Die Berufsorientierung ist ein wichtiger Schritt im Leben. Welcher Beruf passt zu mir? Welche Chancen habe ich? Kann ich mich in der Corona-Krise bewerben? Die Möglichkeiten sind oft vielseitiger, als man vielleicht glaubt.

Online-Tests zur Berufswahl nutzen

Im Internet gibt es Tests wie den Berufecheck von AzubiBW, mit deren Hilfe man herausfinden kann, welche Ausbildungsberufe und Studienangebote zu einem passen.

Kostenloser Online-Test zur Berufswahl: Der Berufecheck

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Außerdem sollte man sich gründlich informieren und sich nicht von Vorurteilen, Klischees oder den Erwartungen anderer leiten lassen.

Häufig haben beispielsweise Jugendliche mit Abitur Vorurteile gegenüber einer Ausbildung im Handwerk. Einige meinen, sie seien aufgrund des längeren Schulaufenthalts überqualifiziert, andere denken, die Entlohnung sei zu gering. Manche Eltern glauben auch, dass nur ein abgeschlossenes Studium etwas zählt.

Mädchen auf Couch mit Laptop

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Es gibt zahlreiche Tests für die Berfusorientierung, die man zur Berufswahl nutzen kann.

Das sei mitnichten so, wie Raimund Kegel, Geschäftsführer des Berufsbildungsausschusses der Handwerkskammer Konstanz, erläutert: „Gerade Abiturienten bringen das perfekte Rüstzeug für eine Karriere in den vielen, immer anspruchsvoller werdenden Handwerksberufen mit. Denn im Zuge der Digitalisierung braucht das Handwerk Menschen, die komplexe Zusammenhänge verstehen und sich schnell in neue Situationen einarbeiten können.“

Wenn der Schulabschluss für den Traumberuf nicht ausreicht, sollte man sich über weiterführende Schulen informieren, um zum Ziel zu gelangen. Oder man arbeitet sich nach oben – das gibt’s immer noch. Man beginnt mit einer regulären Ausbildung und erwirbt weitere Zusatzqualifikationen. Viele Firmen honorieren das Weiterbildungsengagement ihrer Mitarbeiter mit guten Karriereaussichten.

Junge Frau telefoniert

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Bei einem Telefon-Interview gilt das gleiche wie für ein Vor-Ort-Gespräch. Immer höflich sein und sich von der besten Seite zeigen.

Rechtzeitig bewerben

Ausbildungsplätze werden früh vergeben, weil die Unternehmen planen müssen. Der Bewerbungsprozess dauert oft mehrere Wochen, wenn nicht sogar Monate, da einige Firmen neben dem klassischen Vorstellungsgespräch auch einen Eignungstest, Telefoninterview oder Assessment-Center durchführen.

Schüler sollten nicht denken, dass sie sich aufgrund der aktuellen Situation nicht bewerben können. Weitere Infos zu diesem Thema gibt es hier.

Junge am Laptop freut sich

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Ein super Gefühl: die Zusage für einen Ausbildungsplatz! Doch wenn man sich nicht bewirbt, wird es niemals soweit sein...!

Es wird eine Zukunft nach der Krise geben und den Betrieben ist bewusst, dass Zeugnisse nachgereicht werden müssen, weil die Schulen geschlossen sind. Hier finden Sie Tipps rund um die Gestaltung des Lebenslaufs. Tipps fürs Anschreiben finden Sie hier.

In vielen Branchen wird nach wie vor händeringend nach Fachkräften gesucht, besonders natürlich in der Pflege bzw. im Gesundheitswesen. Hier sind die Chancen sehr gut, aber auch in der IT.