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Sprichwörter rund ums Wetter

Unsere Jahresausstellung „Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt – Sprichwörter und Redensarten“  lädt zum Mitmachen und Rätseln ein.

 

Passend zu diesem launischen Sommer mit Regen und Gewitter gibt es viele Sprüche: Es regnet wie aus Eimern, jemanden im Regen stehen lassen, schnell wie ein geölter Blitz, das hat eingeschlagen wie ein Blitz …

 

Auch der Spruch „Eichen sollst du weichen, Buchen sollst du suchen“ als Vorschlag bei Gewitter ist noch bekannt. Ebenso sollte aber bewusst sein, dass dies ein fataler Rat ist. Doch wie kam der Volksmund zu einem so gefährlichen Vorschlag? Eichen standen früher oft als Solitärbäume in der Landschaft, waren somit der höchste Punkt und für einen Blitzeinschlag wahrscheinlich. Buchen waren eher in Wäldchen und Gruppen gepflanzt, wodurch man sich erhoffte, weniger gefährdet zu sein. Zudem kann an der glatten, feuchten Rinde des Buchenstamms der Blitz besser in den Boden geleitet werden. Eichenrinde ist gefurcht und trocken. Der Blitz tritt eher am Stamm aus.

 

Heute weiß man, bei Gewitter darf man niemals Schutz unter Bäumen – egal welche – suchen. Stattdessen soll man geschlossene Räume oder das Auto aufsuchen. Wenn dies nicht möglich ist, sich kleinmachen, in der Hocke hinkauern mit den Füßen eng zusammen und eingezogenem Kopf. 

Oder, wenn es sonntags zwischen 14.00 bis 17.00 Uhr wäre, ins Schnapsmuseum kommen!