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CDU Hockenheim

"Wir sehen die Stadt in der Pflicht"

CDU-Hockenheim-Vereinsvertreter-Sprechstunde

CDU

Doris Kramberg, Siegfried Kahl, Frank Schröder, Walter Kahrmann, Klaus Brandenburger, Ludwig Hurst und Oskar Stephan (v.l.)

„Selbst der kleine Kreis der anwesenden Vereine, wohl wegen der Kürze der Einladung, konnte brisante Themen sensibilisieren“, so Gemeinderatskandidat und ASG Vorstandsmitglied sowie DJKler Siegfried Kahl. „Wir haben größere Probleme, seit die Räumlichkeiten der "Brauerei zum Stadtpark" nicht mehr zur Verfügung stehen“, so Walter Kahrmann vom MGV Eintracht, der auch als Ehrenamtlicher beim HSV schon Vieles geleistet hat. Die Gesangsvereine konnten früher auch in der Stadthalle proben, aber auch diese Möglichkeiten stehen nicht mehr zur Verfügung. Ole Jakubik, Vorsitzender des Fanfarenzugs fragte auch für seine Musiker nach geeigneten Räumlichkeiten. Als Zwischenlösung könnte vielleicht auch eine Aula der Schulen genutzt werden, oder wenn es noch Freiräume im Evangelischen Lutherhaus oder dem Katholischen Gemeindezentrum St. Christopherus gäbe.

Gemeinsamer Tenor

„Hier sehen wir die Stadt in der Pflicht", so der einheitliche Tenor. Die Vereine leisten so viel Arbeit für die Gesellschaft und die Jugendlichen, da sollten auch Wege geebnet werden. Mehr als 150 Vereine gibt es in Hockenheim; da könnte doch eine Begegnungsstätte wie z.B. ein „Haus der Vereine“ eine langfristige Lösung darstellen, vielleicht gäbe es sogar bestehende Immobilien in Zentrumsnähe dafür?

Kultur am Kraichbach

Durch die Umgestaltung des Hochwasserschutzgebietes könnten die Gesangs- und Musikvereine vielleicht auch mit „Kultur am Kraichbach“ eine Veranstaltung aus der Taufe heben. Gemeinsame Veranstaltungen der Vereine, eine Plattform wo sie sich gemeinsam präsentieren können, wäre eine gute Form des Zusammenwachsens, so Siegfried Kahl.

Netzwerk der Vereine

Oskar Stephan wünschte sich für die Zukunft ein Netzwerk der Vereine, sei es im gegenseitigen Aushelfen bei Veranstaltungen, oder auch im Materialaustausch. Hier hat die ASG Triathlon z.B. auch schon Biergarnituren anderen Vereinen zur Verfügung gestellt. „Wir haben z.B. unsere Tartanbahn auch immer für andere Vereine zur Verfügung gestellt und arbeiten gerne dort zusammen, wo man sich gegenseitig unterstützen kann, so die Vorstände der DJK Hockenheim Ludwig Hurst und Klaus Brandenburger. In Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Hockenheim wünscht man sich eine Erleichterung der Bürokratie, schließlich arbeiten die Vereine bzw. die Funktionäre alle ehrenamtlich in ihrer Freizeit. „Die Auflagen bei Veranstaltungen durch z.B. den WKD sind in den letzten Jahren immens gestiegen“ auch das ist eine große Bürde für die Vereine", so Frank Schröder vom SFC Hockenheim.

Es war ein erster Informationsaustausch und die Teilnehmer waren sich einig, dass genügend Gesprächsbedarf besteht um solche Treffen regelmäßig mit Vereinen aus allen Sparten durchzuführen. „Es ist interessant, wie sich einige Sorgen und Nöte gleichen, aber auch wie gemeinsame Ideen entstehen. Da müssen wir unbedingt dran bleiben“, so die CDU-Gemeinderatskandidatin Dagmar Kramberg, die auch für den Tennisclub mit dabei war.