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„Wieder einen Schritt weiter“

Stärkung des Frauen- und Mädchenfußballs

Badischer Fußballverband

bfv

Grundlage des Workshops waren die Ergebnisse der drei bfv-Vorstandstreffs im Sommer. Als am höchsten priorisiertes Ziel stand die Gewinnung und Bindung von Spielerinnen in allen Altersbereichen im Fokus. „Wenn wir den Frauen- und Mädchenfußball voranbringen wollen, müssen wir die Kräfte bündeln und aus den einzelnen Ideen leicht umsetzbare Maßnahmen für alle Vereine erstellen“, sagt Lena Trentl, Trainerin des Verbandsliga-Spitzenreiters TSV Neckarau. Als eine dieser Maßnahmen diskutierten die Teilnehmer zum Beispiel die Installation einer Frauen- und Mädchenbeauftragten mit Kompetenzen und Mitspracherecht in der Vereinsverwaltung. Eine solche Person könne einerseits die Interessen der Frauen- und Mädchen vertreten und dem weiblichen Fußball somit einen höheren Stellenwert im Verein geben. Sie stelle aber gleichzeitig auch eine Ansprechpartnerin für die Spielerinnen dar und könne Maßnahmen zur Gewinnung und Bin-dung der bereits Aktiven anstoßen. 

Gute Trainer von zentraler Bedeutung

Sehr deutlich wurde einmal mehr der hohe Stellenwert von qualifizierten Trainern für ein abwechslungsreiches Training, das Spaß macht und die Fähigkeiten der Spielerinnen fördert. Neben bestehenden Maßnahmen wie die Junior-Coach-Ausbildung und die Bezuschussung durch AOK-Stipendien entwickelten die Teilnehmer zum Beispiel die Idee eines eigenen Profil-Lehrgangs Frauen- und Mädchenfußball. 

Jana Dopler, in der Jugendleitung des SC Käfertal aktiv, nahm gemeinsam mit der früheren Jugendspielerin Nisa Karaca teil, die mittlerweile als Co-Trainerin bei den Bambini tätig ist. „Wir haben ein grobes Konzept für ein spezielles Event entworfen. Junge Frauen ab 16 Jahren, die vielleicht bisher noch nie den Ball am Fuß hatten, könnten über das Thema Fitness an Fußball und den Verein herangeführt werden“, erklärt Dopler. „Für aktive Spielerinnen wäre es außerdem ein sinnvolles Zusatzangebot über Fußball hinaus. Das schafft Bindung unter den Frauen und Mädchen und zum Verein.“ 

Im Februar geht die Entwicklung weiter, dann stehen die Themen „Wertschätzung“ sowie “Optimierung des Spielbetriebs“ im Fokus. „Die Diskussionen lebten in hohem Maße von den Erfahrungen der Teilnehmer. Wir haben im Verband zahlreiche Vereine und Personen, die einen großartigen Job machen. Es war sehr interessant im direkten Austausch mit anderen Ideen zu sammeln die in diesem Bereich schon erfolgreich angewendet wurden“, lobt Trentl. „Ich konnte aus dem Workshop viele Ideen für unsere tägliche Arbeit mitnehmen. Ich hoffe, dass bei den weiteren Workshops noch mehr Vereinsvertreter zusammen kommen.“ Auch Dopler zieht ein positives Fazit: „Für mich persönlich war es hilfreich, an den Erfahrungen anderer teilzuhaben und im Austausch Ideen und Konzepte zu entwickeln.“