nach dem Auftakttreffen die Predigt im Rahmen des Gottesdienstes in St. Laurentius, in der sich „Maria 2.0“ widerspiegelte. „Wir haben uns an den Fragen orientiert, die in den Kleingruppen besprochen wurden“, sagt Makabe. Es ging um das, was zweifeln lässt und das, was der Glaube und die Liebe zur Kirche ist. Dieser erste Schritt war nur möglich, weil sich die Pfarrer Schrimpf und Sailer nach Aussage der Initiatorinnen offen zeigen für die Bewegung. Um deren Standpunkt zu erfahren und einen Konsens zu finden hatten die Frauen im Vorfeld zum Treffen das Gespräch gesucht. Als wohlwollend statt konfrontativ und einer Frontenbildung entgegenwirkend beschreiben Mayer und Makabe das geführte Gespräch. „Wir haben in der Runde ein gemeinsames Verständnis gefunden“, sagen beide.

Schlagkraft entwickeln

Das gemeinsame Verständnis zeigte sich auch beim Anstoßtreffen. Die große Zahl der Teilnehmer standen überzeugt hinter der Bewegung, wünschten sich eine Vernetzung mit anderen Bewegungen, um mehr Schlagkraft zu entwickeln. Ein großer Protest war das Fernziel, „Power zeigen“, benennt es Dr. Anne Ebert. Die ersten Kontaktaufnahmen gehen jetzt nach Schriesheim, Edingen-Neckarhausen und Mannheim und zu den Verbänden der „Katholischen Frauen Deutschland“. Dabei geht es auch darum, sich auf breitere Füße zu stellen. Mit einer Petition will man sich zudem nach Freiburg wenden, um auch auf höherer Kirchenebene in einen Austausch zu treten. Dafür wollen die drei Frauen auch in anderen katholischen Kirchengemeinden Weinheims um Unterschriften werben. Die Devise ist „dran bleiben“, Menschen müssten motiviert bleiben, betont Mayer. Sie möchte auch gerne die verschiedenen Generationen vereinen. „Wir brauchen die jungen Menschen“, ist sie sich sicher.

Einladung an Kritiker

Was sich in der Bilanz zeigt: „Maria 2.0“ macht von sich reden. Nach dem Gottesdienst wurde das Thema im „Treff auf der Trepp“ diskutiert, die drei Frauen erhalten täglich E-Mails, werden angesprochen. „Es ist schon viel geschehen“, sagt Anne Ebert. Marie Mayer bezeichnet es in unnachahmlich rheinischer Trockenheit als „nahezu begeisternd“. Alle drei wissen auch, dass es jene Menschen gibt, die ihre Bewegung skeptisch, wenn nicht sogar ablehnend beobachten. Die Angst vor der Spaltung ist dabei ein Grund, anderen geht ein Kirchenstreik, wie er im Mai stattgefunden hatte, schlicht zu weit. „Gerade mit Kritikern und Gegnern möchten wir ins Gespräch kommen“, sagt Mayer. Dabei geht es nicht um ein Überzeugen. Man möchte die Gegenargumente kennen, mit ihnen arbeiten, verdeutlicht Dr. Anne Ebert das Anliegen der Frauen. Vielleicht gelinge es sogar, den Konsens zu finden. Denn letztlich haben alle Gläubigen eine gemeinsame Basis, die Manuela Makabe auf den Punkt bringt: „Wir lieben Gott, Jesus und die Kirche.“

Guten Zuspruch erfuhr das Anstoßtreffen zu „Maria 2.0“ in Weinheim.

pr

Guten Zuspruch erfuhr das Anstoßtreffen zu „Maria 2.0“ in Weinheim.