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Appell des BUND

Wildkätzchen nicht anfassen oder mitnehmen

Wildkatze

Thomas Stephan / BUND

Wildkatze

„Junge Wildkatzen sehen Hauskatzen oftmals zum Verwechseln ähnlich", erläutert Friederike Scholz, Wildtierexpertin des BUND. „Werden die Wildkätzchen mitgenommen, bedeutet das viel Stress und unnötige Risiken für diese seltenen Tiere.“

Geschützte Wildtiere

Scholz weiter: „In Menschenhand besteht für die Wildkätzchen ein sehr hohes Risiko, sich mit Hauskatzenkrankheiten anzustecken. Auswilderungen sind außerdem sehr aufwendig und gelingen nicht immer.“ Zudem sind Wildkatzen geschützte Wildtiere. Sie dürfen nicht ohne Not in menschliche Obhut genommen werden. „Auch, wenn die Katzenjungen allein und mutterlos erscheinen, sollte man Abstand halten. Meistens ist das Muttertier auf Mäusejagd oder versteckt sich in unmittelbarer Nähe“, so Scholz. Entsprechende Beobachtungen können dem BUND gemeldet werden, die Wildkatzen-Expertinnen und -Experten des Verbands vor Ort werden dann bei Bedarf aktiv.

Junge Wildkatzen haben noch ein deutlich gestreiftes braun-graues Fell und blaue Augen. Erst wenn sie älter werden, verblasst die Fellzeichnung und sie sind durch ihren kräftigen Körperbau und den buschigen Schwanz mit stumpfer, schwarzer Spitze als Wildkatze besser zu erkennen. Das Verbreitungsgebiet der Wildkatze in Deutschland erstreckt sich über Mittel- und Süddeutschland. Zuletzt konnte der BUND auch in Brandenburg, in der Lüneburger Heide und in Nordsachsen wieder Tiere nachweisen.