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Am Wochenende rollen die Oldtimer wieder

Zeitlose Schönheiten im Schlossgarten

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Am Wochenende ist es wieder so weit: Im Schwetzinger Schlosspark eifern barocke Blütenpracht und Glanzstücke der Automobilgeschichte um die Gunst der Betrachter.

Das zweite Pressegespräch zur diesjährigen Autoogala im Schlosspark lockte besonders viele Medienvertreter, Partner und Interessierte an den Ort des Geschehens am kommenden Wochenende: Denn im Schlossgarten Schwetzingen wird ab Freitag bis Sonntag (31.08. - 02.09.) die 14. Classic-Gala Schwetzingen zu Gast sein. Als Foto- und Filmmotive waren bei der kleinen Vorab-Show besonders die von Jamlong, dem Partner der Gala für Vintage-Mode, präsentierten Petticoat-Models sowie ein sehr seltener Stoewer Arkona aus dem Stoewer Museum.

Unikate

Für den 14. Int. Concours d’Elegance ASC-Classic-Gala wollten sich weitaus mehr Teilnehmer anmelden, als in den Jahren zuvor. Der Trend geht weiterhin zu bislang ungesehenen Einzelstücken, doch diese gehören nicht immer zur Luxusklasse, sondern sind Einzelstücke, die von und für besondere Menschen gebaut wurden. Da ist der Brütsch 1200 auf Basis des Ford 12m von 1953, mit dem der Rennfahrer Egon Brütsch zum Sportwagenproduzenten werden wollte. Oder der Mercedes 500 SEL, den sich eine japanische Steinbildhauerin zum Kombi umbauen ließ, damit sie standesgemäß in die Steinmetzbetriebe fahren konnte. Und der Bentley, den die Schweizer Firma Graber zum Coupé umbaute, weil der Hersteller noch keins liefern konnte - es lohnt sich, die Einzelstücke aufzuspüren.

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Ein Highlight mit Seltenheitswert: Der Arkona von 1939 wird dieses Jahr mit einigen anderen raren Modellen der Firma Stoewer ein "Familientreffen" feiern.

Zusammenkunft mit Seltenheitswert

Es ist mindestens 30 Jahre her, dass sich 15 Stoewer-Automobile für eine Schau dieser längst vergessenen Stettiner Luxusmarke an einem Platz getroffen haben. Schwetzingen zeigt dank der unermüdlichen Hilfe von Manfried Bauer vom deutschen Stoewer-Museum in Wald-Michelbach fast die ganze Bandbreite der damals höchst innovativen Produktion. Besonders selten ist das Zusammentreffen des D9 aus dem Carl-Benz-Museum in Ladenburg mit dem S 10 aus dem PS-Speicher in Einbek, von wo auch der einzige R150 als Sportcabriolet kommt und die Verbindung zu den Spitzenmodellen Arkona Phaeton und Sedina als Cabriolet. Die Classic-Gala leistet damit einen wichtigen Beitrag, das Wissen um diese Automobile in die Zukunft zu tragen.

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Fans des "Britischen Silbers" kommen auf ihre Kosten: Im Schlossgarten werden dieses Jahr wieder einige Luxuskarossen aus dem Hause Rolls Royce Station machen. Also Ausschau halten nach Emily.

Britisches Gipfeltreffen

Mindestens 15 Rolls Royce und Bentley der Baujahre ab 1913 finden ihren Weg nach Schwetzingen und erinnern an den ersten Concours im Jahr 2001, als die britische Marke ähnlich stark vertreten war. Man sieht Landaulet-Limousinen vom nahezu lautlosen Silver Ghost mit offen liegendem Chauffeurplatz, den Rolls Royce Silver Cloud, wie ihn Herbert von Karajan fuhr und das Modell, das der illustre Konsul Weyer in den 70er Jahren fuhr.

Rekordverdächtig

Der Rolls Royce 20/25 ist zwar das „kleine“ Rolls Royce-Modell, aber der sparsame Lord Rupert Guinness, 2. Lord of Iveagy, 35 Jahre Besitzer der Guinness-Brauerei und Erfinder des Guinness-Buches der Rekorde, ließ sich das Auto vom Karosserier Park Ward für die Fahrt zu seinem Landsitz speziell ausrüsten. Das Besondere: Der Rolls Royce befindet sich schon seit 84 Jahren samt Bordbuch und Werkzeugsatz im unrestaurierten Originalzustand - Pflege lohnt sich eben doch.

