Immer mehr Firmen setzen im persönlichen Gespräch auch auf sogenannte Brainteaser. Das sind Knobelfragen, die zunächst verwirrend erscheinen, wie zum Beispiel "Wie schwer ist Deutschland?" oder "Welches Obst wären Sie?". Mit diesen Fragen will die Personalabteilung herausfinden, ob Bewerberinnen und Bewerber unter Druck kreativ denken und wie sie Probleme lösen können.

Im Vorstellungsgespräch sollte man sich beim Antworten auf Brainteaser genügend Zeit lassen

fizkes/iStock/Getty Images Plus

Bei der Antwort sollte man sich genügend Zeit lassen und auch mal um die Ecke denken - gut, wenn man diese Denkvorgänge auch in Worte fassen kann.

Es geht nicht um die (richtige) Antwort, sondern den Weg dahin

Deswegen lautet für Susanne Glück, Geschäftsführerin der IQB, der erste Schritt auch: "Ruhig bleiben und nicht überhastet antworten. Prinzipiell hilft es, zunächst das Problem zu analysieren und eventuell Rückfragen zu stellen. Dann die Situation zusammenfassen und den Lösungsweg skizzieren sowie das Ergebnis begründen." Denn oft gibt es keine richtige oder falsche Antwort, sondern der Weg ist das Ziel.

Tipps für Bewerber

Achtung! Manche Brainteaser sind grundsätzlich unlösbar. Hier geht es um die Kreativität und die Persönlichkeit: wie geht der Bewerber mit Situationen um, die unvorhergesehen und herausfordernd sind? Konkret vorbereiten kann man sich hierauf natürlich nicht, aber man kann einige Tipps beherzigen:

  • Sich für die Antwort genügend Zeit lassen und erst einmal nachdenken
  • Nicht zu früh aufgeben, lieber nochmal nachfragen
  • Analytisch und schrittweise vorgehen
  • Sich das Problem bildlich vergegenwärtigen
  • Freundlich bleiben und nicht in Panik geraten oder ungehalten werden