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Proben laufen auf Hochtouren

Studiobühne: Was Leichtes, Schönes für den Sommer

Besigheim_Studiobühne

privat

Nach dem „Shutdown“ ist bei der Besigheimer Studiobühne endlich wieder Betrieb. Seit Anfang Juni sind Freilichtproben im kleinen Kreis wieder möglich.

„Anfang März war urplötzlich Schluss“, erzählt Armin Gosch, Verantwortlicher bei der Besigheimer Studiobühne. „Wir konnten nicht mal mehr alles zusammenräumen, da von einem Tag auf den anderen keine Proben mehr möglich waren.“ Der große Gatsby“, für den damals noch geprobt wurde, wird vermutlich im nächsten Jahr aufgeführt. Stellproben waren bereits absolviert, die Besetzung war klar, Kostüme waren zum Teil schon genäht und es gab auch bereits erste Bühnenbildentwürfe. Das Stück sollte Anfang Juli Premiere haben. Dafür wäre von Februar an ein halbes Jahr geprobt worden.

Nun hat mit fast einmonatiger Verspätung ein Ersatzstück am 31. Juli Premiere. „So Corona will“, sagt Armin Gosch unter Vorbehalt. Ausgesucht wurde etwas Leichtes, Schönes – passend für den Sommer. Eine Krimikomödie von Edgar Wallace mit dem Titel „Die Tür mit den 7 Schlössern“ wird auf der Studiobühne an 4 Wochenenden gespielt. Statt den 250 Plätzen dürfen – wegen der Abstandsregeln – nur 99 Plätze belegt werden. Es wird keinen Vorverkauf geben, auch ein Getränkeverkauf wird nicht stattfinden. Ein Wegekonzept musste ausgetüftelt werden, um den Besucherstrom zu lenken. Außerdem müssen die Daten erhoben werden. „Alles in allem ein Riesenaufwand für wenig Gewinn, doch wir wollen trotzdem spielen“, sagt Armin Gosch. Letztendlich ist es einfach wichtig, „mit Abstand mal wieder zusammenzusitzen“.

Das ausgefallene Kriminaldinner wird (hoffentlich) Ende September in der Felsengartenkellerei stattfinden. Allerdings werden nur maximal 40 Besucher daran teilnehmen können. „Sonst sind es maximal 80 Besucher“, sagt Armin Gosch. Beim Kriminaldinner erwartet die Gäste zuerst ein Sektempfang, bevor das Stück anfängt. Nach einer Viertelstunde wird im Stück der 1. Gang serviert. Passend dazu ist Pause und die Zuschauer erhalten ebenfalls ihren 1. Gang. Zum dreigängigen Menü werden den Zuschauern die passenden Weine von der Felsengartenkellerei ausgeschenkt. Bis man dann im Stück und beim Publikum beim Dessert angelangt ist, dürfen die Zuschauer rätseln, wer der Mörder ist. „Mancher Zuschauer gibt sich eher dem Weingenuss hin, andere sind jedoch mit Notizblock und Stift ganz dabei“, schmunzelt Armin Gosch. Theater, Krimirätselraten und Weinprobe in einem verspricht das Kriminaldinner. Am Ende dürfen die Zuschauer ihre Vermutung, wer der Mörder sein könnte, abgeben. Neben der richtigen Lösung gewinnt auch die originellste Begründung. Wer gezogen wird, darf sich über einen kleinen Gewinn freuen.