Eine "Sommerreifenpflicht" ähnlich der hierzulande gültigen Winterreifenpflicht gibt es zwar nicht - gleichwohl sprechen viele gute Gründe dafür, den richtigen Wechselzeitpunkt nicht zu verpassen. Wichtig ist dabei, dass sich die Sommerreifen in einem guten Zustand befinden, allem voran hinsichtlich der richtigen Profiltiefe.

1. Tipp: Bei warmen Temperaturen einfach sicherer

Der wesentliche Punkt, der für Sommerpneus spricht, ist dabei so einleuchtend wie einfach: Sommer- und Winterreifen verfügen über spezialisierte Gummimischungen, die optimal auf die jeweiligen Temperaturen abgestimmt wurden. Bei sieben Grad und mehr gewinnen Sommerreifen jeden Vergleich gegen die Winterpneus: Die Sommerreifen bieten mehr Grip und somit mehr Fahrsicherheit in allen Situationen, sie sorgen für einen kürzeren Bremsweg als mit Winterreifen und verringern den Kraftstoffverbrauch. Wer also meint, besonders "clever" zu sein, indem er ganzjährig Winterreifen benutzt, handelt sich höhere Kraftstoffkosten und in kritischen Situationen auch ein größeres Unfallrisiko ein.

Auto-Vorderreifen in der Löwenzahn-Wiese

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Wenn es Frühling wird, ist es Zeit für den Reifenwechsel.

2. Tipp: Profiltiefe für die eigene Sicherheit messen

Optimale Fahreigenschaften können Sommerreifen allerdings nur dann bieten, wenn sie sich auch in einem guten Zustand befinden. Die Empfehlung lautet daher, vor dem Wechsel von Winter- auf Sommerreifen die Gummis auf jeden Fall gründlich unter die Lupe zu nehmen - oder bei Bedarf gleich neue Modelle zu kaufen. Experten raten, Sommerreifen etwa bei einer Profiltiefe von drei Millimetern zu erneuern, also deutlich vor dem gesetzlichen Limit von 1,6 Millimetern. Nicht minder wichtig ist, dass der Reifenfülldruck entsprechend den Empfehlungen des Fahrzeugherstellers korrekt eingestellt ist. Und auch den Zustand der Pneus sollten Autofahrer regelmäßig kontrollieren: Sind etwa Schnitte oder kleine Risse sichtbar, ist ein Austausch aus Sicherheitsgründen meist ebenfalls empfehlenswert.

3. Tipp: Mit einer Münze ganz einfach messen

Wie kann man einfach und schnell die Profiltiefe der Reifen kontrollieren? Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder Sie verwenden einen Messstab, wie er etwa in Werkstätten erhältlich ist, oder Sie nutzen die altbewährte "Münz-Methode". Dafür bietet sich insbesondere die 1-Euro-Münze an: Diese einfach an mehreren Stellen in der Mitte des Reifens in das Profil stecken. Verschwindet der goldene Rand der Münze jeweils komplett, ist die Profiltiefe noch ausreichend. Bleibt der Goldrand hingegen sichtbar, wird es höchste Zeit für einen Wechsel.

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