Die Versorgung, Behandlung und Betreuung von Patienten wird bereits schon seit geraumer Zeit immer wichtiger und systemrelevanter – egal ob als Alten- und Krankenpfleger, Physiotherapeut oder Logopäde. Allerdings sind die Anforderungen, die ein Bewerber erfüllen muss, um in einem der zahlreichen medizinischen Bereichen arbeiten zu können, sehr hoch und zum Teil auch überaus herausfordernd. Und das gilt ganz besonders für den Beruf des Gesundheits- und Krankenpflegers.

Denn hier geht es nicht nur ausschließlich um die Patientenbetreuung und -pflege, sondern gleichwohl um die Durchführung verschiedener medizinischer Behandlungen, diverse Verwaltungs- und Organisationsaufgaben, sowie um die Vorbereitung der Patienten auf diagnostische, operative und therapeutische Behandlungen.

Anforderungen, Qualifikationen und Voraussetzungen für eine Bewerbung als Gesundheits- und Krankenpfleger

Für eine erfolgreiche Bewerbung als Gesundheits- und Krankenpfleger müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein. Dazu gehören zum einen mindestens ein Hauptschulabschluss sowie eine zwei- bis fünfjährige Berufsausbildung (je nachdem ob Teil- oder Vollzeit) respektive der 2-jähige Besuch einer Pflegevorschule. Zum anderen sollte der Bewerber über eine gute physische Konstitution (beispielsweise zum Umbetten der Patienten), eine hohe psychische Stabilität (Umgang mit schwer kranken und sterbenden Patienten) und ein gesteigertes Einfühlungsvermögen (Empathie) verfügen.

Zudem sind Verantwortungsbewusstsein, Sorgfalt und auch eine gewisse Verschwiegenheit gefordert, vor allen Dingen in Bezug auf die meist sehr sensiblen Patientendaten.

Krankenschwester mit Tablet, Konzept-Bild mit herumschwebenden Symbolen für Digitales

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Digital einsehbare Patientendaten und vereinfachte Dokumentation sollen den Alltag der Pflegekräfte einfacher machen.

Einrichtungen, in denen Gesundheits- und Krankenpfleger arbeiten können

Neben Krankenhäusern, (Fach-)Arztpraxen und Gesundheitszentren suchen auch Pflege- und Altenheime, Einrichtungen für die Kurzzeitpflege, ambulante Pflegedienste und Wohnheime für kranke und behinderte Menschen händeringend nach gut ausgebildeten Gesundheits- und Krankenpflegern. Zu den Haupteinsatzorten gehören in der Regel die verschiedenen Krankenstationen und Patientenzimmer, Behandlungs- und Untersuchungsräume, sowie hin und wieder auch die Wohnungen der Patienten, falls diese auf ambulante Pflege angewiesen sind.

Ob man dabei zusammen mit einem anderen Krankenpfleger oder hauptsächlich alleine arbeitet, hängt in der Hauptsache von der Fachrichtung und der Einrichtung ab.

Wer arbeitet in der Pflege?

In diesem Artikel sind selbstverständlich immer alle Geschlechter gemeint. Laut Bundesgesundheitsministerium besteht der Großteil der Beschäftigten in Pflegeberufen aus Frauen. Dies liegt auch daran, dass das Teilzeit Arbeitsmodell in diesem Bereich weit verbreitet ist. Zurzeit arbeiten ca. 1,1 Millionen Personen in Pflegeberufen, davon sind mehr als 85% Frauen. Die Mehrheit, 72% sind teilzeitbeschäftigt. Nicht besetzte Stellen in der Pflege belaufen sich auf 25.000 - 30.000. Trotzdem kann man sagen, dass die Zahl der Pflegefachkräfte seit 2015 gestiegen ist.

Was verdienen Gesundheits- und Krankenpfleger?

Vorab sei gesagt, dass die Höhe des Gehaltes je nach Einsatzort beziehungsweise Arbeitgeber, Ausbildung und Qualifikation variieren kann. Während der Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger liegt der Verdienst im ersten Lehrjahr bei rund 1.020 Euro, im zweiten Jahr bei etwa 1.090 Euro und im letzten Ausbildungsjahr bei circa 1.180 Euro.

Wie hoch das Gehalt als Gesundheits- und Krankenpfleger nach der Ausbildung ist, hängt davon ab, ob man im öffentlichen Dienst oder im privaten Sektor tätig ist und ob man nach Tarifvertrag bezahlt wird oder das Gehalt frei verhandeln kann. Grundsätzlich lässt sich aber sagen, dass das Einstiegsgehalt im Durchschnitt bei etwa 2.100 bis 2.400 Euro liegt und nach rund zehn bis 13 Jahren auf bis zu 3.500 Euro brutto und mehr steigen kann.