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VdK Wiesental: eine gute Interessenvertretung

W. Schmidhuber

Jahreshauptversammlung des Sozialverbands mit Ehrungen von Mitgliedern

Die Corona-Pandemie hat verhindert, dass der Sozialverband VdK Wiesental im vergangenen Jahr sein epochales Jubiläum feiern konnte. 2021 waren 75 Jahre seit der Gründung des Ortsverbandes im Nachkriegsjahr 1946 vergangen. Seitdem sind wechselvolle und doch erfolgreiche Jahre und Jahrzehnte zusammengekommen. Doch Corona schränkte auch die üblichen Aktivitäten stark ein. Informationsveranstaltungen, Ausflüge und gesellige Termine konnten nicht durchgeführt werden. Von daher stand kein umfassender Rückblick in der Jahreshauptversammlung an, sondern nur ein kurzer Überblick.

Kurz nach Kriegsende war in Wiesental der VdK aus der Taufe gehoben worden. Die Initiative hatte Johannes Mahl ergriffen, der bereits vor dem Weltkrieg den „Reichsbund von Kriegsbeschädigten, Kriegsheimkehrern, Kriegsversehrten und Kriegerwitwen“ geleitet hatte.

1946 stand die Abkürzung VdK für „Verband der Kriegshinterbliebenen“. Heute versteht sich der Sozialverband als der Interessensvertreter für Menschen mit Behinderungen, chronisch Kranke, Senioren und Rentner sowie für Kriegs-, Wehrdienst- und Zivildienstopfer. Seit dem zweiten Jahr 1947 mit 160 Getreuen hat sich die Mitgliederzahl mehr als verdreifacht. Derzeit sind es weit über 500. Damit gehört Wiesental zu den größten Ortsverbänden im Kreisverband.

Trotz aller Einschränkungen der Entfaltungsmöglichkeiten könne sich die geleistete Arbeit sehen lassen, meinten der Versammlungsleiter und stellvertretende Vorsitzende Paul Kullmann, Schriftführerin Helga Pachl und Schatzmeisterin Ursula Wermuth. Für alle Bereiche innerhalb der Vorstandschaft gilt: In Wiesental wird eine durchweg erfolgreiche Arbeit geleistet. Dies bestätigte auch Oberbürgermeister Thomas Deuschle, der von einer guten, starken Interessenvertretung sprach. In Krisenzeiten sei der VdK besonders gefordert.

Zahlreiche Ehrungen gab es diesmal in der Jahreshauptversammlung. 25 Jahre sind Anna Blümle, Josef Heger, Dieter Siedenburger, Werner Ams, Andreas Mail und Rosa Norres dabei. Sie bekamen das goldene Treueabzeichen überreicht. 20 weitere Männer und Frauen erhielten Anerkennungen in Form von Ehrennadeln in Silber.

Umfassende Informationen vermittelte Vorsitzender Reinhold Gsell zur Arbeit des VdK-Kreisverbandes, der inzwischen 7.200 Mitglieder zählt. In einem Sachstandsbericht forderte er ein Nächstenpflege-Budget auch für unprofessionelle Helfende.

Pflege-Haushalte benötigen „Mehr Nächste für die Nächstenpflege“. So brauche es für den Entlastungsbetrag, der auch für hauswirtschaftliche Hilfen eingesetzt werden kann, keine qualifizierte Fachkraft mit einer Ausbildung. Es müsse möglich sein, dass Hilfen auch durch Nachbarn oder Freunde erbracht und dafür Pflegeleistungen abgerufen werden können.

(Schmidhuber)