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1.300 Polizeikräfte am 24.3. im Einsatz

Speedmarathon in Baden-Württemberg: Das ist die Bilanz

253 Fahrverbote: Das ist die Bilanz des Speedmarathons in Baden-Württemberg 2022

iStock / Getty Images Plus

253 Fahrverbote: Das ist die Bilanz des Speedmarathons in Baden-Württemberg 2022

Wie bereits in den vergangenen Jahren nahm Baden-Württemberg am europaweiten Speedmarathon teil. Hierfür waren landesweit rund 1.300 Polizeibeamtinnen und -beamte am Donnerstag, den 24. März im Einsatz. Das Ergebnis: rund 15.500 Geschwindigkeitsverstöße wurden in Baden-Württemberg festgestellt, die 253 Fahrverbote nach sich ziehen.

Wer zu schnell fährt, muss mit Konsequenzen rechnen

„Das Motto des europaweiten Speedmarathon war: Wer zu schnell fährt und damit sich und andere in Gefahr bringt, muss mit Konsequenzen rechnen. Für mehr als 250 Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführer wird das in Form eines Fahrverbots zur Realität. Bei den großangelegten Geschwindigkeitskontrollen ging es der Polizei darum, allen bewusst zu machen, wie gefährlich zu schnelles Fahren ist. Es ist europaweit unser einhelliges Ziel, die Zahl der Menschen, die sich im Straßenverkehr schwer oder gar tödlich verletzten, auf ein M inimum zu senken, am besten auf null. Denn am Ende des Tages sollen alle gesund zu Hause ankommen“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl, am Tag nach dem europaweiten Speedmarathon.                                                        

Video: „Speedmarathon“ im Rhein-Neckar-Kreis (24.3.22)

Bilanz des Speedmarathons

Bei den regionalen Polizeipräsidien waren gestern landesweit rund 1.300 Polizeibeamtinnen und -beamte im Einsatz und überprüften den gesamten Tag über die Geschwindigkeit von knapp 200.000 Fahrzeugen. An den rund 450 Messstellen im Land wurden Raser ins Visier genommen. Dabei wurden allein durch die Polizei mehr als 8.000 Verstöße festgestellt, bei denen 205 Fahrerinnen und Fahrer mit einem Fahrverbot rechnen müssen.

An der Kontrollaktion beteiligten sich neben der Polizei auch zahlreiche Städte, Kommunen und Landkreise, sodass im Gesamtergebnis knapp 400.000 Fahrzeuge gemessen und rund 15.500 Verstöße geahndet wurden; 253 Fahrzeugführerinnen und -führern droht nach diesem Tag ein Fahrverbot.

Angepasste Geschwindigkeit rettet Leben

„Wir setzen auf intelligente Verkehrsüberwachung und auf gar keinen Fall auf Abzocke. Es geht uns nicht um Überwachungsstatistiken, Bußgelder oder Strafen – es geht uns darum, Menschenleben im Straßenverkehr zu retten. Die Todesursache Nummer eins im Straßenverkehr zu bekämpfen, hat für uns weiterhin absolute Priorität. Deswegen schon jetzt die Ankündigung und das Versprechen: Auch im kommenden Jahr wird die Polizei Baden-Württemberg wieder am europäischen Speedmarathon teilnehmen – denn Verkehrsüberwachung rettet Menschenleben“, so Innenminister Thomas Strobl.

Mehr Verkehrssicherheit durch Aktionstag

Der Speedmarathon ist Teil der europaweiten ROADPOL Geschwindigkeitskontrollwoche, die vom 21. – 27. März 2022 stattgefunden hat. Ziel dieser Aktion ist, die Gefahren von zu schnellem Fahren in das Bewusstsein zu rücken und hierdurch die Verkehrssicherheit zu verbessern. Um den Kontrolldruck zusätzlich zu steigern, werden die Kontrollen vor Ort mit den Städten und Kommunen abgestimmt.

„Die Verkehrssicherheit in Baden-Württemberg hat in den letzten Jahren ein sehr hohes Niveau erreicht. Trotzdem müssen wir festhalten, dass im letzten Jahr 126 Menschen auf unseren Straßen ihr Leben verloren haben – und das nur, weil ein Verkehrsteilnehmender zu schnell unterwegs war. Damit war jeder dritte tödliche Verkehrsunfall 2021 auf überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit zurückzuführen. Oder, um es noch plastischer auszudrücken: An jedem dritten Tag starb ein Mensch auf den Straßen Baden-Württembergs durch sinnlose Raserei. Nicht angepasste Geschwindigkeit ist nach wie vor die Unfallursache Nummer eins für tödliche Verkehrsunfälle. Das ist nicht hinnehmbar! Und deswegen werden wir weiterhin mit aller Konsequenz gegen Geschwindigkeitsverstöße vorgehen“, machte Innenminister Thomas Strobl deutlich.

Verkehr für alle Verkehsrsteilnehmer sicherer machen

Die Polizei Baden-Württemberg setzt für die Geschwindigkeitsüberwachung auf modernste Verkehrsüberwachungstechnik. Hierbei handelt es sich um einen Mix aus Laserhandmessgeräten, mobilen und stationären Geschwindigkeitsmessgeräten sowie zivilen Video-Personenkraftwagen. Zudem sind am Donnerstag landesweit zwölf Enforcement Trailer (Geschwindigkeitsmessanhänger) der Polizei im Einsatz.

„Oberstes Ziel unserer Arbeit ist es, den Verkehr auf unseren Straßen für alle Verkehrsteilnehmer sicherer zu machen – und das ist nur durch gezielte und konsequente Verkehrsüberwachung möglich. Hierbei möchte ich ausdrücklich betonen: Es geht darum, Menschenleben zu retten! Es geht hier nicht darum, Bürgerinnen und Bürger zur Kasse zu bitten. Die Wirkzusammenhänge zwischen Kontrolldruck, Sanktionshöhe und Verhaltensänderung sind wissenschaftlich erwiesen und deshalb werden wir in unseren Anstrengungen nicht nachlassen, damit alle gesund zuhause ankommen“, so Innenminister Thomas Strobl.

Verkehrssicherheit in Baden-Württemberg

Ende 2020 wurde der Beitritt der deutschen Länder zu ROADPOL e.V. (ROADPOL = European Roads Policing Network) erklärt. Das Netzwerk ROADPOL e.V. ist aus dem Zusammenschluss der Verkehrspolizeien der Mitgliedsländer der Europäischen Union hervorgegangen. Es verfolgt das Ziel, die Sicherheit auf europäischen Straßen zu verbessern und plant hierzu jedes Jahr europaweite Verkehrsüberwachungsaktionen.

Baden-Württemberg beteiligt sich jährlich an insgesamt acht Kontrollwochen zu den Themen Geschwindigkeit, mangelnde Verkehrstüchtigkeit (Alkohol/Drogen), Ablenkung (Handy), Gurt und gewerblicher Güter- und Personenverkehr.

Im vergangenen Jahr hat Baden-Württemberg im Ländervergleich bei sieben von acht Kontrollwochen die größte Anzahl an Verstößen festgestellt.

Gib acht im Verkehr – Die landesweite Verkehrssicherheitsaktion in Baden-Württemberg