Ein Wechsel des Stromanbieters ist meist einfacher als angenommen. Insgesamt dauert der Prozess des Stromwechsels ca. sechs Wochen, Sie müssen sich allerdings nicht darum sorgen, während der Übergangszeit im Dunkeln zu sitzen - der neue Stromanbieter ist in der Regel für einen nahtlosen Übergang verantwortlich.

Doch wie gehen Sie vor?

1. Stromanbieter vergleichen

Zunächst sollten sie prüfen, welches Angebot das Beste für Sie ist und die größte Kostenersparnis verspricht. Um den Tarif an Ihre Bedürfnisse anzupassen, ermitteln sie zunächst Ihren jährlichen Stromverbrauch, indem Sie entweder einen Blick auf Ihre letzte Jahresrechnung werfen oder die Werte von Ihrem Stromzähler ablesen.

Ein Vergleich der Tarife verschiedener Stromanbieter ist dabei unumgänglich- dies funktioniert am besten mit einem Stromanbietervergleich aus dem Internet. Hierbei sollten Sie auch in Erwägung ziehen, bei Ihrem alten Anbieter zu bleiben, jedoch auf einen günstigeren Tarif umzusteigen, da dies sowohl Ihnen als auch Ihrem Stromanbieter Mühe ersparen kann.

2. Was beim Vertragsabschluss zu beachten ist

Wie bei allen Verträgen gilt: immer das Kleingedruckte beachten, oft finden sich hier beispielsweise Bestimmungen zu einer besonders langen Vertragslaufzeit.

Ebenso sollten Sie beim Vertragsabschluss darauf achten, ob weitere Nebenkosten wie Steuern etc. auf Sie zukommen, die bei anderen Anbietern nicht anfallen würden.

Meist gilt: je kürzer die Mindestlaufzeit des Vertrages, desto besser. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass der Strom von Anbietern mit geringen Mindestlaufzeiten meist teurer ist, da für das Unternehmen durch die häufigen Wechsel mehr Verwaltungskosten anfallen. Eine Dauer von über einem Jahr sollte die Mindestlaufzeit dennoch nicht betragen.

Es ist üblich, dem neuen Anbieter eine Vollmacht zur Kündigung des Vertrages beim alten Anbieter zu unterschreiben. Es empfiehlt sich nicht, die Kündigung selbst vorzunehmen, da der nahtlose Übergang so nicht gesichert ist.

Für die Umstellung können durchaus Kosten vom neuen Anbieter anfallen, der alte Anbieter darf Ihnen in der Regel jedoch keine Kosten in Rechnung stellen.

3. Unterschreiben des neuen Vertrags

Ein Antragsformular für den Abschluss des neuen Vertrags finden Sie meist auf der Homepage des neuen Anbieters.

Hier müssen sie Ihren bisherigen Anbieter, Ihre Zählernummer, Ihre alte Kundennummer sowie Ihren letzten Jahresverbrauch angeben. Diese Daten finden Sie direkt auf Ihrer Stromrechnung.

Eventuell muss ihr Stromzähler abgelesen werden, welchen sie entweder direkt in der Wohnung, im Treppenhaus oder im Keller finden.

Ein neuer Stromzähler ist bei einem Wechsel des Anbieters in der Regel nicht nötig.

Den Wechsel führt nun der neue Anbieter durch, er hat sich mit dem alten Anbieter zu besprechen und ist für den nahtlosen Übergang verantwortlich.

4. Die Bestätigung des Stromanbieterwechsels

Nun müssen Sie nur noch auf eine Bestätigung des Vertragsabschlusses vom neuen Anbieter warten, normalerweise wird an dieser Stelle von Ihnen erwartet, eine Einzugsermächtigung für die kommenden Rechnungen zu unterschreiben. Sollten Sie damit nicht einverstanden sein, informieren Sie sich rechtzeitig über alternative Zahlungsmöglichkeiten.

Auch vom alten Stromanbieter erhalten sie neben einer Abschlussrechnung eine Bestätigung der Kündigung.

In der Zeit des Wechsels empfiehlt es sich, zu überprüfen, ob keine Doppelabbuchungen von ihrem Konto erfolgen. Sollte dies vorkommen, werden Sie aktiv und besprechen Sie mit dem Stromanbieter und Ihrer Bank, wie sie vorgehen, um die Beträge wieder gutschreiben zu lassen.