Mit dem Wunderwerk Auge sehen wir die Welt in unterschiedlichen Farben, Formen und Kontrasten - nah und fern. Über unser Gehör nehmen wir unsere Umwelt wahr, erkennen Gefahren rechtzeitig und lernen das Sprechen. Doch bei immer mehr Menschen - vor allem im fortgeschrittenen Alter -funktionieren diese wichtigen Sinne nicht mehr so, wie sie sollen.

Sehprobleme machen sich bei den meisten Menschen schleichend bemerkbar. Plötzlich müssen sie bei Straßenschildern zweimal hinschauen oder sie bekommen Kopfschmerzen nach langem Lesen. Bis die Betroffenen einen Augenarzt, aufsuchen, vergeht oftmals viel Zeit. Was viele nicht wissen: Direkt beim Optiker kann man von digitaler Augenvermessung und Gesundheitsvorsorge aus einer Hand ganz unkompliziert und ohne große Terminabsprache profitieren.

Mit moderner Technologie zum besseren Sehen

So entsteht etwa mit Hilfe der neuen 3D-Mess-Technologie der digitale und individuelle Fingerabdruck des Auges - vergleichbar einer DNA. Die digital gewonnenen Daten werden direkt ins Glas übertragen, damit können die Brillengläser individuell an das Sehvermögen angepasst und das Sehpotenzial zu 100 % ausgeschöpft werden. Einige Optiker bieten zusätzlich zum Screening des vorderen Augenabschnittes auch die Untersuchung des hinteren Augenabschnittes mit dem sogenannten Fundus-Scanner an. Mit diesem innovativen Messgerät können Optiker Auffälligkeiten auf der Netzhaut erkennen. Anschließend werden die erhobenen Daten an einen telemedizinischen Dienst gesendet. Ein Netzwerk aus speziell ausgebildeten Augenärzten und Partnern analysiert dann die eingeschickten Parameter und Bilder detailliert und erstellt eine individuelle Risikoanalyse. Im Fall einer Erkrankung kann der Optiker bereits über Auffälligkeiten und Risikofaktoren informieren und gegebenenfalls an einen Spezialisten wie den Augenarzt verweisen. Der wiederum kann dann die Messergebnisse als Ausgangspunkt für seine Diagnose und Behandlung nutzen.

Zurück in die Welt des Hörens

Rund 13,5 Millionen Deutsche sind von einer Hörminderung betroffen und die Zahlen steigen weiter. Die meisten glauben, sie würden rechtzeitig erkennen, wenn ihr Gehör nachlässt. "Das ist ein Mythos", weiß Experte Dr. Horst Hessel von der Initiative "Ich will hören". "Ein Hörverlust entwickelt sich oft schleichend und kann lange kompensiert werden." Meist seien es Familienmitglieder, Kollegen oder Freunde, die einen darauf hinweisen, dass man lauter spricht oder öfter nachfragt. "Wer den Eindruck hat, dass ihn das Hören anstrengt, sollte schnellstmöglich einen Hörtest machen." Der Hörakustiker hilft mit einem Hörgerät oder Cochlea Implantat zurück in die Welt des Hörens.