Das Monatsende liegt noch in weiter Ferne, das Budget hingegen ist längst aufgebraucht: Viele kennen dieses unangenehme Gefühl. Gerade zum Start ins neue Jahr macht sich bei vielen Ernüchterung breit. Schon zu den Festtagen hat man sich größere Anschaffungen gegönnt, Anfang Januar sind dann noch Jahresbeiträge für Versicherungen und andere feste Kosten fällig - im Nu ist das Konto gähnend leer.

Wie lässt sich das Budget jetzt wieder ins Lot bringen? Häufig reicht es, das eigene Verhalten zu ändern und einige einfache Tipps umzusetzen.

Mehr von seinem Geld hat, wer seine Finanzen klug plant

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Dank kluger Finanzplanung hat man mehr von seinem Geld.

1. Öfter bar zahlen

Mal eben im Geschäft einen schönen Mantel entdecken und ihn direkt mitnehmen? Bei vielen ist die Verlockung groß, doch gerade Spontankäufe können das private Budget in Schieflage bringen. Ein einfaches Mittel dagegen ist es, jede Ausgabe noch einmal zu überschlafen - und sich auszurechnen, wie lange man dafür arbeiten müsste. Bisweilen kann es auch hilfreich sein, bar zu zahlen. Denn Studien haben gezeigt, dass Verbraucher bis zu 50 Prozent weniger ausgeben, wenn das Geld direkt durch ihre Finger geht.

2. Budget planen

Generell sollte man einen genauen Blick auf den privaten Konsum haben, rät Korina Dörr, Leiterin des Beratungsdienstes Geld und Haushalt: "Die allermeisten von uns können ihre Einnahmen nicht einfach steigern. Also sollte man die Ausgaben genau im Blick haben und Unnötiges vermeiden." Ihr Tipp: Alle Ausgaben in die drei Gruppen "notwendig", "angenehm" und "überflüssig" einteilen. Anschließend für jede Gruppe feste Monatsbudgets festlegen. Korina Dörr: "So macht man sich Ausgaben bewusst, setzt Prioritäten und kann Einsparungen leichter umsetzen."

3. Haushaltsbuch führen

Um einen besseren Überblick über die eigenen Finanzen zu erhalten, lohnt es sich zudem, ein Haushaltsbuch zu führen. Wer weiß, wie viel Geld reinkommt und wofür man es ausgibt, erkennt in kurzer Zeit, wo man kürzertreten muss. Haushaltsbücher gibt es gedruckt, als App oder als Online-Version.

4. Tricks des Handels kennen

Bares Geld sparen lässt sich auch, wenn man einige psychologische Tricks beim Einkaufen kennt. Dass man nicht hungrig einkaufen gehen sollte, ist mittlerweile bekannt. Aber auch von roten Preisen, durchgestrichenen Vorherpreisen oder ähnlichen Verlockungen sollte man sich nicht beeinflussen lassen. Häufig wird in der Werbung der Kontrasteffekt genutzt: Der Wein für 10 Euro scheint plötzlich billig zu sein, weil daneben eine Flasche für 40 Euro steht. Doch auch dieser Trick sollte nicht die eigene Kaufentscheidung bestimmen.