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CDU Hockenheim

Volles Haus beim CDU-Politcafé

OB Zeitler im Rondeau

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Oberbürgermeister Marcus Zeitler bei seinen Ausführungen.

Auf eine enorm positive Resonanz stieß das Politcafé der CDU im Rondeau. Altstadträtin Hildegard Linke und der neue CDU-Vorsitzende Patrick Stypa konnten weit über 50 Hockenheimer begrüßen, wobei der politische Austausch bei Kaffee und Kuchen im Vordergrund stand. Als Gastredner wurde Oberbürgermeister Marcus Zeitler eingeladen, der im Wesentlichen über drei Themen berichtete: über die Hockenheimer Schulen, das gesamtstädtische Entwicklungskonzept sowie über den Hockenheimring.

Schulen

Das Gesundheitsamt habe der Stadt die Frist gesetzt, die Riegelgebäude der Hartmann-Baumann-Schule nur noch bis zum Ende des aktuellen Schuljahres für den Unterricht benutzen zu können. Zeitler beschrieb die beiden daraus folgenden Optionen wie folgt: „Entweder wählen wir die Lösung über die ,Containerschule' oder wir müssen unsere Schülerinnen und Schüler in die Nachbargemeinden zur Schule schicken“. Einstimmig stimmte der Gemeinderat Zeitlers Vorschlag einer Containerschule zu. Auch wenn diese Option kaum jemanden begeistere, sei sie aufgrund fehlender besserer Alternativen dennoch die beste Lösung. Nacheinander würden die Schule am Kraichbach, die Hartmann-Baumann-Schule und die Realschule angegangen. Zeitler hob in diesem Zusammenhang die tolle Arbeit der Hockenheimer Schulen hervor und führte beispielhaft das Musical Mono-Poli auf, welches das neuste Musical des Gauß-Gymnasiums sei.

Gesamtstädtisches Entwicklungskonzept

Beim Thema „gesamtstädtisches Entwicklungskonzept“ rief der Oberbürgermeister alle Hockenheimer zur Mitarbeit auf. Zeitler betonte zweierlei: Es gehe nicht darum, Projekte nur aufs Papier zu bringen, sondern darum, diese auch in die Tat umzusetzen. Des Weiteren sei es wichtig, sich auf realistische Vorhaben zu konzentrieren. Dazu gehöre, bezahlbaren Wohnraum in unserer Stadt zu schaffen. Ob es realistisch sei, einen Vollversorger in der Stadtmitte wieder anzusiedeln, stellte Zeitler offen und ehrlich in Frage. Es habe bereits Gespräche mit möglichen Vollversorgern gegeben, welche jedoch aufgrund mangelnder Wirtschaftlichkeit abgelehnt hätten. Andere und kleinere Themen könnten laut Zeitler Hockenheim voranbringen; Beispiele seien die Gestaltung des Bahnhofvorplatzes, ein Nachhaltigkeitskonzept sowie ein Mobilitätskonzept, das dem Fahrrad mehr Raum im öffentlichen Verkehr schenke.

Hockenheimring

Weil der Hockenheimring ein intensiv diskutiertes Thema ist, bat die CDU Hockenheim den Oberbürgermeister, hier Stellung zu beziehen. Zeitler zufolge müsse das aktuelle Konzept des Hockenheimrings überdacht werden, um den Investitionsstau von ca. 40 Mio. € abzubauen. Allein der derzeit erwirtschaftete Gewinn der Hockenheim-Ring GmbH reiche dafür nicht aus.  „Alle haben an der Formel 1 verdient, nur die Stadt nicht. Im Gegenteil waren aufgrund des Umbaus viele Mittel der Stadt durch Bürgschaften gebunden, die an anderer Stelle benötigt worden wären“, kommentierte Zeitler deutlich. Um auch der Verantwortung gegenüber den Beschäftigten am Hockenheimring gerecht zu werden, liefen Verhandlungen, um das Beste für die Stadt herauszuholen. Wenn die Verhandlungen planmäßig im März abgeschlossen sein würden, werde das Konzept in einer Bürgerversammlung vorgestellt; erst danach werde der Gemeinderat in einer öffentlichen Sitzung darüber entscheiden. „Es ist noch nichts in Stein gemeißelt und es ist noch nichts beschlossen“, betonte Zeitler, als er den momentanen Verhandlungsstand beschrieb. Mit dem Versprechen, dass er für Transparenz stehe und den Gemeinderat stets über alles informieren werde, schloss er seine Rede ab. CDU-Vorsitzender Patrick Stypa bedankte sich abschließend für die offenen und klaren Worte bei Marcus Zeitler, der sich wie für andere Fraktionen gerne die Zeit genommen hatte.