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Freudenberg stellte Bilanz 2018 vor

Unternehmensgruppe verbucht neunten Umsatzrekord in Folge

Der Vorstand der Unternehmensgruppe Freudenberg.

Freudenberg

Vorstandsvorsitzender Dr. Mohsen Sohi (M.) präsentierte zusammen mit Dr. Ralf Krieger (r.) und Dr. Tilmann Krauch (r.) die Zahlen der Unternehmensgruppe Freudenberg.

Vorstandsmitglied Dr. Ralf Krieger sprach von einer „durch und durch soliden Bilanz“. Die wies den neunten Umsatzrekord in Folge aus – trotz der nach Vorstandssprecher Dr. Mohsen Sohi „wirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten“. Der Umsatz der Unternehmensgruppe Freudenberg lag im vergangenen Jahr bei 9,455 Mrd. Euro. Organisch, so sagte Dr. Sohi, sei man damit um 4,3 Prozent gewachsen. Dieser Umsatz wurde trotz großer Einbußen aufgrund von negativen Wechseleffekten (-285,6 Mio. Euro) und der Anwendung des neuen Bilanzierungsstandards IFRS 15 erzielt. IFRS 15 schlägt sich in der Bilanz sowohl auf Seiten der Aufwendungen wie Erlöse aber auch mit Blick auf eine Umstellung aktivierter Vermögenswerte und damit einhergehend ausbleibenden Abschreibungen nieder. Insgesamt bedeutete der neue Bilanzierungsstandard für die Unternehmensgruppe im Jahr 2018 einen Negativeffekt von 54,3 Mio. Euro. Die Bilanz weist ein Betriebsergebnis von 910,3 Mio. Euro aus und liegt damit leicht über dem Vorjahr. Die Eigenkapitalbasis liegt bei 51,9 Prozent (plus 4,5 Prozent). Die Rekordjahre gehen aber scheinbar ihrem Ende zu. Ein Betriebsergebnis „bestenfalls auf Vorjahresniveau“ mit gleichzeitiger Planung eines Umsatzwachstums von höchstens ein bis zwei Prozent gab Dr. Sohi einen Ausblick auf 2019. „Die geopolitischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten werden nicht weniger“, so der Vorstandsvorsitzende. Man werde flexibel sein und die Märkte im Blick haben. Der Blick der Unternehmensgruppe richtet sich dabei vor allem auf das Thema E-Mobilität. Warum wird beim Blick auf die Umsatzfelder deutlich: 44 Prozent seines Umsatzes erzielt Freudenberg im Bereich der Automobil-Erstausrüstung.

Anstrengungen bei alternativen Antrieben

Schon 2018 haben Investitionen für die E-Mobilität das Betriebsergebnis reduziert. „Um uns für den grundlegenden Wandel in der Autoindustrie zu rüsten, werden wir auch in 2019 einen erheblichen Aufwand leisten“, verdeutlichte Dr. Sohi. Mit der Übernahme des amerikanischen Unternehmens „Xalt Energy“, das große Lithium-Batterien für Nutzfahrzeuge und Fähren produziert, erhofft man sich den Einkauf des Know-hows, um auch in diesen Markt einzusteigen. Die Eigenproduktion von Batterien schloss Dr. Sohi aber aus. Vielmehr wird Freudenberg seine Anstrengungen im Bereich „Forschung und Entwicklung“ weiter intensivieren. Innovation sei die wichtigste Säule des Unternehmenserfolgs, attestierte der Vorstandsvorsitzende. Seit 2013 hat Freudenberg seine Investitionen in diesem Bereich von 193 auf 444 Mio. Euro pro Jahr mehr als verdoppelt.
Das Ergebnis: Ein Drittel des Umsatzes erzielt die Unternehmensgruppe mit Produkten, die jünger als vier Jahre sind. Freudenberg arbeitet allerdings nicht nur an den Komponenten für alternative Antriebe. Der herkömmliche Verbrenner-Motor sei nicht tot, daher arbeite man weiter an den Optimierungen der eigenen Produkte, erklärte Dr. Tilman Krauch die Unternehmensstrategie. Zukunftschancen räumt Freudenberg auch der Brennstoffzelle ein. Man müsse für alle Situationen gerüstet sein, ergänzte Dr. Mohsen Sohi: „Niemand weiß, wohin die Reise geht.“

1.500 neue Mitarbeiter

Insgesamt investierte Freudenberg im vergangenen Jahr 555 Mio. Euro – 380 Mio. Euro gingen in Gebäude und Maschinen, 175 Mio. Euro in Akquisitionen. Aus letzteren Aktivitäten generierte sich auch ein Großteil der rund 1.500 neuen Mitarbeiter. Insgesamt beschäftigte die Unternehmensgruppe Ende 2018 rund 49.000 Menschen weltweit. Durch den Verkauf der Freudenberg IT im laufenden Jahr hat sich diese Zahl mittlerweile wieder reduziert. Akquisitionen könne sich Freudenberg laut Dr. Sohi auch weiterhin leisten, die Marktpreise seien jedoch derzeit zu hoch. Das Hauptaugenmerk der Unternehmensgruppe geht aber viel mehr in Richtung der selbstausgerufenen Kernthemen, zu denen neben der E-Mobilität auch Digitalisierung und Nachhaltigkeit gehören.

Gelassenheit beim Brexit

Mit dem steigenden Tempo der Innovationen scheint auch Freudenberg Druck zu verspüren. Man arbeite daran, innovative Lösungen schneller zu entwickeln. Dazu gehöre, dass man mehr experimentiere und schneller aus Fehlern lerne, bekannte Dr. Sohi. Gelassen blickt man hingegen auf Themen wie mögliche US-Strafzölle auf Automobile, die die Kunden eher treffen werden als die Unternehmensgruppe, oder den Brexit. In dessen Vorbereitung würden derzeit Lagerbestände erhöht. Eine Pause in dieser Frage täte aber allen Seiten gut, erklärte Dr. Krauch.

Die Unternehmensgruppe Freudenberg konnte erneut einen Umsatzrekord vermelden.

cs

Die Unternehmensgruppe Freudenberg konnte erneut einen Umsatzrekord vermelden. Durch Unsicherheiten in der Politik und im Markt fallen die Prognosen aber gedämpft aus.