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„Das Wohnzimmer“ feierte seine Eröffnung

Wenn aus Verrücktheit Gutes entsteht

Das Café „Das Wohnzimmer“ feierte in der Breslauer Straße 3 seine Eröffnung.

cs

„Hier ist jeder willkommen“, machte Marion Hördt, Vorsitzende des Bürgervereins Weinheim-West, den Zweck als Treffpunkt für alle deutlich.

Das betonte Marion Hördt, Vorsitzende des Bürgervereins Weinheim-West, unter deren Regie zusammen mit Claudia Funke von der Akademie für Vielfalt das Projekt umgesetzt wurde, anlässlich der Eröffnung vergangenen Freitag. Hilfe und Unterstützung wolle man hier, in der Breslauer Straße 3, bieten. „Das Wohnzimmer“ soll aber auch Anlaufpunkt vor allem für Senioren sein – als Café, in dem man einfach nur zusammen sein kann und teilnimmt auch wenn das Budget keinen Verzehr zulässt. Abseits davon sollen verschiedene Beschäftigungsangebote gemacht werden. „Jeder, der Ideen hat, ist willkommen“, verdeutlichte Claudia Funke.
„Das Wohnzimmer“ hat einen nicht nur leichten Weg hinter sich. Vor zwei Jahren, erinnerte sich Marion Hördt, habe sie dem Ersten Bürgermeister Dr. Torsten Fetzner von ihrer Idee eines Treffpunkts in der Weststadt erzählt und im Anschluss konsequent daran gearbeitet. „Wir haben unsere ganze Energie in das Projekt gesteckt. Und wir sind dabei an unsere Grenzen gekommen“, sagte Marion Hördt auch mit Blick darauf, dass die Umsetzung an einem anderen Ort wegen Widerstands von Anwohnern gescheitert war. „Es war auch für mich enttäuschend zu sehen, dass es manchmal schwer ist, gute Dinge an den Start zu bringen“, erklärte Dr. Fetzner und lobte das in freundlichen hellen Farben gehaltene Café als eine Bereicherung für die Weststadt. „Hier steht der soziale Aspekt und das Treffen von Menschen im Vordergrund.“ Er hoffte, dass die Stadt zukünftig finanzielle Unterstützung in das Projekt einfließen lassen werde.

Eigenes Geld investiert

Die Finanzen sind der Knackpunkt, den die Verantwortlichen noch zu stemmen haben. Nur die Hälfte der erhofften 20.000 Euro Spenden ist bisher auf dem Konto verzeichnet. Damit das Projekt trotzdem gestartet werden konnte, setzten Vereinsmitglieder selbst Gelder ein. Zwischenzeitlich wurde ein Antrag auf Projektförderung bei der „Aktion Mensch“ gestellt. „Wenn wir die Gelder bekommen, dann sind wir auf der sicheren Seite“, sagte Marion Hördt im Gespräch. Abseits davon hoffe sie, dass sich das Café in drei Monaten trägt. Wenn „Das Wohnzimmer“ später Erlöse erzielt, sollen die direkt wieder in soziale Projekte fließen, so die Vereinsvorsitzende. Unabhängig von diesen finanziellen Herausforderungen war sie an diesem Nachmittag vor allem froh: „Die erste Hürde ist geschafft.“ Dass Dr. Torsten Fetzner kurz zuvor noch gesagt hatte, dass sie ihm gegenüber einst als „etwas verrückt“ bezeichnet worden war, konnte Marion Hördt dementsprechend nicht umhauen. Vielleicht auch, weil der Erste Bürgermeister das in ein Lob umwandelte: „Aus verrückten Ideen werden oft gute Projekte.“ Insofern hatte er noch einen Wunsch an Marion Hördt: „Bleiben Sie so verrückt, wie Sie sind.“