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Land würdigt Leistung

Staatssekretärin besucht theater am puls

Diskussionsrunde im Theater

dom

Intendant Joerg Steve Mohr sprach mit Walter Imhof, Manfred Kern und Staatssekretärin Petra Olschowski (v.l.) über den Wert des Theaters für die Gesellschaft.

Bei ihrem Besuch im theater am puls am vergangenen Samstag machte Staatssekretärin Petra Olschowski (im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst) in einem Gespräch klar, dass das Land große Wertschätzung für die kulturelle Arbeit der Theater empfinde. An dem Gespräch nahmen Manfred Kern, Mitglied des Landtags für die Grünen, Intendant Joerg Steve Mohr und Walter Imhof, Vorsitzender des Freundeskreises theater am puls e.V. teil. Seit zwei Jahren erhält das theater am puls eine Förderung aus der öffentlichen Hand, 31.000 Euro zahlt die Stadt, 15.000 Euro kommen vom Land. Joerg Steve Mohr sprach in diesem Hinblick von einer „großen Hilfe", welche die finanzielle Förderung für sein Haus bedeute. Man habe dadurch unter anderem die Gagen für Darsteller erhöhen können.

Ehrenamt ist wichtig

Als größter Sponsor neben Stadt und Land stellte Walter Imhof der Staatssekretärin den Freundeskreis vor. Einen „ansehnlichen fünfstelligen Betrag“ könne man dem theater am puls jährlich zur Verfügung stellen. Möglich machen das die inzwischen 170 Mitglieder des Vereins. Viele von ihnen engagieren sich ehrenamtlich im Theater, zum Beispiel wird von ihnen die Bewirtung bei allen Veranstaltungen übernommen. Auch für die Unterbringung von Darstellern, die aus der ganzen Bundesrepublik anreisen, zeichnet der Freundeskreis verantwortlich. Für dieses ehrenamtliche Engagement sei sie „außerordentlich dankbar“, sagte Petra Olschowski. „Ohne diese Arbeit würden wir das nicht schaffen.“ Damit meinte sie auch die 44 Theater in ganz Baden-Württemberg, die eine Förderung von insgesamt 4 Millionen Euro erhalten. Sie leisten einen großen Beitrag in wichtigen gesellschaftlichen Fragen und könnten Themen aufgreifen, die aktuell sind, so die Staatssekretärin. Auch für das Engagement der Kommunen im Bereich Kultur sprach sie ihre Wertschätzung aus.

Probleme zur Sprache gebracht

Bei dem Gespräch kamen aber auch Probleme, besonders im Bereich der Finanzierung, zur Sprache. „Wir legen bei fast jedem Stück drauf“, machte Walter Imhof klar. Mit den Preisen sei man so weit unten wie möglich, an eine Erhöhung denke man nicht, ergänzte Joerg Steve Mohr. Ihm war es besonders wichtig, sich für eine angemessene Bezahlung der Darsteller einzusetzen. „Wir haben einen tollen Ruf inzwischen, müssen aber trotzdem genau rechnen“ machte der Intendant klar. Zusammen mit dem Freundeskreis, den tollen Darstellern und allen Mitarbeitern sei es überhaupt möglich, solch ein breit gefächertes Programm in jeder Saison anzubieten.

Ideen für den Nachwuchs

Wie man Nachwuchs an das Theater bringen kann, erläuterte Mohr, indem er außerdem über seine Arbeit als Theaterpädagoge für die Stadt Schwetzingen sprach. Zum einen können Themen wie Mobbing an den Schulen spielerisch erarbeitet werden. Zum anderen werden die Jugendlichen für das Theater sensibilisiert. „Ich merke, wie die Schülerinnen und Schüler das aufsaugen“, berichtete Mohr und zeigte sich überzeugt, dass die Projekte an den Schulen eine Win-win-Situation für Schulen und theater am puls bedeuten.