Während kurzfristiger Stress zu Höchstleistungen antreiben kann, schwächt Dauerstress das Immunsystem. Steigernder Blutdruck, Herzerkrankungen, Rückenschmerzen und Schlafprobleme sind nur einige der Auswirkungen, die Körper und Seele belasten und auf lange Sicht krank machen.

Vom Eustress zum Dysstress

Belastungen, Strapazen und Anspannungen hat es immer schon gegeben, aber das Wort „Stress“ im heutigen Sinne wurde erst in den 1930er Jahren von dem österreichisch-kanadischen Mediziner Hans Selye (1907-1982) geprägt und steht für die natürliche Reaktion unseres Körpers auf eine Herausforderung.

Biene auf Lavendelblüte

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Lavendel ist aus der Pflanzenheilkunde nicht wegzudenken: er beruhigt und entspannt.

Was passiert bei Stress?

Puls und Blutdruck steigen bei Stress, die Sinne sind geschärft, die Atmung wird schneller und die Muskeln spannen sich an. Der Körper schüttet Stresshormone aus und stellt so in Sekundenschnelle zusätzliche Energie zur Verfügung. Das ist zunächst mal positiv zu bewerten, denn „Eustress“, also positiver Stress, motiviert und steigert die Leistungsfähigkeit.

Kommt er häufig und ohne körperlichen Ausgleich vor, wird Stress als bedrohlich und überfordernd empfunden, also zum „Distress“, dem negativen Stress, der immer als Belastung wahrgenommen wird. Fehlhaltungen und psychischer Stress führen mittlerweile bei fast 85 % der Deutschen zu Rückenschmerzen. Wer unter Rückenschmerzen leidet, trägt zu viel mit sich herum. Meist handelt es sich um so unliebsame Begleiter wie Stress und wenig Bewegung oder unausgewogene Ernährung – alles Dinge, die wir selbst ändern können.

Anti-Stress-Tipp: Heilkraft aus der Natur

Kleine Auszeiten, z. B. mit einer Tasse Tee, können die Ursache von Ärger, Termindruck und Kummer zwar nicht lösen, helfen aber, ein wenig Abstand zu gewinnen und die Sachlage neu zu ordnen. Zur Besserung des Befindens bei nervlicher Belastung haben sich von jeher Kräuterteemischungen mit Baldrianwurzel, Melissen-blättern, Hopfenzapfen, Anis, Ringelblumenblüten und Passionsblumenkraut bewährt. Ein aromatisch-milder Tee lindert psychische Symptome von Stress und innerer Unruhe und fördert einen erholsamen Schlaf, der für die Regeneration des Körpers unerlässlich ist.

Schmerzöle mit schmerzlinderndem Blauen Eisenhut können Verspannungen lösen, duftendes Lavendelöl beruhigt und entspannt. Echter Kampfer regt die periphere Durchblutung an und sorgt dafür, dass sich die Wärme gut verteilt. Potenzierter Bergkristall (Quarz) kann die körpereigene Wärmebildung unterstützen und dem Auskühlen der Nerven entgegenwirken.

Anti-Stress-Tipp: Gelassen bleiben mit Bachblüten

Auch „Bleib-Gelassen-Kaugummis“ oder „Du-schaffst-das-Bonbons“ mit einer altbewährten Bachblütenmischung können unterstützend bei akuten Stress-Situationen, Leistungsabfall, innerer Unruhe, Antriebslosigkeit und Konzentrationsschwäche wirken.

Eine Balance- oder Vitalitäts-Kur mit einer speziell zusammengestellten Bachblütenmischung und ausgleichenden oder vitalisierenden Vitaminen und Mineralstoffen kann dazu beitragen, das innere Gleichgewicht zurückzugewinnen und neue Kraft zu schöpfen.

Anti-Stress-Tipp: Wasseranwendungen

„Sanus per aquam“, also Gesundheit durch Wasser, abgekürzt „Spa“ ist eine Möglichkeit, mit wohliger Entspannung, Massagen oder warmen Bädern mit entsprechenden Badezusätzen, z. B. Mandelöl, hautgesundem Meeressalz, Jasmin oder indischer Melisse Stress abzubauen. Hinterher neutralisiert eine Anti-Stress-Maske mit naturreiner Heilerde und einem ausgesuchten Wirkstoffkomplex der Goldkamille, einer speziellen Pflanzenmilch und beruhigendem Calendulaöl die Stressfaktoren der Haut.

Anti-Stress-Tipp: IHHT für die Zellen

Weil Menschen heute großem Stress ausgesetzt sind und sich auf ihre Gesundheit und Leistungskraft verlassen müssen, ist auch ein Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Training eine von vielen Möglichkeiten, den Körper an der Stelle zu stärken, wo die Energiegewinnung im Körper stattfindet: an den Mitochondrien, wo laut Forschung eine ganze Reihe von Krankheiten wie Schlafstörungen, Burnout oder depressive Verstimmung ihren Ursprung haben.

Dabei wird sauerstoffarme und sauerstoffreiche Luft im Liegen eingeatmet, was bewirkt, dass die Zellen gezwungen werden, alte und nicht mehr leistungsfähige Zellen abzustoßen und neue zu bilden.