Fafnir trifft Adler und Simplex

Fafnir war ein deutsches Unternehmen in Aachen, das von 1903 bis 1926 Automobile herstellte – zeitweise auch unter der Marke Aachener. 1912 erfolgte die Umbenennung in Fafnir-Werke. 1904 begann der Umstieg in die Automobilherstellung unter dem Namen Omnimobil. Ab 1908 wurden fertige Autos hergestellt - meist sogenannte Herrenfahrzeuge, d. h. Autos für Selbstfahrer, die keinen Chauffeur beschäftigten. Fafnir-Autos zeigten für ihre Zeit höchst fortschrittliche Merkmale, wie zum Beispiel, dass der Gangschaltungshebel nach innen oder die hinteren Federn unter die Achse verlegt wurden. Angeblich war dem frisch vom Auto überzeugten Kaiser die Bedienung zu kompliziert, sodass Daimler in Cannstatt 1904 mit dem einfach zu nutzenden Simplex reagierte. Der Vergleich mit dem Fafnir aus dem gleichen Jahr lohnt.

Kaiserlicher Adler

Dritter im Bunde ist der Adler 18/35. Die Frankfurter Büromaschinen-, Fahrrad- und Motorradfirma baute 1909 einen repräsentativen 18/35 Doppelphaeton, der dem kaiserlichen Haushalt etwa bei Aufenthalten in Bad Homburg zur Verfügung stand. Nach einer jahrelangen Restaurierung ist dieser weiße Adler der Repräsentationswagen des 1900 gegründeten Schnauferlclubs und nun beim Bad Homburger Experten Dieter Dressel wieder öffentlich ausgestellt.

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Zeitloses Design made in Untertürkheim: Für Fans der Traditionssportwagen aus dem Hause Porsche werden Träume wahr.

70 Jahre Porsche im Ehrenhof

Das gute Nennergebnis für Porsche-Fahrzeuge macht es möglich, die 70-jährige Geschichte der überwiegend mit Heckmotoren ausgerüsteten Sportwagen im vorderen Ehrenhof zu zeigen. Vom Pre-A 356 mit noch geteilter Frontscheibe, über diverse 356-Modelle zum legendären 911 umfasst die Ausstellung sowohl den Autoquartett-König Turbo, als auch den Allradtyp 959, Porsche 924 und 928 runden das Bild ab.

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Sitzt der Lippenstift? Nochmal nachziehen und dann nichts wie los am Wochenende - zum US-Car-Concours natürlich stilecht im Petticoat.

Musik und Petticoats

Die meisten Concours-Veranstaltungen für amerikanische Klassiker widmen sich dem Show-Tuning und dem „Customizing“ von US-Serienwagen. Ganz anders ist dies beim US-Classic Car Concours USCCC, wo nur völlig originalgetreue Autos eine Chance haben. Auch hier geht es um Klasse statt Masse, rund 40 „Straßenkreuzer“ ab 1950 stellen sich dem Votum der 30 Juroren. Doch ohne Flair geht’s nicht: der „Elvis-will-never-die“-Club wird wieder zum Tanz bitten und die wirbelnden Petticoats von Jamlong haben ihre Chance. Erstmalig wird es auch einen Barbershop geben, bei dem Besucher den passenden Haarschnitt bekommen können.


Öffnungszeiten Schlossgarten

31.08. - 02.09., 9 - 18 Uhr
(Freitag ab 10 Uhr Preview-Day ohne Programm)


Es gelten die regulären Eintrittspreise des Schlosses


Eingänge

Haupteingang, Zähringer Tor, Drei-Brücken-Tor
Der gesamte Schlossgarten Schwetzingen ist barrierefrei zugänglich.

 

Infos zum Programm

Infos zum Programm an den Tagen finden Sie unter diesem Link:

https://concours-delegance.de/Besucher/Programm